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BÖRSE AKTUELL: Ölpreis steigt wieder über 90 Dollar, während chinesische KI-Aktien die Technologiewerte belasten.

Wall Street unter Druck - Tech-Werte belasten den Markt

Die US-Börsen beendeten den Freitag mit deutlichen Verlusten. Der Dow Jones gab um 0,8% nach, der S&P 500 verlor 1,0% und der technologieorientierte Nasdaq fiel um 1,4%. Besonders stark unter Druck stand der Technologiesektor. Netflix brach nach enttäuschenden Quartalszahlen um 7% ein und belastete die Stimmung im gesamten Markt.

Markt News: Nahost-Konflikt bleibt wichtigster Risikofaktor

Die geopolitische Lage im Nahen Osten steht weiterhin im Mittelpunkt der Markt News und sorgt für erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten. Die USA führten die neunte Nacht in Folge Luftangriffe auf Ziele im Iran durch. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) sollen damit die militärischen Fähigkeiten des Iran geschwächt werden, insbesondere mit Blick auf mögliche Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus.

Gleichzeitig weitet sich der Konflikt zunehmend auf weitere Teile der Region aus. Raketenstarts aus Kuwait in Richtung Iran, Explosionen im Süden des Landes sowie weitere Angriffe auf mit den USA verbundene Ziele in Kuwait, Jordanien und Bahrain erhöhen das Risiko einer weiteren militärischen Eskalation. US-Medien berichten zudem, dass die Regierung von Donald Trump die militärische Präsenz in der Region ausbaut und sich auf einen möglichen größeren Konflikt vorbereitet. Der iranische Außenminister erklärte unterdessen, dass diplomatische Gespräche erst dann sinnvoll seien, wenn Teheran eine militärisch stärkere Ausgangsposition erreicht habe. Das dämpft die Hoffnung auf eine schnelle diplomatische Lösung.

Ölpreis steigt wegen Spannungen in der Straße von Hormus

Für zusätzliche Nervosität sorgten Berichte aus dem Iran über die Verminung und Explosion zweier Tanker in der Straße von Hormus - einer der wichtigsten Transportrouten für Rohöl weltweit. Etwa 20% des globalen Ölhandels werden über diese Meerenge abgewickelt. Entsprechend preiste der Markt das steigende geopolitische Risiko rasch ein. Der Brent-Ölpreis kletterte erneut über die Marke von 90 US-Dollar je Barrel. Anleger rechnen zunehmend mit weiteren Versorgungsrisiken und möglichen Einschränkungen beim Öltransport.

KI-Wettbewerb belastet Halbleiter-Aktien

Ein weiteres zentrales Thema der Börse Aktuell bleibt der Wettbewerb im Bereich Künstliche Intelligenz. Das chinesische KI-Unternehmen Moonshot musste die Registrierung für sein Modell Kimi K3 vorübergehend begrenzen, nachdem die Nachfrage die verfügbaren Rechenkapazitäten überstieg.

Die Entwicklung verstärkte die Sorge, dass chinesische KI-Modelle zunehmend mit westlichen Lösungen konkurrieren könnten. Gleichzeitig belastete dies Halbleiterwerte, da Investoren befürchten, dass effizientere und günstigere KI-Modelle die Investitionen in teure Infrastruktur wie GPU-Chips von Unternehmen wie Nvidia oder Micron bremsen könnten. Der Markt bewertet damit die Führungsrolle der USA im KI-Sektor neu und erinnert sich an den sogenannten "DeepSeek-Moment", als chinesische Anbieter ihre Wettbewerbsfähigkeit mit deutlich geringeren Entwicklungskosten unter Beweis stellten.

Asiens Börsen uneinheitlich - PBoC hält Zinsen stabil

Die asiatischen Aktienmärkte schlossen mit gemischter Tendenz. Besonders deutlich fielen die Verluste in Japan und Südkorea aus. Der KOSPI verlor rund 4,5%, nachdem vor allem Technologie- und Halbleiterwerte massiv verkauft wurden. Anleger befürchten, dass die hohen Bewertungen im KI-Sektor zunehmend hinterfragt werden. China entwickelte sich dagegen vergleichsweise stabil. Marktteilnehmer sehen dort mögliche Gewinner der heimischen KI-Entwicklung.

