DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Auftragsbestand der deutschen Industrie steigt im Mai
Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Mai auf saison- und kalenderbereinigter Basis um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um 0,9 Prozent, der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland stieg um 2,0 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahresmonat kalenderbereinigt um 9,5 Prozent. Wesentlich getragen wurde die Entwicklung durch den Bereich Maschinenbau mit einem Anstieg von 3,3 Prozent.
Zahl der Baugenehmigungen steigt im Mai
Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist im Mai gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, wurde im Mai der Bau von insgesamt 21.000 Wohnungen genehmigt, was einem Zuwachs von 24,7 Prozent oder 4.200 Genehmigungen gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch der Neubau entwickelte sich positiv: Hier kletterte die Zahl der genehmigten Wohnungen um 29,9 Prozent beziehungsweise 4.100 auf insgesamt 17.800 Einheiten. Ebenfalls im Aufwind präsentierte sich der Bereich der Umbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden. Die Zahl der durch solche Maßnahmen entstehenden Wohnungen stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,0 Prozent oder 100 auf 3.200 Einheiten.
Markt bei EZB als "hawkish genug" eingeschätzt
Da der Markt eine Zinserhöhung für die September-Sitzung der Europäischen Zentralbank und einen weiteren Schritt im März vollständig einpreist, ist die Marktpositionierung zur EZB nun hawkish genug, schreiben die Zinsstrategen der Societe Generale in einer Research Note. Die auf zwei Jahre hinaus gerichteten EZB-Erwartungen befinden sich wieder auf den Höchstständen ihrer jüngsten Spanne, meinen die Strategen. "Dies impliziert Wertpotenzial bei Carry-Geschäften im Hochsommer am vorderen Ende der Renditekurven von Staatsanleihen der Eurozone und ein gutes Einstiegsniveau, um Euro-Steepener zurückzusetzen," sagen sie.
Fed-Präsidentin Logan für Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung
Die Präsidentin der Fed von Dallas, Lorie Logan, ist der Ansicht, dass die Federal Reserve die Zinssätze anheben sollte, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Dies deutet darauf hin, dass sie bereit sein könnte, gegen eine Entscheidung, die Zinsen im weiteren Verlauf dieses Monats stabil zu halten, ein abweichendes Votum einzulegen. In einer Rede in Houston sagte Logan, die am Dienstag veröffentlichten Inflationszahlen für Juni zeigten zwar Fortschritte in Richtung geringerer Preissteigerungen. Sie reichten aber nicht aus, um sie davon zu überzeugen, dass die Inflation auf dem Weg zurück zum 2-Prozent-Ziel der Fed sei.
Fed-Gouverneur Jefferson sieht Zentralbank durch Geldpolitik gut für Risiken aufgestellt
Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte, der derzeitige geldpolitische Kurs dürfte den Arbeitsmarkt weiterhin stützen und es der Inflation gleichzeitig ermöglichen, ihren Rückgang in Richtung des Zielwerts der Fed von 2 Prozent wieder aufzunehmen. Auf einer Veranstaltung in Stanford, Kalifornien, sagte Jefferson, die Leitzinsspanne der Fed von 3,5 bis 3,75 Prozent positioniere die Wirtschaft gut, um auf wirtschaftliche Entwicklungen zu reagieren. Man könne diesen Kurs aber überdenken, falls sich die Inflation nicht bald abkühle.
Japanische Staatsanleihen im Tauziehen zwischen Regierung und Marktkräften
Japanische Staatsanleihen stecken in einem Konflikt zwischen Regierung und Marktkräften, schreiben die Zinsstrategen der Societe Generale in einer Research Note. "Eine lockere Geld- und Fiskalpolitik spricht für höhere Renditen im mittleren Laufzeitenbereich, da das Risiko größerer Aufholzinsschritte zu einem späteren Zeitpunkt real ist, während der 'Policy Put' der Regierung eine Reihe von Maßnahmen ins Spiel brachte, die auf eine Senkung der Renditen abzielten", schreiben sie. Die Strategen erwarten kurzfristig eine gewisse Konsolidierung, da der volle Emissionskalender endet und die politische Planung im Sommer unterbrochen wird.
Trump sät erneut Zweifel an US-Wahlsystem
US-Präsident Donald Trump hat eine außergewöhnliche Ansprache zur Hauptsendezeit gehalten, in der er behauptete, das US-Wahlsystem sei kompromittiert worden. Damit verstärkte er seine Bemühungen, Zweifel an seiner Wahlniederlage im Jahr 2020 zu säen, Skepsis gegenüber den bevorstehenden Zwischenwahlen zu schüren und Druck auf die Kongressmitglieder auszuüben, ein weitreichendes Gesetz zur Wähleridentifikation zu verabschieden. Bei seiner Rede erklärte Trump, er gebe eine Fülle von Geheimdienstdokumenten zur Veröffentlichung frei, die seiner Argumentation nach Versuche der chinesischen Regierung belegten, die US-Wahl 2020 zu stören oder zu beeinflussen.
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July 17, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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