DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
US-Erzeugerpreise im Juni gefallen
Die Großhandelspreise sind im vergangenen Monat gesunken. Der Rückgang der Energiepreise im Juni trug dazu bei, die von den Erzeugern verlangten Preise zu dämpfen. Der Erzeugerpreisindex ist im Juni um 0,3 Prozent gesunken, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte, nachdem er im Mai noch um kräftige 0,6 Prozent gestiegen war. Von The Wall Street Journal befragte Analysten hatten für den vergangenen Monat mit stabilen Erzeugerpreisen gerechnet.
US-Rohöllagerbestände sinken stärker als erwartet
Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Woche zum 10. Juli verringert. Sie fielen nach Angaben der staatlichen Energy Information Administration (EIA) um 1,692 Millionen Barrel gegenüber der Vorwoche. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Rückgang um 0,9 Millionen Barrel vorhergesagt. In der Vorwoche hatten sich die Lagerbestände um 2,998 Millionen Barrel erhöht. Die Benzinbestände nahmen nach EIA-Angaben um 1,533 Millionen Barrel ab. Analysten hatten ein Minus von 0,3 Millionen Barrel erwartet, nachdem die Vorräte in der vorangegangenen Woche um 1,904 Millionen gesunken waren. Die Ölproduktion in den USA war in der Woche mit 13,9 Millionen Barrel auf dem Niveau der Vorwoche. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Zuwachs von 0,5 Millionen Barrel.
Produktion im Staat New York hat sich im Juli beschleunigt
Die Aktivität des verarbeitenden Gewerbes im Staat New York ist im Juli laut der jüngsten monatlichen Ausgabe der Empire-State-Manufacturing-Umfrage deutlich schneller als erwartet gewachsen. Die Federal Reserve Bank of New York teilte mit, dass ihr landesweiter Index für die Geschäftsbedingungen im verarbeitenden Gewerbe im Juli eine Wachstumsbeschleunigung aufwies. Der Index stieg auf 15,6, verglichen mit 5,7 im Juni. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten im Konsens einen Wert von 8,4 erwartet.
Kanadas Industrieumsätze steigen im Mai um 1,3% auf Rekordhoch
Die kanadischen Umsätze des verarbeitenden Gewerbes haben im Mai ein Rekordhoch erreicht. Damit setzte sich eine Wachstumsphase fort, die im Berichtsmonat von einer Erholung des Handels mit Kraftfahrzeugen gestützt wurde. Die Industrieumsätze stiegen gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent auf saisonbereinigte 78,09 Milliarden kanadische Dollar, was etwa 55,55 Milliarden US-Dollar entspricht, wie die kanadische Statistikbehörde mitteilte.
Bank of Canada belässt Leitzins unverändert und senkt Wachstumsausblick für 2026
Die Bank of Canada hat ihren Leitzins am Mittwoch unverändert bei 2,25 Prozent belassen, nachdem sie ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr deutlich gesenkt hatte. Vertreter der Zentralbank gehen davon aus, dass die Inflation nach einem Höchststand von über 3 Prozent nachlassen werde, wobei die Preise für Güter ohne Energie weitgehend unter Kontrolle seien. Dies war die sechste Entscheidung in Folge, mit der die Bank of Canada ihren Zielsatz für Tagesgeld unverändert ließ. Die Währungshüter sehen sich mit einer Wirtschaft konfrontiert, die unter ihrem Potenzial operiert, und mit einer erhöhten Inflation aufgrund des Nahost-Konflikts. Alle von Wall Street Journal in der vergangenen Woche befragten Ökonomen hatten keine Änderung des Leitzinses prognostiziert. Die meisten Analysten erwarten, dass die kanadische Zentralbank für den Rest des Jahres untätig bleiben wird.
Nagel: Größere Rolle des Euro stärkt Europas Souveränität
Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hat sich für eine stärkere internationale Rolle für den Euro ausgesprochen, um die europäische Souveränität zu sichern. Obwohl der Euro stabil die weltweite Nummer zwei hinter dem dominierenden US-Dollar bleibe, sei diese Position kein Selbstläufer. Ein einflussreicherer Euro würde Europa unabhängiger von globalen Schwankungen machen: "Eine stärkere Rolle unserer Währung wäre mit einem Zuwachs strategischer Autonomie verbunden", betonte Nagel. Als wichtigstes Fundament für das internationale Vertrauen in die Gemeinschaftswährung nannte Nagel die Unabhängigkeit der Zentralbanken und die Preisstabilität. Am Beispiel der US-Notenbank, die erheblichem politischem Druck ausgesetzt war, warnte er vor den Folgen politischer Einflussnahme. Solche Angriffe würden an den Finanzmärkten unmittelbar als Vertrauensverlust verbucht, der eine Währung nachhaltig belasten könne.
Fed-Präsident Williams - Dauer von Angebots-Nachfrage-Ungleichgewichten durch KI-Investitionen höchst unsicher
Der Präsident der New Yorker Federal Reserve, John Williams, hat die Geldpolitik als gut positioniert bezeichnet, um die Inflation wieder auf den Zielwert zu bringen. Gleichzeitig wies er auf die Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft von Investitionen in KI hin. Bei einer Veranstaltung in New York bekräftigte Williams seine Ansicht, die Inflation sei "unbestreitbar zu hoch". Zu den Gründen für die erhöhte Inflation sagte Williams, dass robuste Investitionen im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) ein Thema seien, das einer weiteren Prüfung bedürfe.
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July 15, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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