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MÄRKTE EUROPA/Leichter - Spannung vor US-Inflation und Warsh

DJ MÄRKTE EUROPA/Leichter - Spannung vor US-Inflation und Warsh

DOW JONES--Leichter zeigen sich Europas Börsen am Dienstagmittag. Vor den US-Inflationsdaten und mit der neuerlichen Eskalation des Iran-Kriegs infolge von US-Angriffen geht es nach unten.

Der DAX verliert 0,7 Prozent auf 24.934 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent auf 6.236 Punkte tiefer.

Sorgen macht den Anlegern ein möglicher neuer Inflationsschub durch den Ölpreis. Der Brent-Preis springt weitere rund 4 Prozent auf knapp 87 Dollar je Fass - und damit weit über die Notierungen während des Waffenstillstands bei um die 70 Dollar. Preistreibend wirkt dabei nicht nur die fast wieder geschlossenen Straße von Hormus, sondern auch die Forderung von Transportgebühren durch US-Präsident Donald Trump in Höhe von 20 Prozent auf Cargoschiffe, wenn sie die Meerenge durchqueren wollen.

US-Inflation und Fed-Warsh im Blick

Im Fokus stehen die US-Inflationsdaten (CPI) am Nachmittag. Erwartet werden 3,8 Prozent höhere Verbraucherpreise (CPI). Allerdings könnten sie diesmal etwas in den Hintergrund rücken gegenüber einer Anhörung des neuen Fed-Chefs vor dem US-Kongress. "Die Daten haben das Problem, dass sie den erneuten Ölpreis-Sprung nicht abbilden. Das rückt aktuelle Aussagen in den Fokus", so ein Händler. Nach dem CPI stehen am Mittwoch die Erzeugerpreise (PPI) an. Beide bilden aber nur die Entspannung der Ölpreise im Juni ab. Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, betont daher die Bedeutung der Warsh-Anhörung: "Diese Kombination dürfte den Takt für die nächste Fed-Sitzung in zwei Wochen vorgeben."

Die erneut steigenden Energiepreise drohen die Inflation wieder anzuheizen. Fed-Gouverneur Christopher Waller ist der Ansicht, dass eine Zinserhöhung in Betracht gezogen werden sollte, falls die Inflationsdaten diese Woche einen andauernd hohen Preisdruck zeigen. Am Nachmittag werden die US-Verbraucherpreise für Juni veröffentlicht. Erwartet wird ein Plus von 3,8 Prozent zum Vorjahr, in der Kernrate um 2,9 Prozent.

Banken und Ölwerte im Fokus

Um die Mittagszeit startet die US-Berichtsaison mit der Veröffentlichung zahlreicher Bank-Quartalsdaten, darunter Bank of America, JP Morgan, Wells Fargo, Goldman Sachs und Citigroup. "Die Erwartungen sind aber extrem hoch, da alle sehr gut verdient haben am Börsengang von SpaceX", sagt ein Händler.

Der Anstieg im Ölpreis befeuert auch die Aktien der Öl-Multis gegen den Markt. BP steigen um 2,2 Prozent, wobei hier zusätzlich ein Zwischenbericht positiv aufgenommen wird. BP will sich künftig noch stärker auf das Ölgeschäft konzentrieren und treibt den Schuldenabbau voran. Auch Shell, Totalenergies und Eni legen bis zu 1,5 Prozent zu.

Hapag gesucht - Crash bei Evotec

Deutsche Autowerte stehen weiter mit den diversen Pre-Close-Calls und auch eigenen Zahlen im Blick: So gab es im Call von VW (+0,2%) keine großen Überraschungen. Die gekündigte Allianz für automatisiertes Fahren mit Bosch führt im zweiten Quartal 2026 laut JP Morgan zu einer GuV-Belastung im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Kosten für Restrukturierung und Stellenabbau werden noch verhandelt, die Prognose für den operativen Umsatz im Gesamtjahr bleibt.

Traton (-0,2%) hat vorläufige Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt, die besser als erwartet ausgefallen sind. Das bereinigte operative Konzernergebnis lag bei 957 Millionen Euro, was einer bereinigten operativen Rendite von 8,1 Prozent entspricht. Analysten hatten im Konsens nur 763 Millionen Euro bei einer Marge von 6,6 Prozent erwartet.

