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Dow Jones News
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MÄRKTE EUROPA/Indizes überwiegend grün - Adidas tiefrot

DJ MÄRKTE EUROPA/Indizes überwiegend grün - Adidas tiefrot

DOW JONES--Gut behauptet tendieren die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag. Der DAX legt um 0,2 Prozent auf 25.519 Punkte zu, ausgebremst durch ein Minus von 18,3 Prozent bei Adidas nach der Bekanntgabe von Zahlen. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt dagegen 0,9 Prozent auf 6.308 Punkte. In Europa gehören die Sektoren der Bergbau und Minenwerte, der Bauwerte sowie der Banken zu den Gewinnern, Gesundheitswerte tendieren schwach. Die Anleihen zeigen sich einen Tick leichter und können sich damit nicht der Schwäche der US-Anleihen entziehen, die nach der Bestätigung der Leitzinsen durch die Fed am Vorabend unter Druck geraten sind. Die Bank of England hat am Mittag die Zinsen wie allgemein erwartet unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Drei von neun Währungshütern haben für eine Zinserhöhung gestimmt.

Die Wirtschaft der Eurozone wuchs im zweiten Quartal überraschend stark um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Selbst ohne die volatile irische Wirtschaft legte die Eurozone um 0,3 Prozent zu und setzte damit das robuste Wachstum des ersten Quartals fort. Die Volkswirte der Commerzbank nennen zwei Gründe. Erstens scheinen die Verbraucher von den steigenden Preisen infolge des Iran-Krieges unbeeindruckt zu sein. Zweitens trotze der Außenhandel den geopolitischen Herausforderungen wie höheren US-Zöllen und einer schwächeren Nachfrage aus China. Es sei jedoch noch zu früh, von einer Trendwende im Export zu sprechen.

Berichtssaison auf dem Höhepunkt

Bei Einzelaktien gibt die Bilanzsaison die Richtung vor, die am Donnerstag einen weiteren Höhepunkt erreicht. Die Adidas-Aktie steuert auf den größten prozentualen Kursverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu, nachdem der Sportartikel-Hersteller im zweiten Quartal unter den Erwartungen liegende Ergebnisse vorgelegt hatte. Die Enttäuschung sei anscheinend auf höhere Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen, so Piral Dadhania, Analyst bei RBC Capital Markets.

Als sehr stark wird bei MTU (-0,6%) der Cashflow eingestuft. Der freie Cashflow (FCF) habe die Konsensschätzung im Quartal um 31 Prozent übertroffen. Die Aktie von Rolls-Royce steigt um 4,8 Prozent. Der britische Luft- und Raumfahrt- sowie Maschinenbaukonzern habe seine Gewinnprognose für das Jahr angehoben, nachdem er ein starkes erstes Halbjahr verbucht habe.

Symrise (+4,9%) hat im zweiten Quartal ein solides organisches Wachstum von 4,5 Prozent verzeichnet und die Konsensschätzung von 3 Prozent übertroffen, kommentiert Metzler. Die Ziele für 2026 habe Symrise bekräftigt. Nach den nun vorgelegten Zahlen halten es die Analysten für wahrscheinlicher, dass Symrise im zweiten Halbjahr ein bereinigtes Wachstum von über 4 Prozent erreicht.

Im Autosektor legen BMW nach Zahlenvorlage um 0,9 Prozent zu. Wie BMW schon während des "Pre-Close Call" erörtert habe, sei das Unternehmen im zweiten Quartal mit mehreren Gegenwinden konfrontiert gewesen, kommentiert RBC die Zweitquartalszahlen.

Renault notieren in Reaktion auf die Zahlenvorlage des französischen Autoherstellers knapp im Minus. Stellantis handeln dagegen 4,1 Prozent im Minus, ebenfalls nach Zahlenausweis. Das bereinigte operative Ergebnis hat sich auf 773 Millionen Euro bei einer Marge von 1,8 Prozent mehr als verdreifacht, lag damit aber immer noch unter dem Konsens von Visible Alpha, so die Analysten von Bernstein.

Kion geben um 6,3 Prozent nach. Die Book-to-Bill-Rate im Segment Industrial Trucks & Services (ITS) sei schwach ausgefallen, die bereinigte EBIT-Marge in dem Bereich gefallen, heißt es von Analysten. Knorr-Bremse verbilligen sich um 5,7 Prozent. Jefferies bezeichnet die Zahlen zum zweiten Quartal als insgesamt gut, doch habe der Auftragseingang die Erwartungen knapp verfehlt, was vor allem auf das Konto des Segments Rail gehe.

Um 16,6 Prozent abwärts geht es mit den Aktien des britischen Schädlingsbekämpfers Rentokil. Die Analysten von RBC sprechen von "durchwachenen" Zahlen mit einem höheren EBITA und bereinigtem Vorsteuergewinn, aber einer Schwäche in Nordamerika.

Die Aktien von DSM-Firmenich steigen um 13,5 Prozent. Grund ist ein beschleunigtes flächenbereinigtes Umsatzwachstum im zweiten Quartal, das die Erwartungen der Analysten übertraf.

Die Aktie von Mondi (+12,4%) ist auf ein Fünfmonatshoch geklettert. Zuvor hatte der Verpackungs- und Papierkonzern mitgeteilt, dass sich seine Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr durchgehend verbessert habe. Zudem sei die zweite Jahreshälfte mit höheren Preisen für Papierverpackungen und starken Auftragsbüchern gestartet.

Aeroports de Paris legen um 11,1 Prozent zu, nachdem der Flughafenbetreiber eine Vereinbarung mit dem französischen Staat über seine Investitions- und Preispläne für den Zeitraum 2027 bis 2034 getroffen hat.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.307,54  +0,9   58,70    6.248,84    8,9 
Stoxx-50        5.449,66  +0,7   37,59    5.412,07    10,8 
DAX          25.518,66  +0,2   58,18    25.460,48    4,2 
MDAX          32.235,62  -0,0   -8,20    27.039,42    5,3 
TecDAX         3.837,40  -0,2   -7,93    3.091,28    5,9 
SDAX          18.539,45  -0,1   -25,53    13.062,07    7,9 
FTSE          10.954,31  +0,4   45,90    10.908,41    10,3 
CAC           8.491,79  +1,0   83,52    8.408,27    4,2 
SMI          14.479,23  -0,1   -6,87    14.486,10    9,1 
ATX           6.389,98  +1,4   89,10    6.300,88    20,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:41 
EUR/USD          1,1467  +0,0   0,0002     1,1465   1,1379 
EUR/JPY          186,87  -0,3  -0,5100     187,38  186,4600 
EUR/CHF          0,9326  -0,0  -0,0002     0,9328   0,9333 
EUR/GBP          0,8571  -0,1  -0,0005     0,8576   0,8564 
USD/JPY          162,96  -0,3  -0,4200     163,38  163,8400 
GBP/USD          1,3374  +0,0   0,0005     1,3369   1,3284 
USD/CNY          6,755  -0,2  -0,0111     6,7661   6,7661 
USD/CNH          6,7535  -0,1  -0,0070     6,7605   6,7711 
AUS/USD          0,6975  +0,3   0,0021     0,6954   0,6927 
Bitcoin/USD      64.510,92  +1,7  1.051,80    63.459,12 63.963,40 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         83,63  -1,0   -0,83      84,46 
Brent/ICE         90,25  -0,5   -0,49      90,74 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.076,70  +0,3   11,72    4.064,98 
Silber           58,02  +0,7    0,38      57,64 
Platin         1.620,36  +0,5    8,36    1.612,00 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/ros

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July 30, 2026 07:46 ET (11:46 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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