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MÄRKTE USA/Ausverkauf bei Technologiewerten drückt Börse ins Minus

DJ MÄRKTE USA/Ausverkauf bei Technologiewerten drückt Börse ins Minus

DOW JONES--Verluste bei Technologieaktien lassen die US-Börsen am Mittwoch im Verlauf anfängliche Gewinne abgeben, die sie dank erneut günstiger Inflationsdaten verzeichneten. Denn auch die Erzeugerpreise zeugten von nachlassendem Inflationsdruck im Juni, nachdem am Dienstag schon die Verbraucherpreise positiv überrascht hatten. Die Daten lindern Inflations- und Zinserhöhungsängste. Der Dow-Jones-Index sinkt jedoch gegen Mittag (Ortszeit New York) um 0,1 Prozent auf 52.467 Punkte. Der S&P-500 verliert 0,2 und der Nasdaq-Composite ebenfalls 0,2 Prozent. Der Nasdaq-100 fällt um 1,2 Prozent. Gute Zahlen und ein optimistischer Ausblick des niederländischen Chip-Ausrüsters ASML stützen nicht. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen, die etwa die Aktien von Dell und Sandisk um 13,5 bzw. 14,6 Prozent nach unten schicken. Im Dow Jones sind Cisco mit minus 5 Prozent das Schlusslicht.

Die Erzeugerpreise fielen im Juni zum Vormonat in der Gesamtrate um 0,3 Prozent, während Volkswirte eine Stagnation erwartet hatten. In der Kernrate (ohne Preise für Nahrungsmittel und Energie) wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent verzeichnet; Ökonomen hatten den Anstieg auf 0,3 Prozent geschätzt. Marktbeobachter weisen indessen darauf hin, dass der abgeschwächte Preisauftrieb zum größten Teil dem Ölpreis zu verdanken war, der im Juni wieder auf das Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs gefallen war. In den vergangenen Tagen hat der Ölpreis jedoch im Zuge der wiederaufgeflammten Kampfhandlungen im Iran-Krieg deutlich zugelegt.

Der Empire State Manufacturing Index erreichte im Juli einen Stand von 15,6 Punkten. Im Juni hatte er bei 5,7 Punkten gestanden. Im späteren Verlauf steht noch das Beige Book der US-Notenbank auf der Agenda. Deren Chef Kevin Warsh spricht am Mittwoch vor dem Bankenausschuss des US-Senats, dürfte dort aber im Wesentlichen das wiederholen, was er am Dienstag vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses gesagt hat. Daneben stehen Auftritte weiterer Vertreter der Federal Reserve an.

Unternehmensseitig hat mit Morgan Stanley eine weitere große US-Bank gute Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt. Die Aktie verliert dennoch 0,9 Prozent. Auch hier dürften Gewinnmitnahmen im Spiel sein. Schon die am Vortag veröffentlichten Zahlen von Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan und Wells Fargo hatten überwiegend überzeugt.

Besser als erwartet sind die Quartalszahlen von Johnson & Johnson ausgefallen. Und obwohl der Pharmakonzern auch seinen Ausblick anhob, fällt die Aktie um 1,1 Prozent. Beobachter verweisen darauf, dass der Kurs mit plus 23 Prozent seit Jahresbeginn stärker zugelegt hat als der breite Markt, so dass einige Anleger nun Gewinne mitnehmen dürften. Auch habe der Umsatz der Medizintechniksparte die Erwartungen knapp verfehlt.

Die Blackrock-Aktie verbessert sich um 6,9 Prozent, nachdem der Vermögensverwalter starke Quartalszahlen vorgelegt hat. Das verwaltete Vermögen stieg auf ein Rekordhoch.

Im Fokus steht auch eine mögliche Übernahme: Paypal springen um 16,2 Prozent nach oben. Medienberichten zufolge haben Stripe und die Private-Equity-Gesellschaft Advent International ein Übernahmeangebot für den Zahlungsdienstleister abgegeben.

Am Anleihemarkt kommen die Renditen nach den Erzeugerpreisdaten zurück. Die Zehnjahresrendite sinkt um 3 Basispunkte auf 4,55 Prozent. Der Dollar zeigt sich derweil knapp behauptet. Der Goldpreis profitiert nicht vom schwächeren Dollar und den sinkenden Marktpreisen. Die Feinunze tendiert vielmehr leichter.

Die Ölpreise geben leicht nach, ungeachtet der neuen US-Angriffe auf den Iran und der Blockade der Straße von Hormus. Auch die überraschend stark gesunkenen US-Vorräte stützen nicht. Die Akteure setzten darauf, dass die Kriegsparteien weiter verhandelten, heißt es. Das Barrel Brentöl verbilligt sich um 0,2 Prozent auf 84,58 Dollar.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.466,95  -0,1   -41,32    52.508,27 
S&P-500         7.530,86  -0,2   -12,73    7.543,59 
NASDAQ Comp      26.061,64  -0,2   -45,37    26.107,01 
NASDAQ 100       29.223,03  -1,2  -363,26    29.586,29 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,14 -0,05    4,22      4,14 
5 Jahre           4,27 -0,06    4,35      4,26 
10 Jahre          4,55 -0,03    4,62      4,55 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1435  +0,1   0,0016     1,1419     1,1447 
EUR/JPY          185,44  +0,1   0,1500     185,29    185,3800 
EUR/CHF          0,9227  -0,1  -0,0011     0,9238     0,9237 
EUR/GBP          0,8464  -0,7  -0,0062     0,8526     0,8537 
USD/JPY          162,16  -0,0  -0,0700     162,23    161,9200 
GBP/USD          1,3508  +0,9   0,0119     1,3389     1,3405 
USD/CNY          6,7682  -0,0  -0,0018     6,7700     6,7700 
USD/CNH          6,7708  -0,0  -0,0021     6,7729     6,7695 
AUS/USD          0,6989  +0,2   0,0015     0,6974     0,6990 
Bitcoin/USD      64.770,96  +0,4   232,55    64.538,41   64.180,31 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,44  +0,1    0,10      79,34 
Brent/ICE         84,58  -0,2   -0,15      84,73 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.029,77  -0,6   -24,13    4.053,90 
Silber           56,73  -3,2   -1,89      58,63 
Platin         1.620,03  -0,7   -11,72    1.631,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/sha

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July 15, 2026 12:50 ET (16:50 GMT)

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