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MÄRKTE ASIEN/Ausverkauf im Chipsektor - Kospi bricht ein

DJ MÄRKTE ASIEN/Ausverkauf im Chipsektor - Kospi bricht ein

DOW JONES--An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Dienstag zum Teil steil nach unten. In Südkorea bricht der Kospi ein, auch in Japan werden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts Nvidia 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürt Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach.

Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heißt es. Zudem sorgt ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb.

Der südkoreanische Leitindex Kospi bricht nach zahlreichen Handelsunterbrechungen um 9,9 Prozent ein und rutscht auf die tiefsten Stände seit Mitte April ab. Der Kurs des Speicherchipanbieters SK Hynix stürzt um über 13 Prozent ab - Samsung Electronics um über 12 Prozent. In Japan büßt der Nikkei-225 um 3,9 Prozent auf 62.394 Punkte ein und bewegt sich auf den niedrigsten Ständen seit Ende Mai. Kioxia Holdings brechen um knapp 18 Prozent ein, unter den Chipausrüstern verlieren Nikon Corp. und Tokyo Electron 9,9 bzw. 10,4 Prozent.

In China zeigen sich die Börsen widerstandsfähiger: Der HSI in Hongkong verliert 0,1 Prozent und der Shanghai-Composite auf dem Festland 1 Prozent. Heimische Technologiewerte erhalten durch den spektakulären Börsengang von CXMT am Vortag etwas Unterstützung. Der Versuch Pekings, die Halbleiterselbstversorgung auch mit Hilfe von Hersteller von Lithografie-Maschinen zu gewährleisten, gewinne an Glaubwürdigkeit, heißt es. Der australische S&P/ASX-200, indem Halbleiterwerte praktisch keine Rolle spielen steigt derweil um 0,5 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt +/- %   % YTD Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)    8.938,90  +0,5    +2,6      08:00 
Nikkei-225        62.394,01  -3,9    -       08:00 
Topix 500 (Tokio)     3.105,15  -2,3   +16,8      08:00 
Kospi (Seoul)       6.084,66  -9,9   +44,3      08:30 
Hang-Seng (Hongkong)   25.178,21  -0,1    -1,8      10:00 
Shanghai-Composite     3.820,52  -1,0    -3,8      09:00 
Straits-Times (Singapur)  5.608,48  -0,2   +20,7      11:00 
IDX Comp. (Indonesien)   6.184,11  -0,0   -28,5      10:00 
KLCI (Malaysia)      1.712,85  -0,0    +2,0      10:00 
 
DEVISEN           zuletzt +/- %   00:00  Mo, 9:39 Uhr % YTD 
EUR/USD           1,1369  +0,0   1,1367     1,1402  -3,2 
EUR/JPY           186,18  +0,0   186,13     186,35  +1,2 
EUR/GBP           0,8550  -0,1   0,8554     0,8545  -1,9 
USD/JPY           163,74  0,0   163,74     163,42  +4,5 
USD/KRW          1.465,12  +0,0  1.464,62    1.468,50  +1,7 
USD/CNY           6,7673  +0,0   6,7657     6,7666  -3,2 
USD/CNH           6,7678  +0,0   6,7652     6,7669  -3,0 
USD/HKD           7,8415  -0,0   7,8421     7,8417  +0,8 
AUD/USD           0,6969  -0,3   0,6989     0,7002  +4,5 
NZD/USD           0,5765  -0,1   0,5773     0,5801  +0,2 
BTC/USD          63.267,64  -2,5 64.916,60    65.228,75 -27,9 
 
ROHÖL            zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex           81,63  -1,2   -0,98      82,61 
Brent/ICE           87,28  -1,2   -1,08      88,36 
 
Metalle           zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold            4.043,40  -0,8   -31,76    4.075,16 
Silber            57,14  -2,2   -1,26      58,41 
Platin           1.604,38  -1,0   -16,87    1.621,25 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/apo

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July 28, 2026 01:02 ET (05:02 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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