DJ PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ENERGIEGESETZE - Die Bundesregierung wird am Mittwoch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Netzpakets beschließen. Das erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Die beteiligten Ministerien hatten bis in den Dienstagabend hinein über die Gesetze verhandelt. Mit ihnen will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Energiewende kosteneffizienter ausgestalten. Es ist unter anderem geplant, die pauschalen Förderungen von Solaranlagen nicht weiterzuführen und Netzanschlüsse von Erneuerbaren-Anlagen in überlasteten Gebieten zu begrenzen. (Handelsblatt)
BUNDESKANZLER - Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder steht als Kandidat für das Amt des Bundeskanzlers nicht mehr zur Verfügung. "Dieses Kapitel ist abgeschlossen", sagte Söder in einem Interview mit dem Handelsblatt. "Die Frage stellt sich heute nicht - und sie wird sich auch in Zukunft nicht mehr stellen." Eine erneute Spitzenkandidatur bei der bayerischen Landtagswahl 2028 kann sich der Parteichef aber durchaus vorstellen. (Handelsblatt)
WIRTSCHAFTSPOLITIK - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert von der schwarz-roten Koalition einen klareren Wirtschaftskurs. "Das Motto muss lauten: Economy first", sagte Söder in einem Interview und stellte konkrete Forderungen auf. "Die Unternehmenssteuerreform sollte vorgezogen, die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß gesenkt und Energie insgesamt billiger werden." Insgesamt müsse die Steuerlast vermindert werden, damit Investitionen wieder stiegen, sagte Söder weiter. (Handelsblatt)
KI - In der Diskussion über das Rennen um die Vorherrschaft in der KI-Entwicklung mahnt die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, zu mehr Unabhängigkeit von den USA und China. Die Wirtschaftsexpertin sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wirtschaftlich erfolgreich bleiben wir nur, wenn wir diese Zukunftsthemen entschlossen angehen." Auf die Frage, ob es gefährlich sei, dass Deutschland und Europa bei der KI stark von den USA abhängig seien sagte sie: "Ja, diese Abhängigkeit besteht. Aber wenn wir deshalb auf die Technologie verzichten würden, müssten wir uns auch von einem Teil unseres Wohlstands verabschieden. Die anderen machen weiter - wir würden zurückfallen." (Funke Mediengruppe)
KI - Meta-CEO Mark Zuckerberg hat sich gegen ein Verbot fortschrittlicher chinesischer KI-Modelle in den USA ausgesprochen. In einem Interview mit der Financial Times sagte Zuckerberg, ein solcher Schritt wäre keine "wirksame Lösung". Eine "regulatorische Vereinnahmung" durch amerikanische Spitzenlabore könnte auch den inländischen Wettbewerb um die beste KI ausbremsen, so Zuckerberg. Washington droht damit, Labore wegen angeblicher Diebstähle von geistigem Eigentum ins Visier zu nehmen.
FINFLUENCER - Die Finanzaufsicht Bafin nimmt Finfluencer und deren Zusammenarbeit mit Finanzunternehmen verstärkt in den Fokus. Das kündigt Bafin-Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch in einem Gastbeitrag für Business Insider Deutschland an. Die Behörde habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Inhalte von Finfluencern ausgewertet und untersuche bereits, wie Wertpapierfirmen mit den Finanz-Influencern zusammenarbeiten. "Die Bafin wird sich weiter mit dem Thema Finfluencer beschäftigen", schreibt Pötzsch. Ziel sei es unter anderem, die Verbraucheraufklärung auszubauen und zu prüfen, ob Unternehmen ihrer Verantwortung für von ihnen beauftragte Werbeinhalte nachkommen. (Business Insider)
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July 29, 2026 01:24 ET (05:24 GMT)
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