DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
DIW: Konjunkturbarometer setzt Achterbahnfahrt im Juli fort
Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist im Juli auf 91,3 Punkte gefallen. Damit markiert der Indikator den niedrigsten Stand seit Herbst 2025 und entfernt sich weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. Das Barometer setzt damit seine schwankende Entwicklung fort: Seit Februar stieg und fiel der Wert im monatlichen Wechsel. "Die geopolitischen Unsicherheiten, vor allem bezüglich des Iran-Kriegs, spiegeln sich in der Achterbahnfahrt des DIW-Konjunkturbarometers wider", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik.
IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Juli
Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Juli gesunken. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ging um 0,2 Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 99,4 Punkte zurück. Das European Labour Market Barometer trat im Juli auf der Stelle und hielt sich mit 100,1 Punkten oberhalb der neutralen Marke von 100 Punkten.
Lohndruck im Euroraum sinkt 2026 laut EZB-Wage-Tracker
Die Löhne in Euroraum wachsen dieses Jahr wohl weiterhin langsamer. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnete Wage Tracker zeigt, dass die Gehälter 2025 nach aktueller Schätzung ohne Glättung von Sonderzahlungen um 3,0 (Juni-Veröffentlichung: 3,0) Prozent gestiegen sein dürften. Für 2026 werden unverändert 2,6 Prozent Zuwachs erwartet. Die EZB hat ihren Prognosehorizont nun bis März 2027 ausgeweitet. Für das erste Quartal 2027 wird mit einem Wachstum von 2,7 Prozent gerechnet. Die EZB beobachtet die Lohnentwicklung genau, weil sie entscheidend für die nach wie vor hohe Inflation im Dienstleistungssektor ist.
BoE könnte mit Straffung drohen - Zinssenkungen aber wahrscheinlicher
Die Bank of England dürfte ihren Leitzins am Donnerstag bei 3,75 Prozent belassen, obwohl sie vor einer möglichen Anhebung warnen könnte, falls die Energiepreise deutlich steigen oder Zweitrundeneffekte bei der Inflation auftreten, schreibt Andrew Wishart von Berenberg in einer Research Note. Dies bedeute jedoch nicht, dass eine Anhebung wahrscheinlich sei. Die Drohung allein würde zusammen mit höheren Ölpreisen ausreichen, um die Zinserwartungen und die Kosten für Hypothekenkredite zu erhöhen und so das Inflationsrisiko zu verringern, meint er. Stattdessen meint Wishart, dass die BoE im Dezember tatsächlich wieder mit Zinssenkungen beginnen und den Leitzins dann bis Mitte 2027 auf 3,0 Prozent senken könnte.
Irische Wirtschaft wächst wieder und stärkt Hoffnungen für Eurozone
Die irische Wirtschaft ist in den drei Monaten bis Juni auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Dies stärkt die Hoffnungen auf eine Erholung in der gesamten Eurozone, wo die Wirtschaftsaktivität im ersten Quartal stagnierte. Wie das irische Statistikamt am Mittwoch mitteilte, sei das Bruttoinlandsprodukt um 3,9 Prozent höher als im ersten Quartal gewesen. Getragen wurde das Wachstum vom Informations- und Kommunikationssektor. Irland ist der internationale Hauptsitz einer Reihe großer US-Technologieunternehmen.
Iran greift US-Streitkräfte mit Raketen an
Der Iran hat einen überraschenden Angriff mit ballistischen Raketen auf amerikanische Streitkräfte in Jordanien gestartet. Die Raketen seien alle erfolgreich abgefangen worden, teilte das US-Militär mit. Der Angriff erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die amerikanischen Streitkräfte reagieren müssen, und das zu dem Zeitpunkt, als die Verhandlungen über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und die letztendliche Wiederaufnahme umfassenderer Friedensgespräche Fahrt aufnahmen. Der Angriff markiert eine Wende für den Iran, der bis dahin in der Regel als Vergeltung für amerikanische Luftangriffe und nicht unprovoziert auf sein eigenes Territorium auf US-Streitkräfte gefeuert hatte.
+++ Konjunkturdaten +++
Belgien BIP 2Q unverändert gg Vq; +0,5% gg Vj
GB/Nettokreditvergabe Privathaushalte Juni +9,5 Mrd GBP (Mai: +5,0 Mrd GBP)
GB/Nettokreditvergabe für Konsumzwecke Juni +1,8 Mrd GBP (Mai: +1,7 Mrd GBP)
GB/Nettokreditvergabe für Konsumzwecke Juni PROG: +1,8 Mrd GBP
GB/Nettovergabe Hypothekenkredite Juni +7,7 Mrd GBP (Mai: +3,3 Mrd GBP)
GB/Hypothekenkredit-Zusagen Juni 58.200 (Mai: 56.565)
US/MBA Market Index Woche per 24. Juli -6,4% auf 247,2 (Vorwoche: 264)
US/MBA Purchase Index Woche per 24. Juli -3,6% auf 159,8 (Vorwoche: 165,8)
US/MBA Refinance Index Woche per 24. Juli -9,9% auf 723,1 (Vorwoche: 802,3)
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July 29, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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