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(1)

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA I

Airbus hat sich neue Mittelfristziele gesetzt und strebt in den kommenden drei Jahren eine deutliche Steigerung des operativen Gewinns an. Zudem will der Flugzeugbauer die Ausschüttungen an die Aktionäre erhöhen, unter anderem über ein Aktienrückkaufprogramm. Der Verwaltungsrat genehmigte ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Euro genehmigt. Es soll über einen Zeitraum von drei Jahren umgesetzt werden. Der Ausblick für dieses Jahr wurde bestätigt. Airbus peilt für 2029 ein bereinigtes EBIT von 12 bis 13 Milliarden Euro an. Für dieses Jahr sind weiterhin 7,5 Milliarden Euro vorgesehen nach 7,1 Milliarden 2025. Die Prognose für 2026 umfasst neben dem EBIT einen Freien Cashflow vor Kundenfinanzierungen auf Vorjahresniveau von 4,5 Milliarden Euro. Die Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen will der Konzern im laufenden Jahr auf rund 870 Flugzeuge steigern, von 793 Maschinen im vergangenen Jahr. Die Ergebnisse für das erste Halbjahr wird Airbus kommende Woche veröffentlichen,

TAGESTHEMA II

Der Anlagenbauer Gea hat seine Jahresprognose nach starker operativer Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal angehoben. Sowohl die Vorjahreszahlen als auch die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen und der Ausblick auf das zweite Halbjahr sei positiv, teilte der DAX-Konzern mit. Im Zeitraum April bis Juni stieg der Auftragseingang auf Basis vorläufiger Zahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,2 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Analysten hatten laut Gea mit 1,41 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz legte um 10 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro zu und übertraf ebenso die Analystenschätzung von 1,38 Milliarden. Das organische Umsatzwachstum war mit 11 Prozent deutlich höher als der Konsens von 6,3 Prozent. Das EBITDA vor Restrukturierungsaufwund erhöhte sich um 15,6 Prozent auf 250 (Konsens: 233) Mioen Euro, die EBITDA-Marge stieg auf 17,4 von 16,5 Prozent gegenüber einer Konsensschätzung von 16,9 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Gea nun ein organisches Umsatzwachstum von 6,0 bis 8,0 (bisher: 5,0 bis 7,0) Prozent und eine EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwund von 17,0 bis 17,4 (16,6 bis 17,2) Prozent. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag im zweiten Quartal bei 36,8 Prozent. Sie soll im Gesamtjahr nun 36,0 bis 40,0 statt 34 bis 38 Prozent erreichen,

AUSBLICK UNTERNEHMEN

DEUTSCHE BÖRSE (19:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Mioen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro):

PROG PROG PROG 
2. QUARTAL             2Q26 ggVj Zahl  2Q25 
Nettoerloese            1,588  +6%  13 1,505 
Operative Kosten           642  +3%  12  620 
EBITDA                953  +7%  13  891 
Ergebnis nach Steuern/Dritten    551  +8%   8  509 
Ergebnis je Aktie          3,03  +9%  13  2,77 
 

FLATEXDEGIRO (18:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Mioen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro):

PROG PROG PROG 
2. QUARTAL     2Q26 ggVj Zahl 2Q25 
Umsatz        163 +23%   8  132 
Provisionserträge  106 +25%   7  85 
Zinserträge      50 +18%   7  43 
EBITDA        87 +37%   8  63 
EBITDA-Marge    53,1  --  -- 47,9 
Konzernergebnis    55 +38%   3  40 
Ergebnis je Aktie  0,48 +33%   2 0,36 
 

Weitere Termine:

06:45 NO/Equinor ASA, Ergebnis 2Q

06:50 ES/Banco Santander SA, Ergebnis 1H

07:00 IT/Unicredit SpA, Ergebnis 1H

07:00 NL/Akzo Nobel NV, Ergebnis 2Q

07:00 FR/Alstom SA, Umsatz 1Q

07:30 NL/KPN NV, Ergebnis 1H

09:00 ES/Iberdrola SA, Ergebnis 1H

12:30 US/AT&T Inc, Ergebnis 2Q

12:30 US/GE Vernova Inc, Ergebnis 2Q

13:00 US/Philip Morris International Inc, Ergebnis 2Q

22:01 US/Texas Instruments Inc, Ergebnis 2Q

22:05 US/Alphabet Inc (Google-Holding), Ergebnis 2Q

22:05 US/International Business Machines Corp (IBM), Ergebnis 2Q

22:05 US/Tesla Inc, Ergebnis 2Q

AUSBLICK KONJUNKTUR

- GB 
  08:00 Verbraucherpreise Juni 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm/+2,7% gg Vj 
     zuvor:  +0,2% gg Vm/+2,8% gg Vj 
 
