DJ Google verliert EU-Prozess um Strafe in Italien wegen Glücksspielwerbung
Von Edith Hancock
DOW JONES--Google hat einen Rechtsstreit vor einem Gericht der Europäischen Union über Glücksspielwerbung auf seiner Videoplattform Youtube verloren. Der US-Konzern hatte im Jahr 2022 von der italienischen Kommunikationsbehörde AGCOM eine Geldstrafe von 750.000 Euro erhalten. Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) urteilte, dass Google für die Youtube-Videos eines Dritten haftbar gemacht werden kann, wenn der Techgigant eine kommerzielle Partnerschaft mit diesem unterhält.
Die AGCOM hatte die Geldstrafe gegen Google mit der Begründung verhängt, das Unternehmen habe gegen italienisches Recht verstoßen, indem es Videos bereitstellte, die für Online-Glücksspiele warben. Die Videos waren von einem Content-Ersteller gepostet worden, der eine kommerzielle Vereinbarung mit Google hatte.
Google legte in Italien Berufung gegen die Entscheidung ein und argumentierte, dass das Unternehmen nach EU-Recht nicht für die Inhalte Dritter auf Youtube haftbar sei. Die Richter in Italien verwiesen den Fall zur Klärung an das Gericht in Luxemburg. Die Richter des EuGH erklärten, dass Unternehmen nur dann von der Haftung befreit sein können, wenn sie als Vermittler auftreten und keine Kenntnis oder Kontrolle über die online übertragenen Informationen haben. Google habe jedoch vor dem Abschluss seiner kommerziellen Partnerschaft den Inhalt der Videos, das Thema des Kanals, die meistgesehenen oder neuesten Videos sowie andere Daten geprüft.
"Der Betreiber erlangt somit spezifische Kenntnis über den wesentlichen Inhalt einer Reihe von Videos und kann daher nicht geltend machen, als vermittelnder Diensteanbieter zu handeln", erklärten die Richter.
Ein Google-Sprecher erklärte, das Unternehmen prüfe das Urteil.
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July 16, 2026 11:09 ET (15:09 GMT)
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