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MARKT USA/Durchwachsene Tech-Zahlen und Ölpreis dürften Börse bremsen

DJ MARKT USA/Durchwachsene Tech-Zahlen und Ölpreis dürften Börse bremsen

An den US-Börsen zeichnen sich zum Start in den Donnerstagshandel kleine Verluste ab. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas leichter, nachdem Zahlen und Ausblicke von Technologieunternehmen Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) nicht ausräumen konnten. Zudem dauert der Iran-Krieg noch immer an. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben Angriffe auf zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer gemeldet.

Die Nachrichtenlage zu dem Konflikt im Nahen Osten treibt den Ölpreis weiter nach oben. Nur noch wenige Schiffe passieren die Straße von Hormus. Und aus Daten von Kplr geht hervor, dass immer mehr Schiffe auch die Route durch das Rote Meer meiden, nachdem die Huthi eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt haben. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 4,4 Prozent auf 98,18 Dollar. Am Anleihemarkt ziehen die Renditen etwas an, im Zehnjahresbereich um 2 Basispunkte auf 4,68 Prozent. Der Dollar zeigt sich kaum verändert. Der Euro notiert bei 1,1410 Dollar. Die Akteure am Devisenmarkt warten auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Beobachter erwarten mehrheitlich, dass die EZB den Leitzins auf dem aktuellen Niveau halten wird. Spannend könnte die anschließende Pressekonferenz mit EZB-Präsidentin Christine Lagarde werden angesichts von Spekulationen über ihre Zukunft.

An Konjunkturdaten werden am Donnerstag der Chicago Fed National Activity Index und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht. Geschäftszahlen werden noch vor der Startglocke unter anderem Honeywell, RTX, American Airlines, T-Mobile und Lockheed Martin vorlegen. Nach Handelsschluss wird Intel über den Verlauf des zweiten Quartals berichten.

Die Aktien von Alphabet geben vorbörslich um rund 4 Prozent nach. Die Google-Mutter hat ihre KI-Investitionspläne für dieses Jahr erneut angehoben. Aufgrund der hohen Ausgaben verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow, was die Nervosität der Anleger schürt, wie Händler sagen. Darüber verpuffe, dass Alphabet im Quartal mit Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen habe.

Die Tesla-Aktie fällt um 5,7 Prozent. Auch hier haben KI-Kosten zu einem negativen Cashflow geführt. Der Gewinn verfehlte die Erwartungen.

Der Kurs von IBM fällt um 0,1 Prozent. Der Konzern hatte die Anleger schon in der vergangenen Woche mit einer Gewinnwarnung auf enttäuschende Zahlen und einen schwachen Ausblick eingestimmt, worauf IBM ein Viertel ihres Marktwerts verloren. Die endgültigen Zahlen enthielten keine großen Überraschungen mehr.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,32 +0,01    4,32      4,30 
5 Jahre           4,43 +0,02    4,43      4,40 
10 Jahre          4,68 +0,02    4,68      4,65 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09 
EUR/USD          1,1412  +0,0   0,0002     1,1410   1,1409 
EUR/JPY          186,44  +0,2   0,2700     186,17  185,9700 
EUR/CHF          0,9297  +0,0   0,0004     0,9293   0,9263 
EUR/GBP          0,8532  +0,0   0,0002      0,853   0,8530 
USD/JPY          163,36  +0,1   0,2300     163,13  162,9900 
GBP/USD          1,3373  +0,0   0,0002     1,3371   1,3370 
USD/CNY          6,7694  -0,1  -0,0031     6,7725   6,7656 
USD/CNH          6,7694  -0,1  -0,0056     6,7750   6,7672 
AUS/USD           0,7  +0,1   0,0004     0,6996   0,7006 
Bitcoin/USD      65.659,87  -0,3  -225,59    65.885,46 66.636,24 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,08  +3,7    3,25      86,83 
Brent/ICE         98,18  +4,4    4,11      94,07 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.091,93  -0,9   -37,42    4.129,35 
Silber           58,78  -1,5   -0,92      59,71 
Platin         1.625,97  -1,1   -18,78    1.644,75 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/hab

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July 23, 2026 06:00 ET (10:00 GMT)

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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