DUBLIN/BERLIN (dpa-AFX) - Die hohen Temperaturen sorgen nun auch im vermeintlich immergrünen Irland für Einschränkungen beim Wasserverbrauch. Seit der Nacht gilt in Dublin und Teilen Ostirlands eine sechswöchige "Water Conservation Order" - umgangssprachlich ein "Gartenschlauchverbot". Ähnliche Maßnahmen gibt es bereits in Bayern, Frankreich, Italien und der Schweiz.
Auch in Deutschland spitzt sich die Lage zu: Rund 80 Kommunen müssen nach Angaben des Deutschen Städtetags inzwischen in jedem Hitzesommer sogenannte Allgemeinverfügungen erlassen. Sie beschränken die Nutzung von Trink- oder Grundwasser oder untersagen zeitweise die Entnahme aus Flüssen und Seen.
Der staatliche irische Wasserversorger Uisce Éireann nennt als Grund schwindende Vorräte in Flüssen und Speichern. Landesweit liegt der private Wasserverbrauch rund 20 Prozent über dem üblichen Niveau. Im Großraum Dublin wurden zuletzt täglich bis zu 693 Millionen Liter verbraucht - etwa 50 Millionen mehr als im Durchschnitt. Nennenswerter Regen ist vorerst nicht in Sicht.
Verboten ist unter anderem, mit dem Gartenschlauch Gärten zu bewässern, Autos zu waschen oder größere Schwimmbecken zu füllen. Auch Zierteiche und Springbrunnen dürfen nicht mit Leitungswasser versorgt werden; Fischteiche sind ausgenommen. Verstöße können geahndet werden./DP/zb
