DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
REFORMEN - Die Reformen der Bundesregierung könnten mittelfristig knapp 20.000 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Dies geht aus Berechnungen des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Die Zeit hervor. Demnach erhöht sich das Arbeitsangebot bei Umsetzung der Maßnahmen um 19.000 sogenannte Vollzeitäquivalente - es wird also unter dem Strich so viel Mehrarbeit angeboten, wie es 19.000 Vollzeitstellen entspricht. Die Koalition hatte sich im Juli auf umfangreiche Reformen im Steuerrecht, im Gesundheitsbereich sowie bei der Pflege und der Rente verständigt. Den Berechnungen des ZEW liegen die auf den Weg gebrachten Maßnahmen zugrunde, soweit sie über verfassungsrechtliche Bestimmungen wie die regelmäßige Anpassung des Grundfreibetrags in der Einkommensteuer hinausgehen. Damit liegt nun erstmals eine wissenschaftlich abgesicherte Analyse der Folgen des Reformpakets vor. (Die Zeit)
WACHSTUM - Die deutsche Wirtschaft wird aller Voraussicht nach bis zur Mitte des Jahrhunderts nur sehr verhalten wachsen - und selbst das nur, wenn die Unternehmen sehr viel stärker als bisher digitale Lösungen, Künstliche Intelligenz (KI) und weitere technologische Innovationen in ihre Produktion einbauen. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Prognos für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Da wegen zu geringer Geburtenraten immer weniger Menschen für den hiesigen Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden und zugleich die Fertigung schon heute stark maschinell geprägt sei, werde der technische Fortschritt zunehmend zur einzigen Wachstumsquelle, heißt es in der Untersuchung. Anders ausgedrückt: "Ohne technischen Fortschritt würde die deutsche Volkswirtschaft in den kommenden Dekaden schrumpfen." (Süddeutsche Zeitung)
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July 23, 2026 00:18 ET (04:18 GMT)
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