Linz (www.anleihencheck.de) - Die ungarische Notenbank MNB hat ihren Leitzins gestern zum zweiten Mal in Folge gesenkt, nach der Juni-Sitzung folgte nun ein weiterer Schritt um 25 Basispunkte, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.Möglich sei die Lockerung durch eine überraschend günstige Inflationsentwicklung geworden, denn die Verbraucherpreise in Ungarn seien im Juni nur noch um 1,7 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und lägen damit klar unter dem Notenbankziel. Auch die Kerninflation sei mit 2,0 Prozent moderat geblieben, gestützt von rückläufigen Risikoprämien auf ungarische Vermögenswerte. Notenbankchef Mihály Varga habe signalisiert, dass angesichts dieser Entwicklung weitere Lockerungsschritte im Raum stünden, die endgültige Entscheidung darüber solle aber erst nach dem Inflationsbericht im September fallen. Für die Wirtschaft des Landes sei die Zinswende ein Signal der geldpolitischen Normalisierung, nachdem die Notenbank lange mit hohen Sätzen gegen den Preisdruck habe ankämpfen müssen. Anleger hätten den Schritt als weitgehend erwartet gewertet, dennoch bleibe Ungarn unter den Notenbanken der Region ein Sonderfall, der geldpolitisch spürbar lockerer unterwegs sei als etwa Tschechien. ...Den vollständigen Artikel lesen ...
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