DJ MÄRKTE USA/Dow mit Abgaben - Fed und Technologie-Earnings im Fokus
DOW JONES--Tendenziell mit Abgaben ist die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel gestartet. Für den Dow-Jones-Index geht es kurz nach der Eröffnung um 0,8 Prozent auf 52.327 Punkte nach unten, belastet auch von den Abgaben bei Procter & Gamble. Der breiter gefasste S&P-500 verliert dagegen lediglich 0,1 Prozent und die technologielastigen Nasdaq-Indizes zeigen sich insgesamt kaum verändert. Negative Schlagzeilen wie die erneuten Gefechte zwischen den USA und dem Iran, der in der Folge wieder steigende Ölpreis und der Ausverkauf bei den Technologiewerten in Asien werden vom Markt weitgehend ausgeblendet. Der Fokus liegt vor allem auf dem Ergebnis der US-Notenbanksitzung und den Quartalszahlen wichtiger US-Technologiekonzerne nach der Schlussglocke. Dann werden unter anderem Meta Platforms, Microsoft und Qualcomm ihre Bücher öffnen.
Der Ausverkauf bei Chipwerten hat sich am Berichtstag in Asien fortgesetzt, auch wenn sich die Börsen bis zum Ende des Handels von ihren Tagestiefs wieder deutlich erholten. Weiterhin besteht eine erhöhte Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. Bei den US-Chipaktien kommt es nach den jüngsten starken Abgaben zu einer Stabilisierung. So notieren die Aktien von Advanced Micro Devices wenig verändert und für Intel geht es um 2,4 Prozent nach oben.
Die US-Notenbank dürfte am Abend die Zinsen nicht antasten, so die mehrheitliche Meinung am Markt. "Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa eins zu drei für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein, wobei die Mitglieder der Fed die schwächere Inflation im Juni gegen den erneuten Inflationsdruck durch höhere Ölpreise abwägen", sagt dagegen Soojin Kim, Analystin bei MUFG.
Der Dollar zeigt sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank wenig verändert. Der Dollar könnte nachgeben, wenn die Fed die Zinsen unverändert lässt, da die Märkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung einpreisen, so Daragh Maher von HSBC. Drei oder mehr Fed-Mitglieder müssten für eine Zinserhöhung stimmen, um eine anfängliche Dollar-Schwäche zu begrenzen, ergänzt er. Sollte die Fed die Zinsen anheben, dürften die anfänglichen Kursgewinne des Dollar weitaus größer ausfallen als etwaige anfängliche Verluste im Falle einer ausbleibenden Maßnahme.
Die Renditen am US-Anleihemarkt holen einen Teil ihrer Vortagesverluste wieder auf. Im Zehnjahresbereich geht es um 2 Basispunkte auf 4,63 Prozent nach oben. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung vor dem US-Zinsentscheid. Der Goldpreis gibt leicht nach. Die Feinunze liegt nur noch knapp über der Marke von 4.000 Dollar.
Der Ölpreis legt mit den erneuten Kämpfen zu, der Preis für ein Barrel der Sorte Brent bleibt aber unter der Marke von 90 Dollar. Hier geht es um 6,4 Prozent auf 89,46 Dollar nach oben. "Diese Entwicklungen sind ein Dämpfer für die Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation am Persischen Golf", so die Analysten der ING. "Angesichts der zunehmenden Angriffe auf die saudische Ölinfrastruktur wächst eindeutig das Risiko länger andauernder Lieferunterbrechungen."
Bei den Einzelwerten fällt die Visa-Aktie um 0,2 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum am "unteren Ende des niedrigen Zehnerprozentbereichs" und einen Anstieg des Gewinns je Aktie am "unteren Ende des mittleren Zehnerprozentbereichs". Die Prognose lautete zuvor auf ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen bis niedrigen Zehnerprozentbereich und ein Wachstum des Gewinns je Aktie im niedrigen Zehnerprozentbereich. Im dritten Quartal lagen aber sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn über den Schätzungen der Analysten.
Der Lebensmittel-Konzern Mondelez International (+5,6%) hat nach einem Umsatzplus im zweiten Quartal seinen Ausblick angehoben. Seagate Technology hat im vierten Quartal dank eines KI-getriebenen Nachfrageschubs bei Datenspeichern einen höheren Gewinn erzielt. Die Aktie legt um 3,1 Prozent zu. Ford (+4,3%) hat seinen Ausblick angehoben, da der Konzern nun für dieses Jahr mit leicht höheren Preisen rechnet. Die Zahlen für das zweite Quartal fielen über den Erwartungen aus.
Procter & Gamble (-3,5%) hat im vierten Quartal einen geringeren Gewinn verbucht, da höhere Kosten und schleppende Umsätze das Ergebnis belasteten. Der Konzern gab zudem einen schwachen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und prognostiziert einen Gewinn und Umsatz unter den Erwartungen der Wall Street. GE HealthCare Technologies hat dagegen im zweiten Quartal dank gestiegener Aufträge in allen Geschäftsbereichen einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Die Aktie klettert um 10,4 Prozent nach oben.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.326,70 -0,8 -420,62 52.747,32 S&P-500 7.421,25 -0,1 -7,53 7.428,78 NASDAQ Comp 24.856,07 -0,1 -20,84 24.876,91 NASDAQ 100 27.792,57 +0,1 +29,43 27.763,13 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,31 +0,03 4,32 4,29 5 Jahre 4,39 +0,03 4,41 4,37 10 Jahre 4,63 +0,02 4,64 4,61 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07 EUR/USD 1,1383 -0,0 -0,0002 1,1385 1,1385 EUR/JPY 186,44 -0,1 -0,1200 186,56 186,5300 EUR/CHF 0,9323 -0,0 -0,0004 0,9327 0,9318 EUR/GBP 0,8567 -0,0 -0,0001 0,8568 0,8564 USD/JPY 163,76 -0,0 -0,0600 163,82 163,8300 GBP/USD 1,3283 -0,0 -0,0002 1,3285 1,3290 USD/CNY 6,7661 -0,1 -0,0049 6,7710 6,7710 USD/CNH 6,7695 -0,0 -0,0006 6,7701 6,7714 AUS/USD 0,6945 -0,4 -0,0028 0,6973 0,6966 Bitcoin/USD 64.267,13 +0,7 412,55 63.854,58 63.288,84 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 84,58 +6,7 5,32 79,26 Brent/ICE 89,46 +6,4 5,37 84,09 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.013,63 -0,3 -13,49 4.027,12 Silber 57,10 -0,1 -0,05 57,15 Platin 1.585,53 -1,2 -19,41 1.604,94 (Angaben ohne Gewähr) ===
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July 29, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)
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