DJ MÄRKTE USA/Schwache Technologie-Werte belasten die Wall Street
DOW JONES--Ein erneuter Abverkauf bei den Technologiewerten sorgt an der Wall Street auch zum Wochenausklang für kräftige Abgaben. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach dem Start 0,9 Prozent auf 52.075 Punkte. Der S&P-500 reduziert sich um 1,2 Prozent, und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 2,1 Prozent nach unten. Damit verliert die KI-Rally weiter an Schwung. Für die Aktien von Intel, Micron, Marvell Technology und Advanced Micro Devices geht es nach den deutlichen Vortagesverlusten um bis zu 4,3 Prozent weiter abwärts. Nvidia büßen 3,2 Prozent ein.
Dazu kommen die anhaltenden Kämpfe zwischen den USA und dem Iran. Das US-Militär griff in der Nacht auch zivile Ziele an wie Brücken. Damit zeichnet sich eine Verhandlungslösung weiter nicht ab. Die Ölpreise steigen vor diesem Hintergrund weiter und steuern auf einen Wochengewinn von mehr als 10 Prozent zu, da die Angriffe die Furcht vor weitreichenderen regionalen Störungen schüren. Ein Barrel der Sorte Brent gewinnt 3,0 Prozent auf 86,78 Dollar.
Der US-Dollar zeigt sich wenig verändert. Die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund von Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten wird durch geringere Erwartungen an US-Zinserhöhungen ausgeglichen, heißt es.
Der Goldpreis notiert unter der Marke von 4.000 Dollar je Feinunze und steuert auf einen Wochenverlust von mehr als 3 Prozent zu. Die weiter eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran schüren die Befürchtung, dass höhere Energiepreise die Inflation hoch halten und die US-Notenbank zu Zinserhöhungen veranlassen könnten. Die Feinunze notiert bei 3.969 Dollar.
Am Anleihemarkt geben die Renditen nach, im Zehnjahresbereich um 4 Basispunkte auf 4,53 Prozent. Anleihen seien als sicherer Hafen gesucht, heißt es. Zudem zeige sich die US-Wirtschaft trotz anhaltender geopolitischer Spannungen weiter solide.
Im aktuellen Umfeld setzen die veröffentlichten US-Konjunkturdaten keinen Impuls. Die Importpreise erhöhten sich im Juni um 0,3 Prozent, während Analysten hier einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet hatten. Die Baubeginne stiegen im Juni stärker als erwartet, während die Baugenehmigungen kräftiger fielen als erwartet. Der Anstieg der Industrieproduktion blieb leicht unter der Erwartung. Nach der Startglocke folgt noch der Index der Verbraucherstimmung der Uni Michigan für Juli.
Bei den Einzelwerten gibt es negative Nachrichten von Netflix: Der Streaminganbieter rechnet im dritten Quartal mit einer Verlangsamung der Umsatz- und Gewinnzuwächse. Netflix erwartet für das dritte Quartal ein Umsatzwachstum von 11,7 Prozent - der geringste Anstieg im Jahresvergleich in einem Quartal seit Ende 2023. Die gemeldeten Ergebnisse für das zweite Quartal entsprachen in etwa den Erwartungen der Analysten. Für die Netflix-Aktie geht es 11,2 Prozent abwärts.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.075,35 -0,9 -477,62 52.552,97 S&P-500 7.440,55 -1,2 -93,22 7.533,77 NASDAQ Comp 25.385,15 -1,9 -496,80 25.881,95 NASDAQ 100 28.421,69 -2,1 -604,08 29.025,77 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,13 -0,02 4,15 4,11 5 Jahre 4,24 -0,04 4,28 4,23 10 Jahre 4,53 -0,04 4,57 4,52 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:20 Uhr EUR/USD 1,1428 -0,1 -0,0013 1,1441 1,1441 EUR/JPY 185,61 -0,1 -0,1800 185,79 185,8400 EUR/CHF 0,9226 -0,3 -0,0026 0,9252 0,9246 EUR/GBP 0,8502 +0,2 0,0014 0,8488 0,8483 USD/JPY 162,39 +0,0 0,0100 162,38 162,4300 GBP/USD 1,3439 -0,3 -0,0037 1,3476 1,3482 USD/CNY 6,7785 +0,1 0,0059 6,7726 6,7665 USD/CNH 6,7803 +0,1 0,0073 6,7730 6,7728 AUS/USD 0,6971 -0,4 -0,0025 0,6996 0,7001 Bitcoin/USD 62.868,41 -1,9 -1.235,64 64.104,05 64.477,05 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 81,66 +3,4 2,71 78,95 Brent/ICE 86,78 +3,0 2,55 84,23 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 3.969,39 -0,0 -0,55 3.969,94 Silber 55,06 -0,8 -0,44 55,51 Platin 1.563,79 -3,3 -53,71 1.617,50 (Angaben ohne Gewähr) ===
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