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MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Erholung bei Technologie-Werten

DJ MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Erholung bei Technologie-Werten

DOW JONES--Mit keiner klaren Tendenz zeigt sich die Wall Street am Montagmittag (Ortszeit). Vor allem bei den zuletzt stark unter Druck gestandenen Technologiewerten kommt es zu einer Erholung. Übergeordnet stehen allerdings der weiterhin eskalierende Iran-Krieg und die Ölpreis-Entwicklung im Fokus. Der Dow-Jones-Index verliert nach anfänglichen leichten Gewinnen 0,2 Prozent auf 52.031 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich dagegen um 0,4 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,0 Prozent nach oben. Teilnehmer sprechen allerdings auch von Zurückhaltung, da die US-Berichtssaison im Wochenverlauf deutlich Fahrt aufnimmt. So werden unter anderem die Google-Mutter Alphabet, IBM, Texas Instruments, Tesla, Intel und Verizon ihre Geschäftsbücher öffnen. Dies dürfte für wichtige Impulse sorgen, erwarten Beobachter.

Die Ölpreise stiegen zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Anfang Juni, kommen aber von den Tageshochs wieder zurück, nachdem der Iran mitgeteilt hatte, dass er weiter den diplomatischen Weg verfolge und Vorschläge von Vermittlern erhalten habe, was die Hoffnung auf eine Deeskalation des Konflikts nährt. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent liegt wenig verändert knapp über der Marke von 88 Dollar je Barrel, nachdem er zwischenzeitlich schon über 90 Dollar notiert hatte.

"Der Konflikt hat sich merklich verschärft, wobei eine neue Welle von Vergeltungsangriffen unterstreicht, wie schnell sich die Lage verschlechtert", so die Deutsche Bank. "Die Aussichten auf einen diplomatischen Durchbruch bleiben gering", heißt es weiter. "Erhöhte Energiekosten könnten die Erwartungen verstärken, dass die Fed die Zinssätze anheben könnte", so das Research-Haus Hola Prime. Trotz der schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationszahlen aus der vergangenen Woche werde immer noch erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen vor Jahresende anheben werde.

Bei den Einzelwerten erholen sich die Aktien der Chip-Hersteller Micron Technology, Marvell Technology und Intel um bis zu 6,9 Prozent nach den deutlichen Abgaben am Freitag. Auslöser war die Veröffentlichung eines neuen Modells der chinesischen Firma Moonshot KI.

Advanced Micro Devices (AMD) legen um 4,4 Prozent zu. Der Konzern wird künftig enger mit Microsoft zusammenarbeiten. Wie der Chiphersteller mitteilte, weitet er seine Partnerschaft mit dem Softwarekonzern aus. Dieser werde die KI-Chips und Prozessoren der nächsten Generation von AMD in seiner Cloud-Plattform Azure nutzen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Microsoft steigen um 1,5 Prozent.

An US-Konjunkturdaten standen lediglich die Frühindikatoren für Juni auf der Agenda. Diese sind aufgrund schwächerer Konsumausgaben leicht gesunken.

Am Anleihemarkt holen die Renditen ihre Verluste vom Freitag wieder auf. Die Rendite zehnjähriger Papiere steigt um 5 Basispunkte auf 4,59 Prozent.

Der Dollar legt leicht zu - der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent. Der Greenback handelt damit stabil und zeigt kaum eine Reaktion auf die Eskalation der Angriffe zwischen den USA und dem Iran. "Teilweise glauben wir, dass die Märkte den Risiken, die von einer unterbrochenen Energieversorgung ausgehen, inzwischen gelassener gegenüberstehen", so die Analysten von Monex Europe. Da sich die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten wahrscheinlich verlangsamen werde, "erscheint uns ein leichter Rückgang des Dollar fair", ergänzen sie.

Der Goldpreis notiert wenig verändert knapp über der Marke von 4.000 Dollar. "Die jüngste Entwicklung deutet darauf hin, dass die Sorgen über längerfristig höhere Zinsen die traditionelle Anziehungskraft von Gold als sicherer Hafen aufwiegen, wodurch Gold trotz eskalierender geopolitischer Risiken weitgehend in einer engen Handelsspanne verharrt", meint Soojin Kim von MUFG.

Bei den Einzelwerten gewinnen AMC Entertainment 22,2 Prozent, nachdem die Ergebnisse und der Umsatz der Kinokette für das zweite Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen haben. AMC teilte zudem mit, dass 4,3 Millionen Besucher von Donnerstag bis Sonntag seine Kinos in den USA besuchten, um "The Odyssey" zu sehen.

Domino's Pizza erhöhen sich um 3,0 Prozent, nachdem der Umsatz der Fast-Food-Kette im zweiten Quartal die Prognosen der Analysten übertroffen hat.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          52.030,79  -0,2  -115,63    52.146,42 
S&P-500         7.487,34  +0,4   +29,65    7.457,69 
NASDAQ Comp      25.723,74  +0,8  +203,50    25.520,24 
NASDAQ 100       28.887,52  +1,0  +294,86    28.592,66 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,22 +0,05    4,23      4,17 
5 Jahre           4,32 +0,05    4,33      4,27 
10 Jahre          4,59 +0,05    4,60      4,54 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:32 
EUR/USD          1,1412  -0,2  -0,0027     1,1439   1,1440 
EUR/JPY          185,5  -0,1  -0,2400     185,74  185,8700 
EUR/CHF          0,9246  +0,2   0,0014     0,9232   0,9231 
EUR/GBP          0,8506  +0,0   0,0003     0,8503   0,8503 
USD/JPY          162,53  +0,1   0,1400     162,39  162,4700 
GBP/USD          1,3414  -0,3  -0,0039     1,3453   1,3448 
USD/CNY          6,7668  -0,1  -0,0092     6,7760   6,7760 
USD/CNH          6,768  -0,2  -0,0101     6,7781   6,7776 
AUS/USD          0,7004  +0,3   0,0024      0,698   0,6985 
Bitcoin/USD      65.545,83  +1,6  1.043,59    64.502,24 63.354,44 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         82,00  -0,6   -0,49      82,49 
Brent/ICE         88,13  +0,0    0,03      88,10 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.015,16  -0,0   -1,53    4.016,69 
Silber           57,03  +2,0    1,13      55,90 
Platin         1.600,91  +0,6    9,38    1.591,53 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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