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MÄRKTE EUROPA/Verhaltener Wochenauftakt - Weiter steigender Ölpreis bremst

DJ MÄRKTE EUROPA/Verhaltener Wochenauftakt - Weiter steigender Ölpreis bremst

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich im Frühhandel am Montag knapp behauptet. Der DAX handelt bei 24.825 Punkten. Bremsend wirken die weiter steigenden Ölpreise. Zugleich ist die Nachrichtenlage von Unternehmensseite ist dünn. "Die Schlagzeilen um den Iran und die USA dominieren weiterhin das Geschehen; die anhaltenden Angriffe treiben die Ölpreise nach oben und bereiten Sorgen an den Aktienmärkten", so die Analysten von Intouch Capital Markets. Das mindere den Appetit auf risikoreichere Anlagen.

Die Ölpreise steigen angesichts der anhaltenden militärischen Gewalt zwischen den USA und dem Iran und vor allem der weiter kaum passierbaren Straße von Hormus. Aktuell verteuert sich Brent gegenüber Freitag um gut 2 Prozent auf knapp über 90 Dollar. Das ist das höchste Niveau seit rund einem Monat.

Entsprechend steigt der Branchenindizes der Öl- und Gaswerte um 1,4 Prozent zulegen können. Der Subindex der energiepreisempfindlichen Reise- und Freizeitunternehmen verliert dagegen 1,4 Prozent. Aktien aus dem Technologiesegment, hier hatten zuletzt Papiere von Unternehmen mit KI-Fantasie auf der Verliererseite gestanden, können sich etwas erholen. Der Subindex steigt um 0,4 Prozent.

Der Ölpreis-Anstieg schürt Inflationssorgen und damit Spekulationen über steigende Zinsen. Die Renditen der Anleihen zeigen sich aktuell dennoch kaum verändert. Die am Donnerstag über die Zinsen entscheidende EZB dürfte nach allgemeiner Erwartung diesmal die Füße stillhalten und die Entwicklung zunächst weiter beobachten wollen. Derweil hat der Inflationsdruck auf Produzentenebene in Deutschland im Juni wie erwartet abgenommen, auf Jahressicht aber nicht ganz so deutlich wie vermutet.

Im DAX liegen nachrichtenlos Siemens Energy mit einem Plus von knapp 3 Prozent an der Spitze, gefolgt von RWE (+2,1%).

Unternehmensseitig ist beim Billigflieger Ryanair der Gewinn im ersten Quartal aufgrund niedrigerer Flugpreise und des Gegenwinds durch die Treibstoffkosten gesunken. Laut den Analysten von Morgan Stanley hat Ryanair damit die Erwartungen verfehlt, beim Nettogewinn um 16 Prozent. Die Aktie verliert 6,6 Prozent.

In Zürich geht es für Polypeptide um 4,7 Prozent auf 43,70 Franken nach oben. Samsung Biologics hat ein Übernahmeangebot für den schweizerischen Pharmadienstleister unterbreitet im Volumen von 1,46 Milliarden Franken. Die Aktionäre sollen je 44,31 Franken je Aktie erhalten. Die Prämie ist überschaubar, nachdem der Aktienkurs mit Übernahmefantasie bereits seit April deutlich in die Höhe geschossen war.

INDEX      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50  6.231,79  +0,0    0,92    6.230,87    7,6 
Stoxx-50    5.379,26  -0,1   -5,82    5.385,08    9,4 
DAX      24.824,91  -0,0   -6,07    24.830,98    1,4 
MDAX      31.688,51  -0,6  -176,22    27.039,42    3,5 
TecDAX     3.759,84  -0,3   -10,51    3.091,28    3,8 
SDAX      18.254,77  +0,0    4,12    13.062,07    6,3 
FTSE      10.540,36  -0,6   -60,01    10.600,37    6,1 
CAC       8.339,45  +0,0    0,64    8.338,81    2,3 
SMI      14.263,95  -0,6   -79,75    14.343,70    7,5 
ATX       6.341,76  -0,4   -23,15    6.364,91    19,1 
 
DEVISEN     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:32 
EUR/USD      1,1441  +0,0   0,0002     1,1439   1,1440 
EUR/JPY      185,82  +0,0   0,0800     185,74  185,8700 
EUR/CHF      0,9233  +0,0   0,0001     0,9232   0,9231 
EUR/GBP      0,8494  -0,1  -0,0009     0,8503   0,8503 
USD/JPY      162,4  +0,0   0,0100     162,39  162,4700 
GBP/USD      1,3467  +0,1   0,0014     1,3453   1,3448 
USD/CNY      6,7703  -0,1  -0,0057     6,7760   6,7760 
USD/CNH      6,7722  -0,1  -0,0059     6,7781   6,7776 
AUS/USD      0,6996  +0,2   0,0016      0,698   0,6985 
Bitcoin/USD  64.082,49  -0,7  -419,75    64.502,24 63.354,44 
 
 
ROHOEL      zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex     83,84  +1,6    1,35      82,49 
Brent/ICE     90,72  +3,0    2,62      88,10 
 
 
Metalle     zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold      4.005,50  -0,3   -11,19    4.016,69 
Silber       56,62  +1,3    0,72      55,90 
Platin     1.593,33  +0,1    1,80    1.591,53 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 20, 2026 03:46 ET (07:46 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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