Osnabrück (ots) -
Osnabrück. Klimaforscher Mojib Latif hat das grüne Licht der Bundesregierung für Abstriche bei der Förderung von Wind- und Solarenergie scharf kritisiert. "Der Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle und zum Netzpaket ist ein Rückschritt im Hinblick auf unsere Klimaziele und dient der Energiesicherheit nicht", sagte Latif im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Wenn es keinen Verlass auf Einnahmen gibt, werden die Investitionen in neue Wind-und Solarparks einbrechen. Damit wird der Ausbau der erneuerbaren Energien wieder gebremst, dabei müsste er beschleunigt werden", so der Wissenschaftlicher vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Auch der Abbau der Einspeisevergütung für private Solaranlagen werde "zum Hemmschuh der Energiewende".
Das Kabinett hatte am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gebilligt. Dieser sieht vor, dass die garantierte Vergütung für Strom aus privaten Solaranlagen binnen zwei Jahren gestrichen wird. Zudem soll es weniger Geld für neue Wind- und Solarparks in Gebieten mit einem Mangel an Netzen geben.
"Der Beschluss passt leider ins Bild dieser Bundesregierung, bei den Bemühungen zum Klimaschutz Schritt für Schritt nachzulassen", sagte Latif zu "noz" und erläuterte: "Die CO2-Bepreisung wird eingefroren, das europäische Verbrenner-Aus wurde auf Betreiben Deutschlands geschleift. Das alles mag manche Wähler und Industriearbeiter freuen. Aber der Kurs geht ganz klar auf Kosten unserer Zukunftsfähigkeit, denn die stärken wir nur mit erneuerbaren Energien und Innovationen."
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Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/58964/6323911
Osnabrück. Klimaforscher Mojib Latif hat das grüne Licht der Bundesregierung für Abstriche bei der Förderung von Wind- und Solarenergie scharf kritisiert. "Der Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle und zum Netzpaket ist ein Rückschritt im Hinblick auf unsere Klimaziele und dient der Energiesicherheit nicht", sagte Latif im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Wenn es keinen Verlass auf Einnahmen gibt, werden die Investitionen in neue Wind-und Solarparks einbrechen. Damit wird der Ausbau der erneuerbaren Energien wieder gebremst, dabei müsste er beschleunigt werden", so der Wissenschaftlicher vom Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Auch der Abbau der Einspeisevergütung für private Solaranlagen werde "zum Hemmschuh der Energiewende".
Das Kabinett hatte am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gebilligt. Dieser sieht vor, dass die garantierte Vergütung für Strom aus privaten Solaranlagen binnen zwei Jahren gestrichen wird. Zudem soll es weniger Geld für neue Wind- und Solarparks in Gebieten mit einem Mangel an Netzen geben.
"Der Beschluss passt leider ins Bild dieser Bundesregierung, bei den Bemühungen zum Klimaschutz Schritt für Schritt nachzulassen", sagte Latif zu "noz" und erläuterte: "Die CO2-Bepreisung wird eingefroren, das europäische Verbrenner-Aus wurde auf Betreiben Deutschlands geschleift. Das alles mag manche Wähler und Industriearbeiter freuen. Aber der Kurs geht ganz klar auf Kosten unserer Zukunftsfähigkeit, denn die stärken wir nur mit erneuerbaren Energien und Innovationen."
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