BERLIN (dpa-AFX) - In einem Schreiben an die Abgeordneten der Unionsfraktion hat Jens Spahn seinen Rücktritt als Vorsitzender bekanntgegeben. Die Einschätzungen dazu fallen unterschiedlich aus - ein Überblick:
"Die Entscheidung ist richtig und war unvermeidlich. Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut. Ich danke Jens Spahn für die Zusammenarbeit." (Der CDU-Vorsitzende und Bundeskanzler Friedrich Merz)
"Als Mensch kann ich erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben. Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt alles Gute und viel Kraft." (Der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch)
"Wer politische Verantwortung trägt, muss sich an den Maßstäben messen lassen, die er selbst für andere einfordert. Genau daran ist Jens Spahn gescheitert." (Der Linken-Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann)
"Hier ging es nicht allein um eine persönliche Entscheidung, die im Widerspruch zur Beschlusslage seiner Partei stand. Vielmehr haben all die Skandale, Fehlentscheidungen und Führungsschwächen im Amt letztlich zu diesem Punkt geführt." (Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge)
"Schade, dass Jens Spahn nicht erklärt hat, auf Grund eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben." (Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki in der "Rheinischen Post")/csd/DP/zb
