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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Technologietitel gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Technologietitel gesucht

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Dienstag mit Aufschlägen geschlossen. Der DAX legte um 0,7 Prozent auf 25.011 Punkte zu und nahm damit wieder die runde Marke. Der Euro-Stoxx-50 schloss 0,9 Prozent höher, er wurde gestützt von einer Erholung bei Technologieaktien. Deren Subindex stieg im Sog günstiger Branchenvorgaben aus den USA und Asien um 2,3 Prozent. Laut einem Bericht plant Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC), die Preise bei sowohl fortschrittlichen als auch älteren Chips ab 2027 um bis zu zehn Prozent zu erhöhen. Favorisiert werden in Europa Aktien aus dem Halbleitersektor wie BE Semiconductor, ASML, STMicro, Infineon, Suss und Aixtron mit Aufschlägen von bis zu 9,3 Prozent.

ZEW mit erwarteter Stimmungserholung

Mit einem Sprung im Juli war der ZEW-Index der deutschen Konjunkturerwartungen stärker gestiegen als im Konsens erwartet. Den erneuten Anstieg werteten die Marktstrategen der Helaba positiv. Er zeuge von einer gewissen konjunkturellen Zuversicht, unabhängig davon, dass die Lage mit der Eskalation am Persischen Golf schwieriger werde. Mit einem größeren Einfluss der Daten auf die EZB-Zinserwartungen sei nicht zu rechnen.

Sartorius & Co leiden unter Danaher-Ausblick

Sartorius (-7,6%) standen stark unter Abgabedruck. Im DAX gaben Merck KGaA (-0,5%), Siemens Healthineers (-0,8%) und Qiagen (-0,4%) ebenso nach. Im Handel wurde auf die Zahlenvorlage des US-Wettbewerbers Danaher verwiesen, die die Stimmung eingetrübt habe. Während Danaher im zweiten Quartal abgeliefert habe, verfehle der Umsatzausblick für das dritte Quartal die Erwartung, hieß es. Die Gewinner im DAX stellten Infineon (+5,5%) und Siemens Energy (+3,6%) - Hochtief legten um 1,7 Prozent zu. Die Titel profitierten von der globalen Erholung der Technologiewerte mit starkem KI-Bezug.

Im Stoxx-600 zeigte sich die Aktie von Mitie mit über 39 Prozent im Plus weit vorn. Der Outsourcing-Dienstleister hat einer Übernahme über 3,1 Milliarden Pfund durch den im Besitz von Beteiligungsgesellschaften befindlichen Konkurrenten OCS zugestimmt. Damit endete seine fast vier Jahrzehnte währende Börsenpräsenz in London - das Unternehmen reihte sich in die Liste der jüngsten Übernahmen börsennotierter britischer Firmen in diesem Jahr ein.

In Zürich ging es für Novartis um 2,1 Prozent nach oben. Der Pharmariese ist im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das operative Kernergebnis stagnierte zwar, übertraf aber dennoch die Konsensschätzung.

Lindt & Sprüngli hat im ersten Halbjahr nur dank Preiserhöhungen einen höheren Nettogewinn erzielt. Das organische Wachstum lag unter Konsens, wie es von Baader hieß. Die Aktie verlor 2,1 Prozent. Ebenfalls in Zürich rutschten Swatch um 8,2 Prozent ab. Der Uhrenhersteller profitierte zwar in den vergangenen Monaten von einer starken Umsatzbeschleunigung, laut Vontobel schlug sich dies aber noch nicht in der Ertragskraft nieder.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.285,63  +0,9   58,23    6.227,40    8,5 
Stoxx-50        5.408,52  +0,7   38,52    5.370,00    9,9 
DAX          25.011,35  +0,7   164,66    24.846,69    2,0 
MDAX          31.812,87  +0,4   132,16    27.039,42    3,9 
TecDAX         3.777,18  +0,2    5,59    3.091,28    4,3 
SDAX          18.361,84  +0,4   78,19    13.062,07    7,0 
FTSE          10.585,91  +0,6   61,15    10.524,76    6,5 
CAC           8.363,14  +0,3   23,03    8.340,11    2,6 
SMI          14.298,26  +0,3   43,90    14.254,36    7,7 
ATX           6.511,24  +1,8   114,44    6.396,80    21,9 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:03 
EUR/USD          1,1407  -0,1  -0,0007     1,1414   1,1407 
EUR/JPY          185,96  +0,3   0,5000     185,46  185,4000 
EUR/CHF          0,9263  +0,2   0,0018     0,9245   0,9243 
EUR/GBP          0,8527  +0,4   0,0030     0,8497   0,8493 
USD/JPY          163,01  +0,3   0,5200     162,49  162,5300 
GBP/USD          1,3372  -0,4  -0,0056     1,3428   1,3426 
USD/CNY          6,7656  -0,0  -0,0012     6,7668   6,7668 
USD/CNH          6,767  -0,0  -0,0014     6,7684   6,7694 
AUS/USD          0,7007  +0,2   0,0013     0,6994   0,6999 
Bitcoin/USD      66.651,85  +2,0  1.318,22    65.333,63 64.538,78 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,54  +2,8    2,31      83,23 
Brent/ICE         91,48  +2,5    2,26      89,22 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.074,62  +1,7   68,91    4.005,71 
Silber           58,96  +4,5    2,54      56,42 
Platin         1.627,69  +2,1   33,70    1.594,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 21, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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