DJ Bundesbank: Deutsches BIP dürfte im zweiten Quartal leicht zulegen
DOW JONES--Die deutsche Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal 2026 nach Einschätzung der Bundesbank trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten etwas erholt. Wie die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht schreibt, dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) saisonbereinigt leicht gestiegen sein.
"Insgesamt spricht das gegenwärtige Indikatorenbild für ein etwas höheres konjunkturelles Grundtempo als in der Deutschland-Prognose der Bundesbank vom Juni erwartet", heißt es in dem Bericht. Für Rückenwind sorgten demnach vor allem die resilient gebliebene Industrie sowie temporäre Sondereffekte.
Nach Bundesbank-Angaben profitierte die Industriekonjunktur von einer dynamischen Auslandsnachfrage und wachsenden Exporten. Deutsche Exporteure profitierten zudem davon, dass internationale Wettbewerber stärker von Engpässen betroffen waren. Die Verbraucher hielten ihre Konsumausgaben trotz hoher Energiepreise und Kaufkraftverluste wohl mindestens stabil, während die Bauproduktion nach dem witterungsbedingt schwachen Vorquartal deutlich zulegte. Schließlich stütze die expansive Fiskalpolitik die Wirtschaftsaktivität.
"Im dritten Quartal könnten - soweit die Situation im Nahen Osten sich nicht weiter zuspitzt - die kriegsbedingten Belastungen geringer ausfallen als im Durchschnitt des zweiten Quartals", heißt es weiter. Allerdings dürften sich dann auch die vorübergehend stützenden Faktoren umkehren, weshalb das BIP in der Summe etwas schwächer zulegen könnte.
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July 28, 2026 06:00 ET (10:00 GMT)
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