FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Freitag etwas zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg am Nachmittag um 0,08 Prozent auf 125,03 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug 3,12 Prozent.
Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Bei neuen massiven Angriffen auf den Iran haben die USA nach Medienberichten auch Infrastruktur beschädigt. Bis zum frühen Freitagmorgen (MESZ) bombardierte das US-Militär eine Reihe von Zielen. Nach iranischen Angaben wurden Brücken, ein Flughafen und Infrastruktur der Seefahrt getroffen. Die erneut gestiegenen Ölpreise belasteten die Anleihen nicht.
Nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt ist Teheran weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert. "Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika", sagte Leavitt am Donnerstag in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. US-Präsident Donald Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife, sagte die Sprecherin.
Die im Tagesverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten sorgen kaum für Ausschläge. Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni abgeschwächt. Die Jahresrate fiel von 3,2 Prozent auf 2,8 Prozent. Es wurde hier aber lediglich eine erste Schätzung bestätigt. Die EZB strebt mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent an. Die Notenbank dürfte daher laut Ökonomen im weiteren Jahresverlauf die Leitzinsen nochmals anheben. Auf der Sitzung am kommenden Donnerstag wird allerdings eine Bestätigung des Leitzinses erwartet./jsl/he
