Haupttreiber der Märkte
Börse Heute: Die Stimmung an den Finanzmärkten wird von zwei zentralen Entwicklungen geprägt: der weiteren Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie der politischen Unsicherheit im Vereinigten Königreich nach dem Amtsantritt des neuen Premierministers Andy Burnham. US-Präsident Donald Trump erklärte, Iran werde für den Tod amerikanischer Soldaten "teuer bezahlen", wodurch die Unsicherheit an den Rohstoffmärkten zunahm - trotz laufender Bemühungen um eine zehntägige Waffenruhe. Gleichzeitig sorgt die politische Neuordnung in Großbritannien für Druck auf Staatsanleihen, Aktien und das Pfund - eine seltene Kombination an den Finanzmärkten.
Geopolitik
Im Vereinigten Königreich wurde Andy Burnham als neuer Premierminister vereidigt. Rachel Reeves trat als Finanzministerin zurück, nachdem sie das Amt der Verteidigungsministerin abgelehnt hatte. John Healey übernahm das Finanzministerium, was an den Märkten zunächst für Erleichterung sorgte. Im Nahen Osten führten die USA in der neunten Nacht in Folge Luftangriffe gegen den Iran als Reaktion auf Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus durch. Gleichzeitig kündigte die jemenitische Ansar-Allah-Bewegung eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien an, was die Sorgen über mögliche Unterbrechungen der Rohstoffversorgung weiter verstärkte.
Konjunkturdaten
Die britische Wirtschaft bleibt unter Druck. Für 2026 wird ein BIP-Wachstum von lediglich 0,8% erwartet, nach 1,3% im Jahr 2025 und 1,0% im Jahr 2024. Dadurch verfügt die neue Regierung nur über begrenzten Spielraum für zusätzliche Staatsausgaben. Burnham erwägt ein Konjunkturpaket im Umfang von rund 24 Milliarden Pfund, das unter anderem die Verstaatlichung von Thames Water sowie eine Anhebung des Steuerfreibetrags vorsieht. Da bislang keine Finanzierung präsentiert wurde, reagieren Investoren zurückhaltend....
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