DJ Jungheinrich passt Prognosen für 2026 an
DOW JONES--Das Hamburger Logistikunternehmen Jungheinrich hat seine Jahresprognosen für 2026 überarbeitet. Dank erfolgreicher Vertriebsaktivitäten schraubt das SDAX-Unternehmen seine Erwartungen beim Auftragseingang auf 5,5 bis 6,1 (bisher: 5,4 bis 6,0) Milliarden Euro und beim Konzernumsatz auf 5,3 bis 5,9 (bisher: 5,2 bis 5,8) Milliarden Euro nach oben.
Trotz des höheren Geschäftsvolumens gerät die Ergebnisseite jedoch unter Druck. Das operative Ergebnis (EBIT) wird nur noch zwischen 340 und 400 (bisher: 380 bis 450) Millionen Euro, was einer EBIT-Rendite von 6,2 bis 7,0 Prozent entspricht. Zuvor waren hier 7,2 Prozent bis 8,0 Prozent erwartet worden.
Neben einem weiterhin intensiven Wettbewerbsumfeld und veränderten Materialkosten belasten laut Mitteilung nachlaufende Effekte eines Streiks im Werk Lüneburg sowie der wegfallende Ergebnisbeitrag der ehemaligen russischen Tochtergesellschaft das Ergebnis. Zudem führe eine angestrebte steuerliche Einigung für die Jahre 2017 bis 2023 zu einer Sonderbelastung von rund 13 Millionen Euro.
Auch die Erwartung an den Free Cashflow schrumpfte deutlich, vor allem durch M&A-Aktivitäten, von bisher über 250 Millionen Euro auf nun mehr als 50 Millionen Euro.
Die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal spiegeln diese Entwicklung wider: Bei leicht gestiegenem Umsatz von 1,397 Milliarden Euro (Vorjahr 1,351 Milliarden) sank das EBIT auf 88 Millionen Euro (Vorjahr: 106 Millionen). Den vollständigen Zwischenbericht veröffentlicht Jungheinrich am 11. August 2026. Nach Steuern sank der Gewinn auf 47 Millionen Euro von 70 Millionen, der Gewinn je Vorzugsaktie auf 0,47 Euro von 0,70 Euro.
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July 23, 2026 06:56 ET (10:56 GMT)
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