Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die Unternehmen in der Eurozone haben die im Zuge des US-Iran-Krieges stark gestiegenen Energiepreise bisher kaum an die Endverbraucher weitergegeben, so Dr. Felix Schmidt, Leitender Volkswirt bei Berenberg.Da zudem die Ölpreise im Juni spürbar nachgegeben hätten, hätten sich die Inflationssorgen der Europäischen Zentralbank (EZB) vorerst etwas gelegt. Die EZB werde daher bei ihrer Sitzung am Donnerstag von einer erneuten Anhebung des Leitzinses absehen und den Einlagesatz bei 2,25 Prozent belassen. Gebannt sei die Inflationsgefahr jedoch nicht: Die jüngste Eskalation im Nahen Osten treibe die Energiepreise bereits wieder an. Die EZB werde daher die Entwicklung im Nahen Osten und die Lage an den Energiemärkten bis zu ihrer übernächsten Sitzung am 10. September genau beobachten. Da jedoch weder Washington noch Teheran Interesse an einer erneuten Eskalation des Konfliktes hätten, rechne Berenberg mittelfristig mit einer Beruhigung an den Energiemärkten. Ohne einen erneuten Energiepreisschock liege der Höhepunkt der durch den Iran-Krieg ausgelösten Inflationswelle höchstwahrscheinlich bereits hinter uns. Eine erneute Eskalation im Nahen Osten würde hingegen das Risiko erhöhen, dass die Inflation wieder steige und die EZB den Leitzins bis zum Jahresende noch weiter anheben müsse. (21.07.2026/alc/a/a) ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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