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MÄRKTE ASIEN/Schwach - Neue US-Zölle und Iran-Krieg drücken Aktien

DJ MÄRKTE ASIEN/Schwach - Neue US-Zölle und Iran-Krieg drücken Aktien

DOW JONES--Mit deutlichen Kursverlusten haben sich die Börsen in Ostasien und Australien am Freitag gezeigt. Der Handelsstreit der USA mit zahlreichen anderen Ländern hat sich wieder verschärft. US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent angekündigt - dieses Mal mit der Begründung, dass die betroffenen Länder nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Die neuen Zölle sollen temporäre Abgaben von 10 Prozent ablösen, die am Freitag auslaufen und eingeführt worden waren, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Großteil anderer von Trump festgelegter Zölle für ungültig erklärt hatte.

Daneben dämpfte der andauernde Iran-Krieg die Stimmung, der sich nun auch ins Rote Meer ausgedehnt hat. Dort haben die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen saudi-arabische Tankschiffe angegriffen. Die Route durch das Rote Meer war ein alternativer Transportweg für Öl, nachdem die Straße von Hormus blockiert worden war. Präsident Trump will den Iran für künftige Huthi-Angriffe zur Verantwortung ziehen.

Die jüngste Entwicklung in diesem Konflikt hat den Preis für das Barrel Brentöl am Donnerstag erstmals seit zwei Monaten über die Marke von 100 Dollar getrieben. Beim Übergang vom asiatisch dominierten in den europäischen Handel fällt Brent um 1,7 Prozent auf rund 99 Dollar.

Unter den Börsen der Region verzeichnete der technologielastige südkoreanische Aktienmarkt die höchsten Verluste. Der Leitindex Kospi fiel um 5,7 Prozent. In die Tiefe gerissen wurde er von den Chipschwergewichten Samsung Electronics (-7,4 Prozent) und SK Hynix (-8,3 Prozent). Grund waren andauernde Zweifel an der Nachhaltigkeit der massiven Investitionen in KI.

In Tokio verlor der Nikkei-225-Index 2,7 Prozent. Der breiter gefasste Topix gab um 1,1 Prozent nach. Hier belasteten auch Inflations- und Zinserhöhungssorgen, nachdem die japanischen Verbraucherpreise im Juni weiter gestiegen waren, wenn auch im erwarteten Rahmen. In der kommenden Woche steht der Zinsentscheid der Bank of Japan auf der Agenda. Es wird weithin erwartet, dass die Zentralbank den Leitzins dieses Mal unverändert lässt. Die nächste Anhebung um 25 Basispunkte wird für Dezember erwartet, wobei der hartnäckige Inflationsdruck und der schwache Yen auch einen früheren Schritt im Oktober auslösen könnten. Japanische Anleger trennten sich ebenfalls verstärkt von Aktien der Chipbranche. Unter anderem verbilligten sich Advantest um 6, Kioxia um 9,5 und Softbank Group um 7,1 Prozent.

An der Börse in Shanghai fiel der Composite-Index um 1,6 Prozent. In Hongkong (Späthandel) gab der Hang-Seng-Index 3,1 Prozent ab. Technologiewerte gehörten auch hier zu den Verlierern. Unter anderem ging es mit Alibaba um 5,1 Prozent nach unten, Tencent fielen um 2,5 Prozent und Baidu um 2,6 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.772,30  -0,8    +0,7      08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.137,34  -1,1   +17,9      08:00 
Kospi (Seoul)       6.690,62  -5,7   +58,8      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   24.835,31  -1,5    -3,1      10:00 
Shanghai-Composite     3.814,20  -1,6    -4,0      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.562,95  -0,3   +19,7      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.208,64  -1,7   -28,2      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.700,01  -0,9    +1,2      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Do, 9:45 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1393  +0,2   1,1376     1,1422  -3,0 
EUR/JPY           186,53  +0,1   186,39     186,47  +1,4 
EUR/GBP           0,8543  0,0   0,8543     0,8540  -2,0 
USD/JPY           163,70  -0,1   163,85     163,23  +4,5 
USD/KRW          1.465,51  -0,6  1.474,92    1.471,09  +1,7 
USD/CNY           6,7745  +0,1   6,7701     6,7696  -3,1 
USD/CNH           6,7758  -0,0   6,7776     6,7703  -2,9 
USD/HKD           7,8415  +0,0   7,8408     7,8406  +0,8 
AUD/USD           0,6985  +0,3   0,6967     0,6999  +4,7 
NZD/USD           0,5785  +0,2   0,5771     0,5799  +0,5 
BTC/USD          65.712,40  +0,9 65.110,37    65.364,49 -25,1 
 
ROHOEL           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           90,54  -1,8   -1,65      92,19 
Brent/ICE           98,99  -1,7   -1,70     100,69 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.044,27  -0,1   -2,88    4.047,15 
Silber            58,18  +0,9    0,51      57,68 
Platin           1.590,21  -0,6   -10,04    1.600,25 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

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July 24, 2026 03:21 ET (07:21 GMT)

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Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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