DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutsche Autoexporte nach China brechen ein
Die Exporte der deutschen Automobilindustrie nach China sind in den ersten Monaten dieses Jahres weiter eingebrochen. Von Januar bis Mai wurden Autos und Autoteile im Wert von 4,7 Milliarden Euro in die Volksrepublik ausgeführt und damit 26,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Inzwischen sind Autos nicht mehr die wichtigste Exportkategorie im Handel mit China. Bereits im Jahr 2025 waren die Autoexporte nach China um 33,0 Prozent auf insgesamt 13,6 Milliarden Euro eingebrochen.
US-Justizministerium geht weniger gegen Unternehmenskriminalität vor
Das US-Justizministerium hat die strafrechtliche Verfolgung von Unternehmen wegen des Fehlverhaltens von Mitarbeitern drastisch zurückgefahren, wie jüngste Verfahrensabschlüsse zeigen. Die Trump-Administration beendete zuletzt eine Reihe von Ermittlungen mit milden Auflagen oder stellte die Verfahren gänzlich ein. In Fällen, die unter anderem Alibaba, die EagleBank und die Abbott Laboratories betrafen, verzichtete das Ministerium auf eine Anklage gegen die Unternehmen. Dies geschah selbst dann, wenn die Ermittler von einer Verwicklung von Managern oder Führungskräften ausgingen. In diesen Verfahren wurden auch keine Einzelpersonen angeklagt.
Ölpreis legt nach Kämpfen im Nahen Osten am Wochenende zu
Der Nahostkonflikt rückt für die Anleger wieder in den Mittelpunkt, da sich die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran ausweiten. Die internationalen und US-amerikanischen Ölpreise stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang Juni, wobei die Brent-Rohöl-Futures kurzzeitig die Marke von 90 US-Dollar pro Barrel überschritten. Sie gaben ihre Gewinne wieder ab, nachdem der Iran mitgeteilt hatte, dass er weiterhin den diplomatischen Weg verfolge und Vorschläge von Vermittlern erhalten habe, was die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts nährte.
EU verhängt 550 Mio Euro Geldstrafe gegen chinesische AliExpress
AliExpress wird von der EU wegen der Sicherheit von Produkten zur Kasse gebeten. Wie die EU-Kommission mitteilte, hat sie eine Strafe von 550 Millionen Euro gegen die chinesische E-Commerce-Plattform verhängt, die zum Alibaba-Konzern gehört. Es ist die bislang höchste Geldbuße im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) der EU. Laut Kommission hat die E-Commerce-Plattform nicht genug getan, um das Risiko zu bewerten, dass Nutzer auf ihrer Website illegalen Produkten ausgesetzt werden, oder um angemessen zu verhindern, dass Nutzer mit diesen in Kontakt kommen.
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July 20, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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