Die chinesische Notenbank (PBoC) beließ ihre Leitzinsen unverändert. Der einjährige LPR blieb bei 3,0%, der fünfjährige LPR bei 3,5%. Damit signalisiert Peking weiterhin einen vorsichtigen Kurs zwischen Konjunkturstützung und Stabilisierung des Yuan.

Devisenmarkt: Höherer Ölpreis belastet asiatische Währungen

Der steigende Ölpreis setzt zahlreiche asiatische Währungen unter Druck. Analysten der MUFG verweisen darauf, dass insbesondere energieimportierende Volkswirtschaften unter höheren Importkosten und einer Verschlechterung ihrer Handelsbilanzen leiden.

Sollten die geopolitischen Spannungen anhalten, könnte dies den US-Dollar zusätzlich stützen.

Edelmetalle

Am Rohstoffmarkt bleibt Gold leicht unter Druck und notiert weiterhin in der Nähe von 4.000 US-Dollar je Unze. Silber entwickelt sich freundlicher und gewinnt rund 1,3%, womit sich der Preis oberhalb von 56 US-Dollar hält.

Kryptowährungen

Auch am Kryptomarkt dominiert eine leicht negative Stimmung. Bitcoin verliert rund 0,4% und testet die Marke von 64.000 US-Dollar. Ethereum zeigt sich stabiler und gibt lediglich leicht bis auf etwa 1.850 US-Dollar nach.

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FAQ

Warum fallen die US-Börsen aktuell? Vor allem geopolitische Risiken, steigende Ölpreise und eine Schwäche im Technologiesektor sorgen derzeit für Verkaufsdruck.

Warum steigt der Ölpreis? Die Eskalation im Nahen Osten und Risiken für die Straße von Hormus schüren Sorgen über mögliche Lieferausfälle.

Warum stehen Halbleiter-Aktien unter Druck? Investoren befürchten, dass effizientere chinesische KI-Modelle den Bedarf an teurer KI-Infrastruktur und Hochleistungschips verringern könnten.

Offenlegung gemäß - 80 WpHG zwecks möglicher InteressenkonflikteDer Autor (m/w/d) kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten investiert sein.Die Autoren der Veröffentlichungen verfassen jene Informationen auf eigenes Risiko. Analysen und Einschätzungen werden nicht in Bezug auf spezifische Anlageziele und Bedürfnisse bestimmter Personen verfasst. Veröffentlichungen von XTB, die bestimmte Situationen an den Finanzmärkten kommentieren sowie allgemeine Aussagen von Mitarbeitern von XTB hinsichtlich der Finanzmärkte, stellen keine Beratung des Kunden durch XTB dar und können auch nicht als solche ausgelegt werden. Die Publikation stellt weder ein Angebot noch eine Beratung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten irgendeiner Finanzanlage dar. XTB ist nicht dazu verpflichtet, die Informationen in dieser Marketingmitteilung zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergänzen, wenn sich ein in dieser Publikation genannter Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme, Einschätzung, Idee oder Prognose ändert oder unzutreffend wird. XTB haftet nicht für Verluste, die direkt oder indirekt durch getroffene Handlungsentscheidungen in Bezug auf die Inhalte der Veröffentlichungen entstanden sind. Wertentwicklungen von Handelswerten aus der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für Wertentwicklungen in der Zukunft! Die bereitgestellten Informationen enthalten KEINE Kostenbetrachtung wie Transaktionskosten, Konvertierungskosten oder Spreads. Solche Kosten können anfallen und die Ergebnisse beeinflussen. Die Rendite kann sich aufgrund von Währungsschwankungen erhöhen oder verringern, wenn die Angaben auf Zahlen beruhen, die auf eine andere Währung als die offizielle Währung des Landes lauten, in dem der Anleger oder potenzielle Anleger ansässig ist bzw in welcher Währung das Handelskonto geführt wird. XTB S.A. (samt Zweigniederlassungen) ist kein Steuerberater und prüft nicht, ob eine Anlageentscheidung für die Kunden steuerlich günstig ist. Die steuerliche Behandlung hängt von den persönlichen Verhältnissen eines Kunden ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Kurse bzw. der Wert eines Finanzinstruments können steigen und fallen. RISIKOHINWEIS für CFDCFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge sowie Gewinne aus der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Inhalte, Newsletter und Mitteilungen von XTB stellen keine Anlageberatung dar. Die Mitteilungen sind als Werbemitteilung zu verstehen.


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