DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutscher Einzelhandelsumsatz Mai etwas niedriger als angenommen
Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im Mai etwas niedriger gewesen als bisher angenommen. Wie die Bundesbank mitteilte, stieg er gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Vorläufig war ein Zuwachs von 1,1 Prozent gemeldet worden. Der vorläufig für April gemeldete Umsatzrückgang von 0,4 Prozent wurde auf 0,3 Prozent revidiert. In den Monaten April und Mai zusammen genommen ergibt sich ein Anstieg des Umsatzes gegenüber dem ersten Quartal von 0,1 Prozent.
Deutscher Gastgewerbeumsatz sinkt im Mai
Der Umsatz im Gastgewerbe Deutschlands hat im Mai abgenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sank er gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 2,0 Prozent und lag um 6,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im April war der Umsatz nach revidierten Angaben gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent gestiegen. Vorläufig war eine Stagnation gemeldet worden. Der Umsatz in Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen ging im Mai auf Monatssicht um 0,9 Prozent zurück. Auf Jahressicht ergab sich ein Minus von 2,8 Prozent. In der Gastronomie sank der Umsatz um 1,9 beziehungsweise 7,1 Prozent.
Britische Arbeitslosigkeit bleibt stabil
Die Arbeitslosenquote in Großbritannien ist in den drei Monaten bis Mai unverändert geblieben, während das Lohnwachstum stabil war. Dies nährt die Erwartung, dass die Bank of England die Zinsen in der kommenden Woche unverändert lassen wird. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent und damit unverändert im Vergleich zu den drei Monaten bis April, wie aus den am Dienstag vom nationalen Statistikamt (Office for National Statistics) veröffentlichten Daten hervorgeht. Ein Konsens von Ökonomen, die vom Wall Street Journal befragt wurden, hatte eine Quote von 5,0 Prozent erwartet.
Britische Neuverschuldung sinkt erneut - aber über Ziel
Die Neuverschuldung der britischen Regierung war im Juni um ein Drittel niedriger als ein Jahr zuvor, lag aber für das bisherige Haushaltsjahr dennoch leicht über dem Ziel. Das Statistikamt (Office for National Statistics) teilte am Dienstag mit, dass die Regierung im dritten Monat des neuen Haushaltsjahres 16 Milliarden Pfund (21,49 Milliarden US-Dollar) an neuen Schulden aufgenommen habe. Das seien 7,9 Milliarden Pfund weniger als im gleichen Monat des Jahres 2025. Im bisherigen Verlauf des Haushaltsjahres belief sich die Neuverschuldung auf insgesamt 57,6 Milliarden Pfund. Das ist ein Rückgang von 3,7 Milliarden Pfund im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, liegt aber 2,7 Milliarden Pfund über den Prognosen des Office for Budget Responsibility.
Inflation in Neuseeland zieht im 2. Quartal wegen hoher Kraftstoffpreise an
Die neuseeländischen Verbraucherpreise sind im zweiten Quartal aufgrund stark gestiegener Kraftstoffkosten in die Höhe geschnellt. Dies schürt die Befürchtung, dass die Zinsen in den kommenden Monaten deutlich ansteigen müssen. Der Verbraucherpreisindex stieg im Quartalsvergleich um 1,5 Prozent und im Jahresvergleich per Ende Juni um 4,1 Prozent, wie aus den am Dienstag von StatsNZ veröffentlichten Daten hervorgeht. Die jährliche Inflation im ersten Quartal hatte bei 3,1 Prozent gelegen. Die Inflationsrate liegt nun mehr als doppelt so hoch wie das von der Reserve Bank of New Zealand angestrebte Ziel. Gleichzeitig warnen hochrangige Vertreter der Zentralbank, dass Unternehmen zunehmend bereit zu sein scheinen, Kosten schnell an die Verbraucher weiterzugeben.
EU will nach US-Druck Methan-Regeln lockern
Die Europäische Union lockert die Regeln im Bereich Methan. Wie EU-Kommission empfahl am Montag, dass die EU-Länder die Strafen bei Nichteinhaltung, die im nächsten Jahr in Kraft treten sollten, verschieben. Die Geldstrafen, die bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens betragen können, würden erst 2030 zum Tragen kommen, teilte die Kommission mit. Die EU verlangt von Unternehmen, dass sie die Methanemissionen für importiertes Öl, Erdgas und Kohle überwachen und melden, und wird letztendlich die Menge an Methan deckeln, die pro Einheit importierter Energie emittiert werden darf. Die Staatengemeinschaft will die Methanemissionen reduzieren, da es sich um ein starkes Treibhausgas handelt, das Wärme in der Atmosphäre speichert.
Trumps will Lieferkette für kritische Mineralien durch Erlass sichern
US-Präsident Donald Trump hat am Montag eine Durchführungsverordnung unterzeichnet, mit der die militärische Lieferkette des Landes sowie der Zugang zu kritischen Mineralien gesichert werden soll. Die USA kämpfen derzeit mit der chinesischen Vormachtstellung bei der Herstellung und Verarbeitung von Seltenen Erden, die für die Herstellung von Halbleitern bis hin zu Waffen benötigt werden. Gemäß dem Erlass soll das US-Verteidigungsministerium rüstungsbezogene Lieferketten straffen und zudem einen besseren Einblick in die tieferen Ebenen der Zulieferer von Komponenten gewinnen - von Mineralien und Magneten bis hin zu Chemikalien und Schmiedeteilen. Ziel ist es, jene Komponenten zu identifizieren, die von ausländischen Lieferanten wie China, Nordkorea, Russland und dem Iran stammen.
Trump verhängt zusätzliche Zölle von 50% auf bestimmte kanadische Güter
US-Präsident Donald Trump hat einen zusätzlichen Zoll von 50 Prozent auf bestimmte Güter aus Kanada verhängt, darunter Wein, Hockeyschläger und Zement. Wie das Weiße Haus mitteilte, stellen die Zölle eine Reaktion auf die "diskriminierende Behandlung US-amerikanischer Produkte" durch Kanada dar. Einige Sektoren und Güter, darunter Energie, Kali und Fisch oder kritische Mineralien, sind von den neuen Zöllen ausgenommen. Die Zölle sollen 30 Tage nach der Unterzeichnung in Kraft treten und betreffen kanadische Güter im Wert von etwa 20 Milliarden US-Dollar. Laut dem Weißen Haus sind die Zölle dazu gedacht, Belastungen und Nachteile auszugleichen für das, was es als Kanadas Diskriminierung von US-Gütern, einschließlich Autos, beschrieb.
Schweiz Juni Exporte 24,254 Mrd CHF
Schweiz Juni Importe 20,454 Mrd CHF
Schweiz Juni Handelsbilanz Überschuss 3,8 Mrd CHF
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July 21, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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