BERLIN (dpa-AFX) - Der CDU-Politiker Armin Laschet hält die Benennung von Thorsten Frei an die Spitze der Unionsfraktion für eine gute Wahl. Frei sei ein leidenschaftlicher Parlamentarier, sagte Laschet in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Der frühere CDU-Chef verwies zudem auf die langjährige Tätigkeit von Frei in der Fraktionsspitze. Dort war der CDU-Politiker aus Baden-Württemberg sowohl Fraktionsvize als auch Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion. "So dass ich glaube, dass der Job besser zu ihm passt als der andere", fügte Laschet hinzu.
Frei war unter Schwarz-Rot als Kanzleramtschef in die Regierungszentrale gewechselt. Nach dem Rücktritt von Jens Spahn vom Fraktionsvorsitz soll Frei nach dem Willen von CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder die Fraktion leiten. Die Fraktion wird nächste Woche Mittwoch in einer Sondersitzung darüber abstimmen.
Frei kommuniziere gern, sagte der frühere Kanzlerkandidat Laschet, der den Auswärtigen Ausschuss im Bundestag vorsteht. Frei müsse die Fraktion zusammenhalten, mit dem Koalitionspartner SPD gute Ergebnisse erziehen und auch Brücken zu anderen Parteien im Parlament bauen.
Laschets Lob für Warken
Nach der Personalie Frei sollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus der Union weitere Personalentscheidungen fallen. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) soll auf den Posten von Frei im Kanzleramt wechseln. Für sie soll CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann Gesundheitsminister werden.
Laschet sagte dazu in der ZDF-Sendung, Warken habe das Gesundheitsressort sehr gut geführt. Sie könne sich tief in Dinge einarbeiten. Darin sieht der Ex-CDU-Chef eine gute Voraussetzung für die künftige Tätigkeit. Als Kanzleramtschefin müsse sie alle Ressorts koordinieren, viele Vorlagen kennen und lesen, sagte Laschet./shy/DP/zb
