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Das erste Livetrading in dieser Woche stand im Schatten einer sehr volatilen Vorbörse. Wie bereits am Montag, kam es auch heute Nacht zu einem Abrutschen des DAX zur 24.800er-Region. Von dort aus erholte er sich jedoch wieder stark und konnte direkt nach 9.00 Uhr auch wieder die runde Marke von 25.000 Punkten anlaufen. Dieser Bereich dient seitdem als Widerstand und wurde bis zum Mittag nicht nachhaltig überwunden.
Was könnten potenzielle Gründe für die Schwäche am frühen Morgen und die starke Eröffnung im Xetra-Handel sein? Über die Rolle der institutionellen Anleger näherten wir uns dem Marktverlauf, der auf der Oberseite auch noch eine Kurslücke (GAP) zum Vortag von rund 100 Punkten bereithält. Auf die Frage, ob jedes GAP geschlossen wird, gehen wir daher auch ein. Bis zum Mittag wurde der 25.000er-Bereich jedenfalls als Widerstand im Markt beibehalten, was damit eine Range im Chartbild entstehen ließ. Innerhalb dieser Bandbreite, dem Xetra-Opening und der 25.000, starteten wir einen Short-Trade recht genau in der Mitte. Als Trigger für den Einstieg diente eine Aufwärtstrendlinie, die jedoch nur ganz kurz unterschritten wurde, die Order auslöste, um dann erneut ihre Stärke zu zeigen. Entsprechend schnell sind wir in der Range noch vor dem Erreichen der Tageshochs wieder aus dem Markt ausgestiegen, um nicht bei einem potenziellen Ausbruch das Risiko zu hoch zu gestalten. Leider drehte nach dem Stopp der markt erneut nach unten, was für diesen Einzelfall den Stopp (wie auch den Einstieg schon) als schlechtes Ergebnis dastehen lassen.
Genau solche Verläufe und das Abwägen, ob der Markt sich weiter in einer Range aufhält, oder die Kraft hat, sie zu verlassen, machen eine Einschätzung oft schwierig. Insbesondere, da die Ölpreise im Rahmen des Iran-Konflikts weiter anstiegen und auch die US-Märkte gestern deutlich unter Druck standen. Doch davon koppelte sich der DAX ein Stück weit ab, immer im Bannkreis der runden 25.000er-Marke. Falls die Marke überschritten wird, ist das GAP bis 25.114 Punkte dann das nächste technische Ziel, welches ähnlich wie im gestrigen Verlauf, dann auch zügig angelaufen werden könnte. Was könnte hierfür der Trigger sein?
Vielleicht die US-Wirtschaftsdaten, welche wir in dieser Woche noch einordnen dürfen. Für den heutigen Nachmittag werden Inflationsdaten aus den USA erwartet. Die Verbraucherpreise dürften nach ersten Schätzungen erneut anziehen, da die Erzeugerpreise auch jüngst stark stiegen und als Vorläufer gelten. Damit hat die US-Notenbank Fed vielleicht nicht nur 2 Zinsanhebungen für dieses Jahr auf dem Plan, sondern könnte noch aggressiver werden. Neue Erzeugerpreise werden dann ebenfalls im Wochenverlauf veröffentlicht und fügen das Puzzle der Inflation für den Monat Juni genauer zusammen. Darüber sprachen wir ebenso, wie über die Gefahr eines "Sommerlochs". Anhand der Saisonalitäten bildet sich im DAX über lange Zeiträume im Juli ein lokales Hoch aus, was dann erst wieder zum Jahresende hin erreicht wird. Kein typisches "sell in may", wie der Börsenspruch vermuten lässt, aber dennoch ein Anker vor den Sommerferien, welcher historisch bedingt ist.
Weitere Impulse werden von der heute in den USA startenden Quartalssaison erwartet. Traditionell eröffnen die US-Banken die Saison und bringen mit Wells Fargo, JPMorgan Chase oder auch der Citi erste Ergebnisse hervor.
Der Startpunkt der nächsten Traders Circle Session wird erneut am Donnerstag um 15.15 Uhr zur Wall Street Eröffnung stattfinden. Melde Dich gern hierzu an:
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