Anzeige
Mehr »
Freitag, 17.07.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Von einer Mine zu drei: Wie Goldgroup die Geschichte still und leise verändert hat
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
348 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE ASIEN/Sehr schwach - Nächste Verkaufswelle bei Halbleiteraktien

DJ MÄRKTE ASIEN/Sehr schwach - Nächste Verkaufswelle bei Halbleiteraktien

Von Steffen Gosenheimer

DOW JONES--Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag überwiegend mit kräftigen Verlusten gezeigt. Sie folgten damit der Vorlage der Wall Street, insbesondere den technologielastigen Nasdaq-Indizes. Einmal mehr kam es zu einer Verkaufswelle im Technologiesektor. Marktteilnehmer erklärten das mit Sorgen über mittlerweile viel zu hohe Bewertungen und verwiesen außerdem auf die andauernd extrem hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Wieder einmal standen besonders Halbleiterwerte unter Druck, die bisherigen Highflyer des Jahres - und das trotz jüngst besser als erwartet ausgefallener Geschäftszahlen von TSMC und ASML. Laut Marktstratege James Ooi von Tiger Brokers hinterfragen die Marktakteure nach der Kursrally im bisherigen Jahresverlauf zunehmend die hohen Bewertungen. Deshalb reichten auch gute Unternehmenszahlen nicht mehr für weitere Kursanstiege.

Während in Seoul wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde, ging es in Tokio für den Topix um 2,7 Prozent nach unten. Der Nikkei-Index gab sogar 4,0 Prozent ab. Der HSI in Hongkong (Späthandel) verlor 2,0 Prozent, der Shanghai-Composite sackte um 3,1 Prozent ab. In Sydney büßte das Marktbarometer 0,5 Prozent ein.

Tendenziell belastend wirkte auch andauernde militärische Gewalt im Nahen Osten mit der Folge einer inzwischen wieder kaum noch passierbaren Straße von Hormus. Der Brent-Ölpreis zeigte sich dessen ungeachtet auf dem zuletzt bereits auf rund 85 Dollar erhöhten Niveau wenig verändert. Die Analysten von ANZ Research bemerkten, dass die Preise weiterhin deutlich unter dem Höchststand von Ende April lägen. Solange der Ölpreis unter 90 Dollar bleibe, seien die Risiken für Wachstum und Inflation in Asien aus ihrer Sicht beherrschbar.

In Tokio rutschten die Kurse KI-naher Aktien wie Advantest um 7,2, Softbank Group um 9,0 oder Tokyo Electron um 8,2 Prozent ab. Murata Manufacturing knickten um 9,1 Prozent ein. In Taiwan verbilligten sich TSMC nach der Vorlage starker Geschäftszahlen am Vortag nach Börsenschluss um 7,3 Prozent. Der Chip-Auftragsfertiger hatte auch angekündigt, zusätzlich 100 Milliarden Dollar in den USA zu investieren, um seine Führungsposition in den globalen Halbleiterlieferketten auszubauen.

In Hongkong, wo zuletzt Kursgewinne von Technologieschwergewichten wie Alibaba, Tencent oder Meituan gestützt hatten, ging es für die Halbleiteraktien Hua Hong Grace und SMIC um 11,2 bzw. 9,6 Prozent südwärts. Alibaba, Meituan und Tencent fielen ebenfalls deutlich um je rund 4,5 Prozent. Montage Technology kamen mit einem Minus von 8,2 Prozent unter die Räder. Der chinesische Speicherchiphersteller hatte eine südkoreanische Kartelluntersuchung bekannt gegeben. Dabei soll es um mögliche Verstöße gegen das südkoreanische Wettbewerbsrecht im Zusammenhang mit angeblicher Preisabsprache bei Halbleiterkomponenten gehen. Die gleiche Razzia richtete sich demnach gegen die koreanischen Niederlassungen von Renesas Electronics aus Japan und Rambus aus den USA. Renesas gaben um 7,7 Prozent nach.

INDEX          zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)  8.796,70  -0,5    +0,9      08:00 
Topix 500 (Tokio)    3.065,45  -2,7   +15,2      08:00 
Kospi (Seoul)      Feiertag       +61,8 
Hang-Seng (Hongkong)  24.516,58  -2,0    -4,3      10:00 
Shanghai-Composite   3.764,15  -3,1    -5,1      09:00 
Straits-Times (Singapur)5.505,93  -0,6   +18,5      11:00 
IDX Comp. (Indonesien) 6.148,75  +0,7   -28,9      10:00 
KLCI (Malaysia)     1.733,78  +0,7    +3,2      10:00 
 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00    Do, 09:03 % YTD 
EUR/USD          1,1447  +0,1   1,1441     1,1468  -2,5 
EUR/JPY          185,70  -0,1   185,79     185,91  +0,9 
EUR/GBP          0,8497  +0,1   0,8488     0,8469  -2,5 
USD/JPY          162,20  -0,1   162,38     162,10  +3,5 
USD/KRW         1.479,99  +0,0  1.479,37    1.478,19  +2,7 
USD/CNY          6,7752  +0,0   6,7726     6,7674  -3,1 
USD/CNH          6,7769  +0,1   6,7730     6,7681  -2,9 
USD/HKD          7,8402  +0,0   7,8397     7,8389  +0,8 
AUD/USD          0,6986  -0,1   0,6996     0,6996  +4,7 
NZD/USD          0,5842  +0,0   0,5840     0,5854  +1,5 
BTC/USD        62.869,09  -1,9 64.104,05    64.722,46 -28,3 
 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         79,60  +0,8    0,65      78,95 
Brent/ICE         84,39  +0,2    0,16      84,23 
 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          3.993,90  +0,6   23,96    3.969,94 
Silber           55,41  -0,2   -0,10      55,51 
Platin         1.580,98  -2,3   -36,52    1.617,50 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 17, 2026 03:20 ET (07:20 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.