DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Inflation bleibt schwer prognostizierbare Konjunkturvariable
Federated Hermes gehe weiterhin davon aus, dass die Federal Reserve weitgehend stillhält, während die Inflation eine der am schwierigsten zu prognostizierenden makroökonomischen Variablen bleibt, schreibt Portfoliomanagerin Karen Manna in einer Research Note. Der Übergang vom Niedriginflationsumfeld nach der Finanzkrise 2008/09 zum Inflationsschub nach der Pandemie sei durch Störungen der Lieferketten, sich verschiebende Konsummuster und Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt angetrieben worden, schreibt sie. Wenngleich viele dieser Verwerfungen abgeklungen seien, trübe eine Reihe neuer Variablen weiterhin den Inflationsausblick. Dazu zählten die im vergangenen Jahr eingeführten Zölle, Phasen einer geringeren wirtschaftlichen Visibilität im Umfeld des "Government Shutdown" im vergangenen Herbst, erhöhte Energiepreise und erhebliche KI-bezogene Investitionsausgaben.
Industrieaktivität in der Region Philadelphia hat sich diesen Monat beschleunigt
Die Industrieaktivität in der Region Philadelphia hat sich in diesem Monat laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly Fed) weit stärker als erwartet ausgeweitet. In der Konjunkturumfrage der regionalen Notenbank für das verarbeitende Gewerbe sprang der Index für die aktuelle Geschäftstätigkeit um 31 Punkte auf 41,4 im Juli und erreichte damit den höchsten Stand seit November 2021. Ein Wert von über null deutet auf eine Zunahme der Geschäftsaktivität hin. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 9,8 erwartet. Dem Bericht zufolge meldeten mehr als 53 Prozent der Unternehmen Zuwächse, während nur 12 Prozent von Rückgängen berichteten. Der Index für die aktuellen Neuaufträge stieg auf den höchsten Stand seit November 2021. Auch der Index für die aktuellen Auslieferungen legte zu. Der Index der gezahlten Preise veränderte sich in diesem Monat kaum, während der Index der erhaltenen Preise anstieg. Die Unternehmen erwarten für die nächsten sechs Monate weiterhin ein allgemeines Wachstum.
US-Einzelhandelsumsätze ohne Fahrzeuge im Juni außerhalb der 10-jährigen WSJ-Prognosespanne
Die US-Einzelhandelsumsätze sind im Juni gegenüber Mai um 0,2 Prozent gestiegen und lagen damit innerhalb einer Spanne historischer Prognosen des Wall Street Journal für diesen Indikator. Das Handelsministerium berichtete, dass die Einzelhandelsumsätze ohne Kraftfahrzeuge im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent sanken. Dieser Wert lag außerhalb einer Spanne historischer Prognosen des Journal für den Indikator.
Lagerbestände der US-Unternehmen im Mai weiter gestiegen
Die Lagerbestände der US-Unternehmen sind im Mai wie erwartet leicht gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Donnerstag mitteilte. Bei Herstellern, Einzelhändlern und Großhändlern stiegen die Lagerbestände im Mai gegenüber April um 0,3 Prozent auf 2,736 Billionen US-Dollar. Dies entsprach den Schätzungen von Analysten in der Umfrage des Wall Street Journal. Im April waren die Lagerbestände um 0,6 Prozent gestiegen. Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen lag im Mai bei 1,28, nach 1,39 im Vorjahresmonat. Ein sinkendes Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen deutet darauf hin, dass die Verkäufe die Wiederauffüllung der Lager übertroffen haben.
Zahl der US-Arbeitslosenanträge vergangene Woche unerwartet gesunken
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche entgegen den Erwartungen eines Anstiegs erneut gefallen. In der Woche bis zum 11. Juli lag die Zahl der Erstanträge bei 208.000. Das waren 8.000 weniger als der auf 216.000 nach oben korrigierte Wert der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Anstieg auf 218.000 erwartet. Die fortgeführten Anträge, die ein Maß für die Gesamtzahl der Arbeitslosen sind, beliefen sich in der Woche bis zum 4. Juli auf insgesamt 1,81 Millionen. Sie sanken damit um 16.000 gegenüber dem nach oben revidierten Wert von 1,82 Millionen in der Vorwoche. Die Daten zu den fortgeführten Anträgen werden mit einer Woche Verzögerung zu den Daten der Erstanträge veröffentlicht.
Stimmung der US-Bauunternehmen wegen Sorgen um Erschwinglichkeit weiter schwach
Die Stimmung unter den US-Hausbauern hat sich im Juli weiter eingetrübt. Grund dafür sind die anhaltenden Probleme mit der Erschwinglichkeit von Immobilien, die den gesamten Häusermarkt belasten. Der NAHB/Wells Fargo Housing Market Index, ein Stimmungsindikator für den Markt für neu gebaute Einfamilienhäuser, sank im Juli auf 34 Punkte von 36 im Juni. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen Wert von 35 erwartet. Ein Wert von unter 50 Punkten bedeutet, dass die Einschätzungen der Bauunternehmer zu den aktuellen Verkäufen und den Verkaufserwartungen netto negativ sind. Die Stimmung befinde sich seit 2012 auf dem längsten Abschnitt unter der 40-Punkte-Marke, teilte die NAHB mit.
USA: Zahl der schwebenden Hausverkäufe sinkt im Juni
Die Zahl der schwebenden Hausverkäufe in den USA ist im Juni stärker als erwartet gesunken. Nachfolgend die wichtigsten Punkte aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der National Association of Realtors (NAR). Der Index der schwebenden Hausverkäufe, ein Frühindikator für die Verkäufe von Eigenheimen auf Basis der Vertragsunterzeichnungen, fiel im Juni um 5,4 Prozent auf 72,5. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten einen stagnierenden Wert prognostiziert.
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July 16, 2026 13:15 ET (17:15 GMT)
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