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MÄRKTE USA/Schwach - Technologie-Werte erneut unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Schwach - Technologie-Werte erneut unter Druck

DOW JONES--Mit kräftigen Abgaben zeigt sich die Wall Street zur Wochenmitte. Für den Dow-Jones-Index geht es am Mittag (Ortszeit) um 1,7 Prozent auf 51.868 Punkte nach unten. Der breiter gefasste S&P-500 reduziert sich um 1,0 Prozent und bei den technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es bis zu 1,4 Prozent nach unten, denn die Chip-Werte setzen ihre jüngsten Abwärtstendenz nach einer leichten Erholung zu Handelsbeginn fort.

Der Ausverkauf bei Chipwerten hat sich am Berichtstag in Asien fortgesetzt, auch wenn sich die Börsen bis zum Ende des Handels von ihren Tagestiefs wieder deutlich erholten. Weiterhin besteht hohe Skepsis, ob die enormen KI-Investitionen tatsächlich ausreichende Renditen erwirtschaften werden. So fallen die Aktien von Advanced Micro Devices um weitere 5,7 Prozent, für Intel geht es um 3,5 Prozent nach unten und Nvidia verlieren 2,7 Prozent. Im Fokus stehen zudem die Zahlen wichtiger US-Technologiekonzerne nach der Schlussglocke. Dann werden unter anderem Meta Platforms, Microsoft und Qualcomm ihre Bücher öffnen. Dabei werden vor allem die KI-Investitionen im Fokus stehen.

Die US-Notenbank dürfte am Abend die Zinsen nicht antasten, so die mehrheitliche Meinung am Markt. "Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa eins zu drei für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein, wobei die Mitglieder der Fed die schwächere Inflation im Juni gegen den erneuten Inflationsdruck durch höhere Ölpreise abwägen", sagt Soojin Kim, Analystin bei MUFG.

Der Dollar zeigt sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank wenig verändert. Der Dollar könnte nachgeben, wenn die Fed die Zinsen unverändert lässt, da die Märkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung einpreisen, sagt Daragh Maher von HSBC. Drei oder mehr Fed-Mitglieder müssten für eine Zinserhöhung stimmen, um eine anfängliche Dollar-Schwäche zu begrenzen, ergänzt er. Sollte die Fed die Zinsen anheben, dürften die anfänglichen Kursgewinne des Dollar weitaus größer ausfallen als etwaige anfängliche Verluste im Falle einer ausbleibenden Maßnahme.

Die Renditen am US-Anleihemarkt holen ihre Vortagesverluste wieder auf. Im Zehnjahresbereich geht es um 5 Basispunkte auf 4,65 Prozent nach oben. Teilnehmer sprechen von Zurückhaltung vor dem US-Zinsentscheid. Der Goldpreis gibt leicht nach. Die Feinunze liegt nur noch knapp über der Marke von 4.000 Dollar.

Der Ölpreis legt mit den erneuten Kämpfen im Nahen Osten zu. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 7,9 Prozent auf 90,70 Dollar. "Die Entwicklungen sind ein Dämpfer für die Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation am Persischen Golf", so die Analysten der ING. "Angesichts der zunehmenden Angriffe auf die saudische Ölinfrastruktur wächst eindeutig das Risiko länger andauernder Lieferunterbrechungen."

Bei den Einzelwerten steigt die Visa-Aktie nach anfänglichen Verlusten um 1,7 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum am "unteren Ende des niedrigen Zehnerprozentbereichs" und einen Anstieg des Gewinns je Aktie am "unteren Ende des mittleren Zehnerprozentbereichs". Die Prognose lautete zuvor auf ein Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen bis niedrigen Zehnerprozentbereich und ein Wachstum des Gewinns je Aktie im niedrigen Zehnerprozentbereich. Im dritten Quartal lagen aber sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn über den Schätzungen der Analysten.

Der Lebensmittel-Konzern Mondelez International (+4,3%) hat nach einem Umsatzplus im zweiten Quartal seinen Ausblick angehoben. Seagate Technology hat im vierten Quartal dank eines KI-getriebenen Nachfrageschubs bei Datenspeichern einen höheren Gewinn erzielt. Die Aktie legt um 2,8 Prozent zu. Ford (+3,6%) hat seinen Ausblick angehoben, da der Konzern nun für dieses Jahr mit leicht höheren Preisen rechnet. Die Zahlen für das zweite Quartal fielen über den Erwartungen aus.

Procter & Gamble (-2,3%) hat im vierten Quartal einen geringeren Gewinn verbucht, da höhere Kosten und schleppende Umsätze das Ergebnis belasteten. Der Konzern gab zudem einen schwachen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und prognostiziert einen Gewinn und Umsatz unter den Erwartungen der Wall Street. GE HealthCare Technologies hat dagegen im zweiten Quartal dank gestiegener Aufträge in allen Geschäftsbereichen einen höheren Gewinn und Umsatz verzeichnet. Die Aktie klettert um 10,3 Prozent nach oben.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.867,64  -1,7  -879,68    52.747,32 
S&P-500         7.356,90  -1,0   -71,88    7.428,78 
NASDAQ Comp      24.580,77  -1,2  -296,14    24.876,91 
NASDAQ 100       27.372,85  -1,4  -390,29    27.763,13 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,33 +0,06    4,34      4,29 
5 Jahre           4,42 +0,06    4,42      4,37 
10 Jahre          4,65 +0,05    4,65      4,61 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:07 
EUR/USD          1,1380  -0,0  -0,0005     1,1385   1,1385 
EUR/JPY          186,5  -0,0  -0,0600     186,56  186,5300 
EUR/CHF          0,9336  +0,1   0,0009     0,9327   0,9318 
EUR/GBP          0,8565  -0,0  -0,0003     0,8568   0,8564 
USD/JPY          163,86  +0,0   0,0400     163,82  163,8300 
GBP/USD          1,3284  -0,0  -0,0001     1,3285   1,3290 
USD/CNY          6,7661  -0,1  -0,0049     6,7710   6,7710 
USD/CNH          6,7708  +0,0   0,0007     6,7701   6,7714 
AUS/USD          0,6925  -0,7  -0,0048     0,6973   0,6966 
Bitcoin/USD      63.993,25  +0,2   138,67    63.854,58 63.288,84 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         84,37  +6,5    5,11      79,26 
Brent/ICE          90,7  +7,9    6,61      84,09 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.015,00  -0,3   -12,12    4.027,12 
Silber           57,03  -0,2   -0,12      57,15 
Platin         1.586,25  -1,2   -18,69    1.604,94 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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July 29, 2026 12:43 ET (16:43 GMT)

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Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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