DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Inflation im Euroraum sinkt im Juni auf 2,8 Prozent
Der Preisdruck in der Eurozone hat im Juni nachgelassen, was vor allem an fallenden Ölpreisen nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran lag. Die jährliche Inflationsrate sank auf 2,8 (Vormonat: 3,2) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre erste Schätzung vom 30. Juni. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig 2 Prozent an. Die sogenannte Kernteuerung, die besonders volatile Preise außen vor lässt, sank ebenfalls. Die Kernrate (ohne die Preise von Energie, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak) fiel auf 2,4 (2,6) Prozent.
EZB: Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss steigt im Mai
Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums hat im Mai zugenommen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der Aktivsaldo saisonbereinigt 25 (April: 17) Milliarden Euro. In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 16 (18) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 251 (252) Milliarden Euro stiegen und die Importe auf 236 (234) Milliarden.
Exporte Singapurs stützen soliden Wirtschaftsausblick
Das Wachstum der Nicht-Öl-Inlandsexporte Singapurs hat sich im Juni abgeschwächt, was aber den Wirtschaftsausblick der Analysten von Nomura nicht beeinträchtigt. Die allgemeine Exportdynamik sei durch einen Anstieg der Elektroniklieferungen gestützt worden, was im Einklang mit den weiterhin starken weltweiten Chip-Verkäufen und der sich ausweitenden Nachfrage im Bereich der künstlichen Intelligenz stehe, schreiben Euben Paracuelles und Yiru Chen in einem Kommentar. Dies habe geholfen, der Volatilität bei Pharmazeutika und Gold entgegenzuwirken. Nomura hält an seiner über dem Konsens liegenden Prognose für das BIP-Wachstum im Jahr 2026 von 4,6 Prozent fest und sieht Spielraum für eine Anhebung.
AMP: Krieg im Nahen Osten hat wenig erreicht
Die Wiederaufnahme des Krieges im Nahen Osten werfe die Frage auf, was erreicht worden sei, meint Shane Oliver, Chefökonom bei AMP. Der Iran sei wohl nun stärker, da er bewiesen habe, dass er die Meerenge blockieren könne. Seine Regierung vertrete eine härtere Linie, es gebe keine Lösung für seine nuklearen Ambitionen und er verfüge nach wie vor über Raketen und Drohnen, fügt er hinzu. Es gebe Parallelen zu den Kriegen in der Ukraine und in Vietnam, die gezeigt hätten, dass eine überlegene Militärmacht herausgefordert werden könne, auch wenn diese die Weltwirtschaft nicht im gleichen Maße bedroht hätten, so Oliver weiter.
DJG/DJN/apo
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July 17, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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