DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Auftragseingang langlebiger Güter in den USA im Juni schwächer als erwartet gestiegen
Die Nachfrage nach langlebigen Gütern in den USA ist im Juni weniger stark gestiegen als erwartet. Dies geht aus den vom Handelsministerium veröffentlichten Daten hervor. Die gesamten Aufträge für langlebige Güter - also Waren mit einer Lebensdauer von drei oder mehr Jahren - stiegen im Juni um 0,3 Prozent auf 334,8 Milliarden US-Dollar, nach einem Rückgang von 4 Prozent im Mai. Die vom Wall Street Journal befragten Ökonomen hatten einen Anstieg von 2,1 Prozent erwartet.
Ifo-Index überrascht positiv - Unternehmen reagieren auf Reformpaket
Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts hat im Juli positiv überrascht und seinen höchsten Stand seit Februar erreicht, meint der Volkswirt der Deutschen Bank, Marc Schattenberg. Der Gesamtindex stieg von 85,7 im Juni auf 86,6. Die Erwartungen seien deutlich gestiegen, was darauf hindeute, dass das in diesem Monat vorgeschlagene Reformpaket der Bundesregierung die Hoffnungen vieler Unternehmen gestärkt habe, sagt er. Die Kehrseite sei jedoch, dass sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage verschlechtert habe. Dies sei wahrscheinlich eine Folge des erneuten Anstiegs der Ölpreise, der in den kommenden Monaten ein Risiko bleiben werde, so Schattenberg. Die Ifo-Daten sendeten jedoch ein positives Signal für den Start der deutschen Wirtschaft in das dritte Quartal, sagt er. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet er mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent.
Aufgehelltes Ifo-Geschäftsklima nährt Optimismus für deutsches Wachstum
Die Botschaft des Ifo-Geschäftsklimaindex vom Juli stütze eine Stärkung der deutschen Wirtschaftsaktivität moderat und spiegele damit die PMI-Daten der vergangenen Woche wider, schreibt Timo Klein, Volkswirt bei S&P Global Market Intelligence, in einem Kommentar. Der Anstieg des Index auf 86,6 im Juli von 85,7 im Juni sei der dritte Anstieg in Folge gewesen, getragen von stärkeren Erwartungen, auch wenn die Einschätzung der aktuellen Lage etwas nachgegeben habe. Die meisten Umfrageantworten seien jedoch wahrscheinlich vor dem starken Anstieg der Ölpreise in der vergangenen Woche eingegangen, so Klein. "Unsere Prognose von Mitte Juli sieht das deutsche BIP-Wachstum bei 0,6 Prozent für 2026 und 1,0 Prozent für 2027, was 0,2 Prozentpunkte mehr ist als im Juni." Dies spiegele den unerwartet starken Rückgang der Ölpreise im Juni wider, obwohl die anhaltende Volatilität im Nahen Osten zur Vorsicht mahne, sagt er.
Anleger schrauben Zinserhöhungserwartungen für BOE zurück - Ölpreise fallen
Die Märkte schrauben angesichts fallender Ölpreise ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Bank of England in den kommenden Monaten zurück. Die USA und der Iran haben am Wochenende nach einem zweiwöchigen Schlagabtausch ihre Angriffe ausgesetzt, was zu einem Rückgang der Ölpreise geführt hat. Die Rohölsorte Brent notiert zuletzt 7,8 Prozent niedriger bei 89,2 US-Dollar je Barrel. Niedrigere Energiepreise dämpfen die Inflationssorgen und verringern die Wahrscheinlichkeit rascher Zinserhöhungen der Zentralbanken in den kommenden Monaten. Anleger preisen für das Jahr 2026 derzeit Zinserhöhungen der BOE im Umfang von insgesamt 36 Basispunkten ein, 11 Basispunkte weniger als am Freitag, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
China wehrt sich gegen neue US-Zölle
Chinas Handelsministerium hat eine neue Reihe von US-Zöllen scharf kritisiert, die laut der US-Regierung der Bekämpfung von Zwangsarbeit dienen sollen. Gleichzeitig warnte das Ministerium, dass Peking sich das Recht vorbehalte, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die Äußerungen waren eine Reaktion auf die am 23. Juli vom US-Handelsbeauftragten bekannt gegebenen neuen Zölle, die sich gegen 60 Volkswirtschaften richten und wonach die USA einen zusätzlichen Zoll von 12,5 Prozent auf chinesische Waren erheben werden. In einer Erklärung wies das chinesische Handelsministerium die Vorwürfe der Zwangsarbeit zurück und erklärte, China verfüge über umfassende Arbeitsgesetze zur Bekämpfung von Missbrauch; zudem warf es den USA vor, das Thema zu politisieren.
Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe in Texas zog im Juli an
Der texanische Industriesektor hat im Juli Aufwärtstrends gezeigt. Laut der Federal Reserve Bank of Dallas beschleunigte sich das Produktionswachstum und die Wahrnehmung der allgemeinen Geschäftsaktivität verbesserte sich.
DJG/DJN/apo/cbr
(END) Dow Jones Newswires
July 27, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
