HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials hat im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnisse gesteigert. "Eine erste spürbare Nachfrageerholung in unseren Kernmärkten hat zur guten Geschäftsentwicklung beigetragen", sagte Konzernchef Dominik von Achten am Donnerstag in Heidelberg laut einer Mitteilung. Zudem habe das Unternehmen das Wachstum durch strategische Transaktionen weiter beschleunigt. Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Manager zuversichtlich. Die Ergebnisprognose für das laufende Jahr konkretisierte er. Die Aktie schwankte im frühen Handel zwischen Plus und Minus. Zuletzt gab das Papier um rund 1,5 Prozent nach.
Für 2026 peilt das Unternehmen nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 3,4 bis 3,65 Milliarden Euro an und damit mindestens den Vorjahreswert. Zuvor hatten die Heidelberger bis zu 3,75 Milliarden im Plan. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Ergebnis von 3,5 Milliarden. Im zweiten Quartal legte das operative Ergebnis im Jahresvergleich um 3,6 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte um 6,4 Prozent auf gut sechs Milliarden Euro.
Für Glynis Johnson vom Analysehaus Jefferies fiel das operative Ergebnis besser aus als von ihr erwartet. Zudem verwies die Anaylstin auf Aussagen des Managements, nach denen das Unternehmen zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2022 wieder ein Mengenwachstum verzeichnet habe. Auch wolle das Unternehmen Preise in Nordamerika und Europa über dem Sommer hinweg erneut erhöhen.
Unter dem Strich blieb ein Gewinn im ersten Halbjahr von 738 Millionen Euro, nach 686 Millionen ein Jahr zuvor. Zum Ergebnis unter dem Strich machte der Konzern wie üblich nur eine Angabe zum Halbjahr.
Unterdessen kommt das Management beim Sparen voran. Das 2024 gestartete Programm habe bereits zu Einsparungen von insgesamt 440 Millionen Euro geführt, hieß es. Bis Ende 2026 will das Unternehmen die Kosten um mindestens 500 Millionen senken.
Heidelberg Materials hat inzwischen wegen des deutlichen Absatzrückgangs bei Zement in Europa sowie aufgrund der verstärkten Ausrichtung des Zementportfolios hin zu CO2-reduzierten Produkten seine Herstellung in mehreren Werken angepasst. So wollen die Heidelberger das Zementwerk in Paderborn dauerhaft stilllegen. Am schwedischen Standort Skövde will das Unternehmen seine Aktivitäten ab 2027 auf die Zementherstellung konzentrieren. Die Klinkerproduktion soll weitgehend an das größere schwedische Werk Slite auf Gotland verlagert werden. Unterdessen setzt das Unternehmen aber auch weiterhin auf Zukäufe./mne/err/jha/




