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MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Adidas nach Zahlenvorlage auf Talfahrt

DJ MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Adidas nach Zahlenvorlage auf Talfahrt

DOW JONES--Uneinheitlich zeigen sich die Börsen in Europa am Donnerstag im frühen Handel. Der DAX verliert 0,4 Prozent auf 25.372 Punkte, belastet vom Kurseinbruch der Adidas-Aktie. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt dagegen 0,2 Prozent auf 6.263 Punkte.

Aus den USA kommen schwache Vorgaben. Dort hatte die jüngste Eskalation des Nahostkonflikts Inflations- und Zinserhöhungssorgen genährt, befeuert durch steigende Ölpreise und Anleiherenditen. Die US-Notenbank ließ ihren Leitzins zwar unverändert, doch fiel die Entscheidung nicht einstimmig. Drei Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed stimmten für eine Zinserhöhung. Am Donnerstagmittag wird die Bank of England ihren Zinsentscheid veröffentlichen. Auch hier wird mit unveränderten Zinsen gerechnet. Während das schwache Wirtschaftswachstum und der angespannte Arbeitsmarkt in Großbritannien für eine Beibehaltung des Kurses sprechen, halten die eskalierende Lage im Nahen Osten und Rohölpreise von nahe 100 US-Dollar je Barrel die Tür für künftige Zinserhöhungen weit offen. Konjunkturseitig gilt das Interesse Daten zum Bruttoinlandsprodukt verschiedener europäischer Länder im zweiten Quartal und Verbraucherpreisdaten.

Bei Einzelaktien an der Börse gibt die Bilanzsaison die Richtung vor, die am Donnerstag einen weiteren Höhepunkt erreicht. Im DAX brechen Adidas um 17 Prozent ein. "Der tolle Umsatzanstieg versteckt, dass Marge und Gewinn viel geringer waren", kommentiert ein Händler die Geschäftszahlen des Sportartikelherstellers zum zweiten Quartal. Die Marge habe mit 8,5 Prozent sogar einen vollen Prozentpunkt unter Erwartung gelegen. Der operative Gewinn habe die Schätzungen deutlich um über 7 Prozent verfehlt.

Als sehr stark werden die Geschäftszahlen von MTU gewertet. "Vor allem die Entwicklung von Cashflow und Cash Conversion ist klasse", sagt ein Händler. Die Aktie rückt um 2,7 Prozent vor, die des britischen Wettbewerbers Rolls-Royce steigt um 4 Prozent. Hier loben Marktteilnehmer neben den überraschend guten Zahlen den überzeugenden Ausblick.

Auch Kion habe sich angesichts der Wirtschaftslage gut geschlagen, heißt es. Positiv sei vor allem der Anstieg von EBIT und EBIT-Marge. Sorgen mache der fallende Auftragseingang im ersten Halbjahr, der spiegele aber wiederum nur das schwache Investitionsklima in Europa wider. Die im Mittelwert gesenkte Erwartung bei Gewinn und Cashflow für 2026 dürfe daher keinesfalls als Gewinnwarnung interpretiert werden, sondern sei nur die übliche Präzisierung zur Jahresmitte. Die Aktie verliert gleichwohl 6 Prozent.

Knorr-Bremse verbilligen sich um 8,4 Prozent, nachdem das Unternehmen den operativen Ausblick für 2026 erhöht und eine Mittelfristprognose veröffentlicht hat. Jefferies bezeichnet die Zahlen zum zweiten Quartal als insgesamt gut, doch habe der Auftragseingang die Erwartungen knapp verfehlt, was vor allem auf das Konto des Segments Rail gehe.

Im Autosektor legen BMW nach Zahlenvorlage um 1,1 Prozent zu. Nach der im Juni gesenkten Prognose hätten die Zahlen nicht mehr überrascht, heißt es. Renault fallen in Reaktion auf die Zahlenvorlage des französischen Autoherstellers um 2,4 und Stellantis, ebenfalls nach Zahlenausweis, um 4,6 Prozent. Pirelli büßen nach durchwachsenen Geschäftszahlen gut 3 Prozent ein.

Gut kommen die Geschäftszahlen von Symrise (+6%) und Aixtron (+1,7%) an. Um 16 Prozent abwärts geht es mit den Aktien des britischen Schädlingsbekämpfers Rentokil. Die Analysten von RBC sprechen von "durchwachenen" Zahlen mit einem höheren EBITA und bereinigten Vorsteuergewinn, aber einer Schwäche in Nordamerika.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.263,11  +0,2   14,27    6.248,84    8,1 
Stoxx-50        5.428,38  +0,3   16,31    5.412,07    10,4 
DAX          25.372,36  -0,4   -88,12    25.460,48    3,6 
MDAX          32.055,95  -0,6  -187,87    27.039,42    4,7 
TecDAX         3.828,70  -0,4   -16,63    3.091,28    5,7 
SDAX          18.560,31  -0,0   -4,67    13.062,07    8,1 
FTSE          10.941,29  +0,3   32,88    10.908,41    10,2 
CAC           8.449,93  +0,5   41,66    8.408,27    3,7 
SMI          14.503,88  +0,1   17,78    14.486,10    9,3 
ATX           6.349,74  +0,8   48,86    6.300,88    19,2 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:41 
EUR/USD          1,1439  -0,2  -0,0026     1,1465   1,1379 
EUR/JPY          187,28  -0,1  -0,1000     187,38  186,4600 
EUR/CHF          0,9346  +0,2   0,0018     0,9328   0,9333 
EUR/GBP          0,8575  -0,0  -0,0001     0,8576   0,8564 
USD/JPY          163,71  +0,2   0,3300     163,38  163,8400 
GBP/USD          1,3337  -0,2  -0,0032     1,3369   1,3284 
USD/CNY          6,7569  -0,1  -0,0092     6,7661   6,7661 
USD/CNH          6,756  -0,1  -0,0045     6,7605   6,7711 
AUS/USD          0,6949  -0,1  -0,0005     0,6954   0,6927 
Bitcoin/USD      63.945,72  +0,8   486,60    63.459,12 63.963,40 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         85,25  +0,9    0,79      84,46 
Brent/ICE         92,42  +1,9    1,68      90,74 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.037,69  -0,7   -27,29    4.064,98 
Silber           56,94  -1,2   -0,70      57,64 
Platin         1.591,22  -1,3   -20,78    1.612,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/flf

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July 30, 2026 04:30 ET (08:30 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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