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MÄRKTE EUROPA/DAX kratzt kurz an 25.000er-Marke - Technologiewerte erholt

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX kratzt kurz an 25.000er-Marke - Technologiewerte erholt

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Dienstagmittag mit leichten Aufschlägen. Der DAX legt um 0,2 Prozent auf 24.892 Punkte zu, im Tageshoch schrammte er mit 24.989 Zählern knapp an der runden Marke vorbei. Der Euro-Stoxx-50 handelt 0,5 Prozent höher, er wird gestützt von einer Erholung bei Technologieaktien. Deren Stoxx-Subindex steigt im Sog günstiger Branchenvorgaben aus den USA und Asien um 1,4 Prozent. Laut einem Bericht plant Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) die Preise bei sowohl fortschrittlichen als auch älteren Chips ab 2027 um bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Favorisiert werden in Europa Aktien aus dem Halbleitersektor wie BE Semiconductor, ASML, STMicro, Infineon, Suss und Aixtron mit Gewinnen bis 5 Prozent.

ZEW mit erwarteter Stimmungserholung

Mit einem Sprung auf 26,3 im Juli ist der ZEW-Index der deutschen Konjunkturerwartungen stärker gestiegen als im Konsens mit 18,0 erwartet. Den erneuten Anstieg werten die Marktstrategen der Helaba positiv. Er zeuge von einer gewissen, konjunkturellen Zuversicht, unabhängig davon, dass die Lage mit der Eskalation am Persischen Golf schwieriger werde. Mit einem größeren Einfluss der Daten auf die EZB-Zinserwartungen sei nicht zu rechnen.

Sartorius & Co leiden unter Danaher-Ausblick

Sartorius (-9,5%) stehen stark unter Abgabedruck. Im DAX geben Merck KGaA (-2,5%), Siemens Healtheneers (-2-2%) und Qiagen (-2%) ebenso deutlicher nach. Im Handel wird auf die Zahlenvorlage des US-Wettbewerbers Danaher verwiesen, die die Stimmung trübe. Während Danaher im zweiten Quartal abgeliefert habe, verfehle der Umsatzausblick für das dritte Quartal die Erwartung. Die Gewinner im DAX heißen Infineon (+2,8%), Siemens Energy (+2,9%) sowie Hochtief (+1,4 %) - sie profitieren von der globalen Erholung der Technologiewerte mit starkem KI-Bezug.

Im Stoxx-600 stellt die Aktie der Mitie mit Plus 38 Prozent den Gewinner. Der Outsourcing-Dienstleister hat einer Übernahme von 3,1 Milliarden Pfund durch den im Besitz von Private-Equity-Investoren befindlichen Konkurrenten OCS Group zugestimmt. Damit endet seine fast vier Jahrzehnte lange Börsenpräsenz in London - das Unternehmen reiht sich in die Liste der jüngsten Übernahmen börsennotierter britischer Firmen in diesem Jahr ein.

In Zürich geht es für Novartis um 2,7 Prozent nach oben. Der Pharmariese ist im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das operative Kernergebnis stagnierte zwar bei 5,94 Milliarden Dollar, übertraf damit aber dennoch die Konsensschätzung von 5,31 Milliarden. Novartis rechnet dessen ungeachtet im Gesamtjahr mit einem Rückgang des operativen Kernergebnisses um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz, obwohl ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Der Kurs des Wettbewerbers Roche fällt um 0,7 Prozent.

Lindt & Sprüngli hat im ersten Halbjahr nur dank Preiserhöhungen einen höheren Nettogewinn erzielt. Das organische Wachstum lag unter Konsens, wie es von Baader heißt. Die Aktie verliert 3,4 Prozent. Ebenfalls in Zürich geht es für Swatch um 2 Prozent südwärts. Der Uhrenhersteller profitierte zwar in den vergangenen Monaten von einer starken Umsatzbeschleunigung, laut den Vontobel-Analysten schlägt sich dies aber noch nicht in der Profitabilität nieder.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.259,38  +0,5   31,98    6.227,40    8,1 
Stoxx-50        5.390,75  +0,4   20,75    5.370,00    9,6 
DAX          24.891,92  +0,2   45,23    24.846,69    1,6 
MDAX          31.630,66  -0,2   -50,05    27.039,42    3,3 
TecDAX         3.758,24  -0,4   -13,35    3.091,28    3,7 
SDAX          18.224,27  -0,3   -59,38    13.062,07    6,1 
FTSE          10.536,63  +0,1   11,87    10.524,76    6,1 
CAC           8.345,75  +0,1    5,64    8.340,11    2,4 
SMI          14.275,65  +0,2   21,29    14.254,36    7,6 
ATX           6.416,94  +0,3   20,14    6.396,80    20,5 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:03 
EUR/USD          1,1421  +0,1   0,0007     1,1414   1,1407 
EUR/JPY          185,88  +0,2   0,4200     185,46  185,4000 
EUR/CHF          0,9255  +0,1   0,0010     0,9245   0,9243 
EUR/GBP          0,8515  +0,2   0,0018     0,8497   0,8493 
USD/JPY          162,73  +0,2   0,2400     162,49  162,5300 
GBP/USD          1,341  -0,1  -0,0018     1,3428   1,3426 
USD/CNY          6,7656  -0,0  -0,0012     6,7668   6,7668 
USD/CNH          6,7667  -0,0  -0,0017     6,7684   6,7694 
AUS/USD          0,7017  +0,3   0,0023     0,6994   0,6999 
Bitcoin/USD      66.243,98  +1,4   910,35    65.333,63 64.538,78 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,55  +1,6    1,32      83,23 
Brent/ICE         90,48  +1,4    1,26      89,22 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.059,95  +1,4   54,24    4.005,71 
Silber           58,85  +4,3    2,43      56,42 
Platin         1.629,22  +2,2   35,22    1.594,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/thl/flf

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July 21, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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