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MÄRKTE USA/Schwächer - Technologie-Werte mit Licht und Schatten

DJ MÄRKTE USA/Schwächer - Technologie-Werte mit Licht und Schatten

DOW JONES--Ein erneuter Abverkauf bei den Technologiewerten sorgt an der Wall Street auch zum Wochenausklang für Abgaben. Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 0,2 Prozent auf 52.457 Punkte. Der S&P-500 reduziert sich um 0,7 Prozent, und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,1 Prozent nach unten. Damit verliert die KI-Rally weiter an Schwung. Teilweise kommt es allerdings bei Einzelwerten aus dem Sektor zu einer Erholung von den kräftigen Vortagesverlusten. So legen Micro Technology um 4,1 Prozent zu und Marvell Technology gewinnen 1,6 Prozent. Dagegen verlieren Intel weitere 0,8 Prozent und Nvidia büßen 1,1 Prozent ein.

Dazu kommen die anhaltenden Kämpfe zwischen den USA und dem Iran. Das US-Militär griff in der Nacht auch zivile Ziele an, beispielsweise Brücken. Damit zeichnet sich eine Verhandlungslösung weiter nicht ab. Die Ölpreise steigen vor diesem Hintergrund weiter und steuern auf einen Wochengewinn von mehr als 10 Prozent zu, da die Angriffe die Furcht vor weitreichenderen regionalen Störungen schüren. Ein Barrel der Sorte Brent gewinnt 3,3 Prozent auf 87,01 Dollar.

Der US-Dollar zeigt sich wenig verändert. Die Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund von Sorgen über den Konflikt im Nahen Osten wird durch geringere Erwartungen an US-Zinserhöhungen ausgeglichen, heißt es.

Der Goldpreis klettert wieder über die Marke von 4.000 Dollar je Feinunze, steuert aber auf einen Wochenverlust zu. Die Feinunze steigt um 1,2 Prozent auf 4.020 Dollar. Die weiter eskalierenden Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran schüren die Befürchtung, dass höhere Energiepreise die Inflation hoch halten und die US-Notenbank zu Zinserhöhungen veranlassen könnten.

Am Anleihemarkt geben die Renditen nach, im Zehnjahresbereich um 3 Basispunkte auf 4,54 Prozent. Anleihen seien als sicherer Hafen gesucht, heißt es. Zudem zeige sich die US-Wirtschaft trotz anhaltender geopolitischer Spannungen weiter solide.

Im aktuellen Umfeld setzen die veröffentlichten US-Konjunkturdaten keinen Impuls. Die Importpreise erhöhten sich im Juni um 0,3 Prozent, während Analysten hier einen Rückgang um 0,8 Prozent erwartet hatten. Die Baubeginne stiegen im Juni stärker als erwartet, während die Baugenehmigungen kräftiger fielen als erwartet. Der Anstieg der Industrieproduktion blieb leicht unter der Erwartung.

Laut den vorläufigen Ergebnissen der Umfrage der University of Michigan hat sich die wirtschaftliche Stimmung der Amerikaner Anfang des Monats verbessert, da die Benzinpreise sanken. Der Stimmungsindex stieg in seiner ersten Juli-Lesung auf 54,4, nach 49,5 im Juni. Vom Wall Street Journal befragte Analysten hatten einen Stand von 50,5 erwartet.

Bei den Einzelwerten gibt es negative Nachrichten von Netflix: Der Streaminganbieter rechnet im dritten Quartal mit einer Verlangsamung der Umsatz- und Gewinnzuwächse. Netflix erwartet für das dritte Quartal ein Umsatzwachstum von 11,7 Prozent - der geringste Anstieg im Jahresvergleich in einem Quartal seit Ende 2023. Die gemeldeten Ergebnisse für das zweite Quartal entsprachen in etwa den Erwartungen der Analysten. Für die Netflix-Aktie geht es 7,4 Prozent abwärts.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.456,97  -0,2   -96,00    52.552,97 
S&P-500         7.484,64  -0,7   -49,13    7.533,77 
NASDAQ Comp      25.587,30  -1,1  -294,65    25.881,95 
NASDAQ 100       28.740,58  -1,0  -285,19    29.025,77 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,16 +0,01    4,17      4,11 
5 Jahre           4,27 -0,01    4,28      4,23 
10 Jahre          4,54 -0,03    4,57      4,51 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1438  -0,0  -0,0003     1,1441     1,1441 
EUR/JPY          185,84  +0,0   0,0500     185,79    185,8400 
EUR/CHF          0,923  -0,2  -0,0022     0,9252     0,9246 
EUR/GBP          0,8506  +0,2   0,0018     0,8488     0,8483 
USD/JPY          162,45  +0,0   0,0700     162,38    162,4300 
GBP/USD          1,3444  -0,2  -0,0032     1,3476     1,3482 
USD/CNY          6,776  +0,1   0,0034     6,7726     6,7665 
USD/CNH          6,7781  +0,1   0,0051     6,7730     6,7728 
AUS/USD          0,6982  -0,2  -0,0014     0,6996     0,7001 
Bitcoin/USD      63.454,49  -1,0  -649,56    64.104,05   64.477,05 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         82,14  +4,0    3,19      78,95 
Brent/ICE         87,01  +3,3    2,78      84,23 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.019,51  +1,2   49,57    3.969,94 
Silber           56,02  +0,9    0,52      55,51 
Platin         1.597,57  -1,2   -19,93    1.617,50 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 17, 2026 12:33 ET (16:33 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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