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MÄRKTE USA/Iran-Krieg und Alphabet dürften Börse belasten

DJ MÄRKTE USA/Iran-Krieg und Alphabet dürften Börse belasten

DOW JONES--An den US-Börsen zeichnen sich zum Start in den Donnerstagshandel Verluste ab. Die Aktienterminkontrakte auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich leichter, nachdem Geschäftszahlen und Ausblicke von Technologieunternehmen Zweifel an der Tragfähigkeit der massiven Investitionen in die Künstliche Intelligenz (KI) nicht ausgeräumt haben. Zudem droht im Iran-Krieg eine weitere Eskalationsstufe. Die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen haben Angriffe auf zwei saudische Öltanker im Roten Meer gemeldet. Zudem verlegen die USA massiv Streitkräfte und Waffen in die Region, wie das Wall Street Journal berichtet.

Die Nachrichtenlage zu dem Konflikt im Nahen Osten treibt den Ölpreis weiter nach oben. Nur noch wenige Schiffe passieren die Straße von Hormus. Und aus Daten von Kpler geht hervor, dass immer mehr Schiffe auch die Route durch das Rote Meer meiden, nachdem die Huthi eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt haben. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 4,4 Prozent auf 98,18 Dollar. "Die Inflation steht heute ganz oben auf der Agenda der Märkte", konstatiert Marktstretege Henry Allen von der Deutschen Bank.

Am Anleihemarkt ziehen die Renditen mit dem inflationstreibenden Ölpreisanstieg immer weiter an. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 4,70 Prozent 4 Basispunkte mehr ab. Die Sorge besteht, dass die US-Notenbank die Zinsen eher anheben könnte, falls die Ölpreise infolge der anhaltenden Störung der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus weiter steigen sollten. Diese Überlegung treibt auch den Dollar - der Dollar-Index legt um 0,2 Prozent zu. Gold verbilligt sich dank der Dollar-Stärke und der Spekulation auf höhere Zinsen um 1,1 Prozent.

An Konjunkturdaten werden am Donnerstag der Chicago Fed National Activity Index und die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche veröffentlicht.

Am Aktienmarkt geben Alphabet vorbörslich um 4,8 Prozent nach. Die Google-Mutter hat ihre KI-Investitionspläne für dieses Jahr erneut angehoben. Aufgrund der hohen Ausgaben verzeichnete das Unternehmen im zweiten Quartal einen negativen freien Cashflow, was die Nervosität der Anleger schürt, wie Händler sagen. Darüber verpuffe, dass Alphabet im Quartal mit Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen habe. Zudem hat die Europäische Kommission Google zu einer Geldstrafe von insgesamt 1,02 Milliarden US-Dollar verdonnert.

Die Tesla-Aktie rauscht um 7,2 Prozent nach unten. Auch hier haben KI-Kosten zu einem negativen Cashflow geführt. Der Gewinn verfehlte die Erwartungen. Der Kurs von IBM fällt um 2 Prozent. Der Konzern hatte Anleger schon in der vergangenen Woche mit einer Gewinnwarnung auf enttäuschende Geschäftszahlen und einen schwachen Ausblick eingestimmt, worauf IBM ein Viertel ihres Marktwerts verloren. Die endgültigen Geschäftszahlen enthalten keine großen Überraschungen mehr.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,33 +0,03    4,34      4,30 
5 Jahre           4,44 +0,04    4,45      4,40 
10 Jahre          4,70 +0,04    4,70      4,65 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 18:09 
EUR/USD          1,1394  -0,1  -0,0016     1,1410   1,1409 
EUR/JPY          186,29  +0,1   0,1200     186,17  185,9700 
EUR/CHF          0,9297  +0,0   0,0004     0,9293   0,9263 
EUR/GBP          0,8529  -0,0  -0,0001      0,853   0,8530 
USD/JPY          163,47  +0,2   0,3400     163,13  162,9900 
GBP/USD          1,3354  -0,1  -0,0017     1,3371   1,3370 
USD/CNY          6,7701  -0,0  -0,0024     6,7725   6,7656 
USD/CNH          6,7713  -0,1  -0,0037     6,7750   6,7672 
AUS/USD          0,6992  -0,1  -0,0004     0,6996   0,7006 
Bitcoin/USD      65.535,05  -0,5  -350,41    65.885,46 66.636,24 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         90,71  +4,5    3,88      86,83 
Brent/ICE         98,55  +4,8    4,48      94,07 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.085,72  -1,1   -43,63    4.129,35 
Silber           58,51  -2,0   -1,19      59,71 
Platin         1.619,28  -1,5   -25,47    1.644,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/kla

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July 23, 2026 08:19 ET (12:19 GMT)

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

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