Zum Wochenstart dürfte der DAX unter der Marke von 24 800 Punkten und damit leicht schwächer eröffnen. Viel Positives hatte das zurückliegende Wochenende auch nicht zu bieten, was die Kauflaune der zurückhaltenden Anleger an diesem Montagmorgen beflügeln könnte. Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran gehen weiter und schieben die Ölpreise über die 90-Dollar-Marke.
In China profitierten heute die Aktien von einer sich fortsetzenden KI-Fantasie und verhalfen zum Wochenstart insbesondere den Halbleiterwerten und Technologieunternehmen auf die Sprünge. In Japan und Südkorea dagegen gerieten diese Aktien genau deshalb unter Verkaufsdruck, da die Konkurrenz aus dem Reich der Mitte zunimmt. Auch die US-Aktien aus diesem Segment dürften zum Wochenstart keine Freudensprünge vollziehen.
Wachstumsdynamik einerseits, dadurch steigender Konkurrenzdruck andererseits beschreiben das Spannungsfeld, in dem sich der Sektor gerade befindet. Großes Potenzial zwingt die Unternehmen gleichermaßen dazu, ihre Positionen zu verteidigen, um weiter mitspielen zu dürfen. Und Anleger versuchen aktuell auszuloten, wer am Ende zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehören könnte.
Im DAX ist dieses Thema eher untergeordnet, da die Technologieaktien von ihrer Gewichtung her keine große Rolle für den Gesamtmarkt spielen. In Frankfurt kehren stattdessen wegen der wieder steigenden Energiepreise die Sorgen der Anleger vor einer Verlängerung der konjunkturellen Delle zurück. Aus technischer Sicht könnte sich der Index heute in einer Handelsspanne zwischen 24 650 und 24 850 Punkten bewegen.
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