Berlin (ots) -
Am morgigen Dienstag, den 21. Juli, beraten Landesbehörden, Fischerinnen und Fischer sowie Umweltverbände im Rahmen des Fischereidialogs über geplante fischereifreie Gebiete im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Insbesondere mit Blick auf die sogenannte Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen sind die aktuellen Vorschläge aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) jedoch unzureichend: Die Landesregierung will diese zerstörerische Form der Fischerei aus lediglich zehn Prozent des Nationalparks ausschließen.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
"Grundschleppnetze müssen raus aus dem Wattenmeer. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz muss in einem Nationalpark eine ungestörte Entwicklung der Natur im überwiegenden Teil möglich sein. Die für ein Schutzgebiet naturschutzrechtlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung für die Krabbenfischerei wurde zudem nie durchgeführt, dabei sind die negativen und langfristigen Auswirkungen der Krabbenfischerei wissenschaftlich belegt. Dagegen gehen wir in Schleswig-Holstein bereits juristisch vor. Wir fordern die Landesbehörden und -ministerien in Niedersachsen auf, es gar nicht erst darauf anzulegen: Sie müssen jetzt den Dialog nutzen, um die Fischerei im niedersächsischen Wattenmeer auf naturschutzrechtlich sichere Beine zu stellen."
Hintergrund:
Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden jährlich über 22.500 Stunden Grundschleppnetzfischerei betrieben, zu großen Teilen nicht in den von der Landesregierung vorgeschlagenen fischereifreien Zonen. Das hat die DUH zusammen mit der Environmental Justice Foundation (EJF) in einer rechtlichen Beschwerde an die EU-Kommission im April 2025 bereits gemeldet und im Juni 2026 gegen Schleswig-Holstein Klage eingereicht. Dort sind die Dialoge zur Krabbenfischerei vor einem Jahr ergebnislos geplatzt.
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, presse@duh.de
www.duh.de
Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/22521/6317398
Am morgigen Dienstag, den 21. Juli, beraten Landesbehörden, Fischerinnen und Fischer sowie Umweltverbände im Rahmen des Fischereidialogs über geplante fischereifreie Gebiete im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Insbesondere mit Blick auf die sogenannte Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen sind die aktuellen Vorschläge aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) jedoch unzureichend: Die Landesregierung will diese zerstörerische Form der Fischerei aus lediglich zehn Prozent des Nationalparks ausschließen.
Dazu DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner:
"Grundschleppnetze müssen raus aus dem Wattenmeer. Gemäß Bundesnaturschutzgesetz muss in einem Nationalpark eine ungestörte Entwicklung der Natur im überwiegenden Teil möglich sein. Die für ein Schutzgebiet naturschutzrechtlich vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung für die Krabbenfischerei wurde zudem nie durchgeführt, dabei sind die negativen und langfristigen Auswirkungen der Krabbenfischerei wissenschaftlich belegt. Dagegen gehen wir in Schleswig-Holstein bereits juristisch vor. Wir fordern die Landesbehörden und -ministerien in Niedersachsen auf, es gar nicht erst darauf anzulegen: Sie müssen jetzt den Dialog nutzen, um die Fischerei im niedersächsischen Wattenmeer auf naturschutzrechtlich sichere Beine zu stellen."
Hintergrund:
Im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer werden jährlich über 22.500 Stunden Grundschleppnetzfischerei betrieben, zu großen Teilen nicht in den von der Landesregierung vorgeschlagenen fischereifreien Zonen. Das hat die DUH zusammen mit der Environmental Justice Foundation (EJF) in einer rechtlichen Beschwerde an die EU-Kommission im April 2025 bereits gemeldet und im Juni 2026 gegen Schleswig-Holstein Klage eingereicht. Dort sind die Dialoge zur Krabbenfischerei vor einem Jahr ergebnislos geplatzt.
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Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de
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