POTSDAM (dpa-AFX) - Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke hält die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren wie seine Amtskollegen aus den ostdeutschen Ländern für falsch. Der SPD-Politiker forderte Änderungen am Reformvorschlag der Rentenkommission.
"45 Jahre sind ein langes Arbeitsleben", teilte der SPD-Politiker bei Instagram mit. "Das muss für eine Rente ohne Abschläge reichen." Für ihn stehe im Mittelpunkt, dass Menschen von ihrer Rente leben können. "Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss im Alter auch finanziell abgesichert sein", sagte Woidke.
Kritik aus allen ostdeutschen Ländern
Die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt, hatten sich zuvor ebenfalls gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Jahren gestellt. Damit kritisieren sie einen wesentlichen Teil der geplanten Reformen. Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Regierungschefin Manuela Schwesig hatte sich bereits im Juni entsprechend geäußert.
Das Modell wurde als "Rente mit 63" bekannt. Heute müssen Arbeitnehmer mit 45 Berufsjahren allerdings schon bis zum Alter von 64,5 Jahren arbeiten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte nach der Vorlage der Ideen für die Rentenreform im Juni von einem "guten Aufschlag" durch die Rentenkommission gesprochen./vr/DP/zb
