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MÄRKTE EUROPA/Risk on dank Öl - Freundlicher Wochenauftakt

DJ MÄRKTE EUROPA/Risk on dank Öl - Freundlicher Wochenauftakt

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind am Montag im Plus gestartet, gestützt durch die positive Stimmung infolge einer Pause im USA-Iran-Konflikt. Die Märkte entspannen in Erwartung oder Hoffnung auf eine neuerliche Waffenruhe, heißt es am Morgen. So legt der DAX um 1,2 Prozent auf 25.405 Punkte zu, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,0 Prozent nach oben.

Impulsgeber der gestiegenen Risikobereitschaft ist das Öl, das bei 90,20 Dollar je Barrel der Sorte Brent handelt, nachdem es in der Vorwoche zwischenzeitlich über 100 Dollar kostete. In der Folge handeln auch die Anleihen freundlich, die Renditen kommen damit unter Druck. Sollten die Energiepreise längerfristig fallen, könnte dies die Aussichten auf Zinserhöhungen durch Zentralbanken dämpfen und die Risikobereitschaft weiter verbessern. Aktien der Fluglinien steigen dank der Entwicklung am Ölmarkt, Lufthansa gewinnen 2,8, AirFrance-KLM 3,9 und Ryanair 4,4 Prozent.

US-Präsident Trump hat eine weitere Eskalation gegen den Iran vorerst gestoppt. Hintergrund sind Bemühungen, die Diplomatie zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus wiederzubeleben, sowie eine Debatte über die Auswirkungen sinkender Munitionsbestände, wie aus US-Regierungskreisen zu erfahren war. Das US-Militär stand am Freitag bereit, eine Serie von Luftangriffen auf den Iran zu starten, die bis zu zwei Wochen hätte dauern können. Trump signalisierte jedoch, dass Diplomatie wieder eine Option sei und US-Vertreter im Austausch mit dem Iran stünden.

Zudem stellen sich Investoren auf die anstehende Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche sowie auf wichtige Quartalszahlen von Big-Tech-Konzernen wie Apple, Microsoft, Amazon und Meta ein. Der US-Dollar schwächt sich ab, der Euro handelt wieder knapp über 1,14 Dollar. "Die entscheidende Entwicklung über das Wochenende war das Aussetzen der US-Angriffe gegen den Iran seit Ende Freitag", sagte Michael Wan, Analyst bei der MUFG Bank. "Auch wenn der weitere Verlauf schwer einzuschätzen ist, bleibt unser Hauptszenario eine schrittweise Deeskalation", fügt der Währungsexperte hinzu.

Europäische Berichtssaison startet stärker als erwartet

Die ersten Ergebnisse der europäischen Berichtssaison wertet Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden der Deutschen Bank, als insgesamt positiv. Nachdem rund ein Drittel der Marktkapitalisierung des Stoxx-600 Zahlen vorgelegt hat, zeichnet sich ein Gewinnwachstum von mehr als 17 Prozent ab - gut zwei Prozentpunkte über den Erwartungen zu Beginn der Saison. Zwar wurden negative Überraschungen bislang überdurchschnittlich stark abgestraft, dies sei zu Beginn einer Berichtssaison jedoch nicht untypisch und verdeutliche die hohe Bedeutung der Unternehmenszahlen für die Märkte. Aus dem Stoxx-600 legen diese Woche 202 Unternehmen Ergebnisse vor, darunter HSBC, Shell, L'Oreal, Hermes, Airbus, Schneider Electric, UBS, Barclays, Deutsche Bank, Unilever, Rio Tinto und AB InBev.

Vodafone hebt Prognose wegen Safaricom-Deal an

Die Vodafone Group (+3,7%) hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2027 angehoben. Der angehobene Ausblick spiegelt die Konsolidierung des kenianischen Telekommunikationsanbieters Safaricom wider, nachdem die Vodafone-Tochter Vodacom ihre Beteiligung von 35 auf 55 Prozent aufgestockt hat. Die wichtige Ergebniskennzahl solle am oberen Ende des neuen Ausblicks liegen, teilte der Konzern mit.

AstraZeneca (+1,4%) hat für das zweite Quartal einen höheren Umsatz gemeldet, der auf das Wachstum im Onkologiegeschäft zurückzuführen ist. Der Konzern bekräftigte zudem sein Umsatzziel für 2030, nachdem eine klinische Studie Anfang des Monats gescheitert war.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.341,96  +1,0   61,02    6.280,94    9,5 
Stoxx-50        5.470,54  +0,8   41,39    5.429,15    11,2 
DAX          25.405,23  +1,2   306,23    25.099,00    3,7 
MDAX          32.337,94  +1,2   372,41    27.039,42    5,6 
TecDAX         3.821,02  +1,4   51,05    3.091,28    5,5 
SDAX          18.395,51  +0,9   166,23    13.062,07    7,1 
FTSE          10.777,84  +0,4   41,61    10.736,23    8,5 
CAC           8.434,61  +0,7   62,33    8.372,28    3,5 
SMI          14.437,00  +0,8   109,80    14.327,20    8,8 
ATX           6.455,88  0,0    0,00    6.455,88    21,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 
EUR/USD          1,1408  +0,4   0,0041     1,1367   1,1385 
EUR/JPY          186,38  +0,1   0,1100     186,27  186,3700 
EUR/CHF          0,9286  -0,2  -0,0014     0,9300   0,9298 
EUR/GBP          0,8545  +0,2   0,0014     0,8531   0,8533 
USD/JPY          163,37  -0,3  -0,4700     163,84  163,6800 
GBP/USD          1,3347  +0,2   0,0028     1,3319   1,3339 
USD/CNY          6,7659  -0,1  -0,0060     6,7719   6,7719 
USD/CNH          6,7657  -0,1  -0,0059     6,7716   6,7704 
AUS/USD          0,7007  +0,4   0,0028     0,6979   0,6993 
Bitcoin/USD      65.401,52  +1,2   788,13    64.613,39 63.927,82 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         83,99  -6,0   -5,32      89,31 
Brent/ICE          90,2  -6,8   -6,58      96,78 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.104,87  +1,3   52,31    4.052,56 
Silber           59,76  +2,7    1,60      58,17 
Platin         1.642,05  +3,4   53,51    1.588,54 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2026 03:29 ET (07:29 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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