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MÄRKTE EUROPA/Berichtssaison stützt - Öl steigt und Fed folgt

DJ MÄRKTE EUROPA/Berichtssaison stützt - Öl steigt und Fed folgt

DOW JONES--Mit einer uneinheitlichen Tendenz haben die europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte geschlossen. Dabei machte vor allem die Berichtssaison die Kurse. Die erneuten Gefechte zwischen den USA und dem Iran und die in der Folge wieder kräftig steigenden Ölpreise sorgten allerdings für Gegenwind an den Börsen. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 8,1 Prozent auf 90,89 Dollar. Zudem wurde mit Spannung auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend gewartet. Der DAX schloss kaum verändert bei 25.460 Punkten, dabei profitierte er vom Plus des Index-Schwergewichts Rheinmetall, dessen Aktien nach guten Zahlen um 6,1 Prozent zulegten. Dagegen fiel der Euro-Stoxx-50 um 0,7 Prozent auf 6.249 Punkte.

Wegweisend für die kommenden Tage könnte die Zinsentscheidung der US-Notenbank sein. Die Mehrheit des Marktes rechnet mit einem unveränderten Zinsniveau. Wie es dann weitergeht, bleibt ungewiss. Denn der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh dürfte wahrscheinlich keine vorausschauenden Aussagen abgeben. Dies schafft Raum für Diskussionen und könnte für erhöhte Volatilität sorgen. Währungsexperte Lloyd Chan von der MUFG Bank meinte dazu: "Unser Basisszenario ist ein restriktiver Kurs, wobei die Fed die Zinsen wahrscheinlich unverändert lässt und betont, dass die Inflationsrisiken hoch bleiben."

Bei den Einzelwerten hat Rheinmetall Umsatz und operativen Gewinn im zweiten Quartal mit dem Rüstungsboom im Rücken deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis legte den aktuellen Angaben zufolge auf 562 Millionen Euro zu und übertraf damit die mittlere Analystenschätzung deutlich. Vor einem Jahr waren es 276 Millionen operativer Gewinn. RWE schlossen nach guten Zahlen lediglich 0,1 Prozent höher und gaben einen Großteil der zwischenzeitlichen Gewinne wieder ab. Die Analystenerwartungen konnten überboten werden. Zudem wurden die Ergebnisprognosen für 2026 und 2027 angehoben.

Die Analysten der Deutschen Bank bleiben derweil für die Aktie von BASF (+3,9%) konstruktiv gestimmt. Einer der drei Gründe der Analysten ist die attraktive Kapitalrückgabe an die Aktionäre von insgesamt 7,5 Prozent im Jahr. Mit dem anhaltenden Abverkauf der Chipwerte schlossen Infineon 5,7 Prozent tiefer.

Gute Zahlen hat auch die Deutsche Bank (+1,1%) abgeliefert. Entscheidender Ertragstreiber war ein sehr starkes Investment Banking. Die bestätigte Prognose, die optimistischen Aussagen in der Telefonkonferenz und das neue Aktien-Rückkaufprogramm werteten die Analysten der DZ Bank als positive Signale.

Für die Aktie der UBS ging es um 0,9 Prozent nach oben. Das besser als erwartet ausgefallene bereinigte Ergebnis für das zweite Quartal ist hauptsächlich auf die überdurchschnittliche Entwicklung des Aktienhandels in ihrer Investmentbank zurückzuführen, sagte Andreas Venditti von Vontobel.

Kering schossen nach Zahlen um 16,9 Prozent nach oben, während Hermes 11 Prozent tiefer aus den Tag gingen. Bei Kering zeichnet sich der langersehnte Turnaround bei der Tochter Gucci ab. Die Aktie von Hermes fiel dagegen deutlich, obwohl der Luxuskonzern eine Beschleunigung des Umsatzwachstums verzeichnete. Einige Analysten verwiesen auf das Ausbleiben einer überzeugenden Erholung im wichtigen chinesischen Markt.

Der Investment Case von EssilorLuxottica (-2,1%) bleibt ein Balanceakt, meinten die Analysten von Bernstein. Der Brillen-Konzern verzeichnete im Quartal bis Juni eine leichte Verlangsamung des Umsatzwachstums.

Danone fielen um 2,3 Prozent trotz guten Wachstums der Absatzmenge. Allerdings hatte es beim Kurs hier schon viele Vorschusslorbeeren gegeben, hieß es.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.249       -0,7          +8,6 
Stoxx-50        5.412       -0,5         +10,6 
Stoxx-600        645       -0,3          +9,2 
DAX          25.460       -0,0          +4,0 
FTSE-100 London    10.871       +0,3          +9,5 
CAC-40 Paris      8.459       -0,6          +3,8 
AEX Amsterdam     1.093       +0,1         +14,8 
ATHEX-20 Athen     6.424       +0,7         +20,0 
BEL-20 Brüssel     5.746       -0,3         +13,1 
BUX Budapest     144.279       +0,6         +29,9 
OMXH-25 Helsinki    6.176       -0,1          +8,3 
OMXC-20 Kopenhagen   1.645       +0,3          +2,3 
PSI 20 Lissabon    9.135       -0,9         +10,5 
IBEX-35 Madrid    19.727       -1,6         +14,0 
FTSE-MIB Mailand   51.698       -0,5         +15,0 
OBX Oslo        1.938       +0,6         +21,3 
PX Prag        2.673       +0,4          -0,5 
OMXS-30 Stockholm   3.224       -0,2         +11,8 
WIG-20 Warschau   144.847       +0,5         +22,9 
ATX Wien        6.334       -0,5         +18,9 
SMI Zürich      14.571       -0,6          +9,8 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07 
EUR/USD          1,1378  -0,1  -0,0007     1,1385   1,1385 
EUR/JPY          186,47  -0,1  -0,0900     186,56  186,5300 
EUR/CHF          0,9332  +0,1  0,0005     0,9327   0,9318 
EUR/GBP          0,8565  -0,0  -0,0003     0,8568   0,8564 
USD/JPY          163,88  +0,0  0,0600     163,82  163,8300 
GBP/USD          1,3282  -0,0  -0,0003     1,3285   1,3290 
USD/CNY          6,7661  -0,1  -0,0049     6,7710   6,7710 
USD/CNH          6,7716  +0,0  0,0015     6,7701   6,7714 
AUS/USD          0,6924  -0,7  -0,0049     0,6973   0,6966 
Bitcoin/USD      63.894,88  +0,1   40,30    63.854,58 63.288,84 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,97  +7,2   5,71      79,26 
Brent/ICE         90,89  +8,1   6,80      84,09 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.011,29  -0,4  -15,83    4.027,12 
Silber           56,89  -0,4   -0,25      57,15 
Platin         1.582,05  -1,4  -22,89    1.604,94 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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July 29, 2026 12:24 ET (16:24 GMT)

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