Hapag-Lloyd legen um 6,4 Prozent zu. Der Reedereikonzern hat die Gewinnprognose fürs laufende Jahr erhöht. Wegen guter Marktnachfrage und steigenden Spot-Frachtraten erwartet Hapag einen Gewinn (EBITDA) in der Spanne von 2,3 bis 3,2 (zuvor: 0,9 bis 2,6) Milliarden Euro.

Evotec brechen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung um 24 Prozent ein. Für das laufende Jahr rechnet Evotec nun mit einem Umsatz von rund 570 bis 610 Millionen Euro und einem bereinigten EBITDA-Verlust von 70 bis 105 Millionen Euro. Bislang war der Konzern von einem Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro und einem positiven EBITDA von 0 bis 40 Millionen Euro ausgegangen.

Auch Vossloh brechen um 8 Prozent ein. Während die Halbjahreszahlen noch etwas besser ausgefallen waren, spricht die Deutsche Bank bei der Prognosesenkung für das Gesamtjahr von einer negativen Überraschung. Hintergrund seien schwächere Volumina, Projektverzögerungen sowie höhere Kosten.

Auch Schwedens Netzwerk-Ausrüster Ericsson hat mit den Zweitquartalszahlen die Markterwartungen leicht verfehlt. Wie Bernstein anmerkt, wurde die Umsatzerwartung um 2 Prozent verfehlt, beim Bruttogewinn um 1 Prozent. Positiv hätten sich allerdings Kostensenkungen bemerkbar gemacht, wodurch das bereinigte EBITA 4 Prozent besser als erwartet ausfiel. Dennoch geht es für Ericsson um 8 Prozent nach unten.

In Paris fallen die Aktien von Ubisoft um 7,2 Prozent. Der Computerspiele-Hersteller hat im Geschäftsbericht den Verlust von 1,3 Milliarden Euro ausgewiesen. Im Handel stören aber vor allem Details, wie Aussagen zu den Mikrotransaktionen. Dies werde so interpretiert, dass auch von dieser Seite kein nennenswerter Gewinnanstieg zu erwarten sei.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.236,49  -0,6   -34,53    6.271,02      7,7 
Stoxx-50        5.354,25  -0,3   -16,01    5.370,26      8,9 
DAX          24.933,58  -0,7  -180,67    25.114,25      1,8 
MDAX          31.719,33  -0,8  -262,48    27.039,42      3,6 
TecDAX         3.802,48  -1,8   -67,55    3.091,28      5,0 
SDAX          18.007,38  -1,5  -278,74    13.062,07      4,8 
FTSE          10.478,06  -0,2   -20,23    10.498,29      5,5 
CAC           8.310,15  -0,7   -54,50    8.364,65      2,0 
SMI          14.196,54  -0,5   -69,64    14.266,18      7,0 
ATX           6.438,75  -0,4   -25,55    6.464,30      20,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1395  +0,1   0,0014     1,1381     1,1398 
EUR/JPY          184,88  0,0   0,0000     184,88    185,0700 
EUR/CHF          0,9253  -0,2  -0,0017     0,9270     0,9255 
EUR/GBP          0,8518  -0,1  -0,0006     0,8525     0,8522 
USD/JPY          162,21  -0,1  -0,2100     162,42    162,3500 
GBP/USD          1,3375  +0,2   0,0029     1,3346     1,3372 
USD/CNY          6,7802  +0,0   0,0007     6,7795     6,7795 
USD/CNH          6,7809  -0,0  -0,0030     6,7839     6,7826 
AUS/USD          0,6941  +0,4   0,0025     0,6916     0,6935 
Bitcoin/USD      62.810,49  +1,1   661,31    62.149,18   62.725,62 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,84  +2,2    1,70      78,14 
Brent/ICE         86,58  +3,9    3,28      83,30 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.024,54  +0,6   24,32    4.000,65 
Silber           58,01  +0,6    0,37      57,65 
Platin         1.604,55  -0,0   -0,45    1.605,00 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 14, 2026 07:33 ET (11:33 GMT)

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SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
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