     Erzeugerpreise Juni 
     Output-Basis 
     PROGNOSE: k,A, 
     zuvor:  +0,5% gg Vm/+4,0% gg Vj 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
              zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.143,00  +0,2 
E-Mini-Future S&P-500   7.534,00  -0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.160,00  -0,5 
Topix (Tokio)       4.044,68  +0,7 
Hang-Seng (Hongk.)    24.873,15  -1,0 
Shanghai-Comp.       3.867,26  +0,1 
 
Dienstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25,011,35  +0,7 
DAX-Future    25,142,00  +0,7 
MDAX       31,812,87  +0,4 
TecDAX       3,777,18  +0,2 
SDAX       18,361,84  +0,4 
Euro-Stoxx-50   6,285,63  +0,9 
Stoxx-50      5,408,52  +0,7 
XDAX       25,068,93  +0,2 
Dow-Jones     52,224,64  +0,7 
S&P-500      7,509,20  +0,9 
Nasdaq Composite 25,837,21  +1,3 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktienmärkte werden nach einer guten Vorgabe der Wall Street leicht im Plus erwartet. Rückenwind für den deutschen Leitindex dürfte von guten Geschäftszahlen der DAX-Unternehmen Airbus und Gea kommen. Derweil gehen die Anleger mit der aktuellen Eskalation im Nahen Osten erstaunlich entspannt um. Die Ölpreise steigen weiter, Brent liegt aktuell bei 92,27 Dollar, auf einem 6-Wochen-Hoch. Für QC-Marktstratege Thomas Altmann ist eine Blockade saudi-arabischer Ölexporte über das Rote Meer, wie von den Huthi-Rebellen angekündigt, noch nicht eingepreist. Der erneute Preisanstieg bei Öl und Gas schüre derweil Inflationsängste und lasse die Zinsen entsprechend steigen. Die Angst, den fahrenden Zug zu verpassen, treibe die Anleger um. Weiter überwiege die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Eskalation und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Je länger die Eskalation anhalte, desto weniger dürften die Aktienmärkte allerdings darum herumkommen, diesen gefährlichen Mix aus steigenden Energie- und steigenden Finanzierungskosten einzupreisen.

Rückblick: Freundlich - Eine Erholung bei Technologieaktien im Zuge der seit einiger Zeit zu beobachtenden Berg- und Talfahrt sorgte auch in der Breite für anziehende Kurse. Der Stoxx-Subindex der Technologieaktien gewann 2,3 Prozent. Als einen Treiber machten Teilnehmer Preiserhöhungspläne von TSMC aus. Favorisiert wurden Aktien aus dem Halbleitersektor wie BE Semiconductor, ASML, STMicro, Infineon, Suss und Aixtron mit Aufschlägen von bis zu 9,3 Prozent. Im Sog legten aber auch die Kurse von Stromversorgern zu angesichts des Strombedarfs der Netzinfrastruktur für neue KI-Rechenzentren. Siemens Energy stiegen um 3,6 und Schneider um 1,6 Prozent. Mitie schnellten um über 39 Prozent nach oben, getrieben durch eine Übernahme des Outsourcing-Dienstleisters für über 3,1 Milliarden Pfund durch den Konkurrenten OCS. Für Novartis ging um 2,1 Prozent nach oben. Der Pharmariese kehrte im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurück, das operative Kernergebnis stagnierte zwar, übertraf aber dennoch die Konsensschätzung. Swatch rutschten nach der Zahlenvorlage um 8,2 Prozent ab. Die Analysten von Vontobel bemängelten, dass die Profitabilität der Umsatzentwicklung hinterherhinke.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Der DAX nahm wieder die runde Marke von 25,000 Punkten. Sartorius standen stark unter Abgabedruck, die Aktie verlor 7,6 Prozent; Abgaben von bis zu 0,8 Prozent sahen Merck KGaA, Siemens Healthineers und Qiagen, nachdem der US-Wettbewerber Danaher mit einem enttäuschenden Ausblick die Stimmung für die Branchenwerte getrübt hatte. Jungheinrich fielen zunächst, erholten sich dann aber und schlossen 0,5 Prozent höher. Die Bafin hat die Prüfung des Halbjahresabschlusses 2025 eingeleitet, die laut Analysten fundamental für die Ergebnisse des Gabelstaplerherstellers aber unwesentlich sein dürfte. Fraport gaben um 1,2 Prozent nach, gedrückt durch eine Abstufung durch Barclays. Die wenig liquide Aktie von Hamburger Hafen & Logistik schloss 0,9 Prozent im Plus. Das Unternehmen hatte die Gewinnprognose gesenkt. Drägerwerk hob dagegen die Margenprognose nach Zollrückerstattungen an, der Kurs stieg um gut 4 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Airbus wurden auf der Plattform Tradegate 2,5 Prozent höher gesehen, nachdem das Unternehmen am Abend über neue Mittelfristziele und ein neues Aktienrückkaufprogramm informiert hatte. Gea wurden bei Lang & Schwarz um 3,5 Prozent nach oben gesetzt, nach der Erhöhung der Prognose (siehe Tagesthema)

USA - AKTIEN

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 22, 2026 01:39 ET (05:39 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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