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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

TAGESTHEMA

Der Sensor- und Radarspezialist Hensoldt hat im ersten Halbjahr von einer starken Nachfrage profitiert und den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Getrieben durch Beschaffungsaufträge aus Deutschland und anderen europäischen Staaten erreichte der Auftragsbestand des Unternehmens ein neues Rekordhoch von über 10 Milliarden Euro. Auch bei Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnete der Konzern deutliche Zuwächse und bestätigte in der Folge seine Prognose für das Gesamtjahr.

Die positive operative Entwicklung zeigte sich in beiden Segmenten des Konzerns: Der Bereich Sensors verzeichnete einen um 58 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro gestiegenen Auftragseingang, während der Umsatz um 17 Prozent auf 955 Millionen Euro zulegte. Ein außergewöhnlich starkes Wachstum wies das Segment Optronics auf: Dank Großaufträgen zur Ausstattung von Schützenpanzern sprang der Auftragseingang von 164 Millionen Euro auf 971 Millionen Euro.

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2026 bestätigte Hensoldt den Ausblick, der unter anderem einen Konzernumsatz von etwa 2,75 Milliarden Euro, ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5x bis 2,0x sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent vorsieht.

Die Zahlen im Detail (in Millionen Euro, Marge in Prozent):

.            BERICHTET  PROG PROG 
1H           1H26  ggVj  1H26 ggVj  1H25 
Auftragseingang    2.812 +100% 1.232 -12% 1.405 
Umsatz        1.167  +24% 1.151 +22%  944 
EBITDA bereinigt    137  +28%  139 +30%  107 
EBITDA-Marge bereinigt 11,8   --  12,1  --  11,3 
 

AUSBLICK UNTERNEHMEN

PUMA (8:00h)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):

.                PROG PROG PROG 
2. QUARTAL           2Q26 ggVj Zahl  2Q25 
Umsatz             1.670 -11%  17  1.871 
EBIT               -69  --  16  -109 
EBIT-Marge           -4,1  --  16  -5,8 
Ergebnis nach Steuern/Dritten  -99  --  16  -247 
Ergebnis je Aktie       -0,67  --  16  k.A. 
 

Weitere Termine:

07:00 AT/OMV AG, Ergebnis 2Q

07:00 DE/Fuchs SE, ausführliches Ergebnis 1H (10:00 PK; 12:00 Analystenkonferenz)

07:00 DE/Siemens Healthineers AG, Ergebnis 3Q (07:30 PK; 08:30 Analystenkonferenz)

07:00 FR/Axa SA, Ergebnis 1H

07:00 FR/Credit Agricole SA, Ergebnis 1H

07:30 AT/Raiffeisen Bank International AG (RBI), Ergebnis 1H

08:00 DE/Puma SE, Ergebnis 1H (09:30 PK; 15:00 Analystenkonferenz)

08:00 ES/International Consolidated Airlines Group SA, Ergebnis 2Q

08:00 GB/Natwest Group plc, Ergebnis 2Q

12:00 US/Chevron Corp, Ergebnis 2Q

12:00 GB/Linde plc, Ergebnis 2Q

12:30 US/Exxon Mobil Corp, Ergebnis 2Q

12:45 US/Abbvie Inc, Ergebnis 2Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Umweltbank        0,05 EUR 
Wurmtal Beteiligungen  0,37 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

-FR 
  08:45 Verbraucherpreise (vorläufig) Juli 
     PROGNOSE: +1,8% gg Vj 
     zuvor:  +1,8% gg Vj 
     HVPI 
     PROGNOSE: +2,0% gg Vj 
     zuvor:  +2,0% gg Vj 
 
-DE 
  09:55 Arbeitsmarktdaten Juli 
     Arbeitslosenzahl saisonbereinigt 
     PROGNOSE: +5.000 gg Vm 
     zuvor:  -1.000 gg Vm 
     Arbeitslosenquote saisonbereinigt 
     PROGNOSE: 6,3% 
     zuvor:  6,3% 
 
-EU 
  11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) Juli 
     Eurozone 
     PROGNOSE: +0,1% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     zuvor:   -0,1% gg Vm/+2,8% gg Vj 
     Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak) 
     PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+2,4% gg Vj 
     zuvor:   +0,2% gg Vm/+2,4% gg Vj 
 
-IT 
  11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) Juli 
     PROGNOSE: +2,7% gg Vj 
     zuvor:  +3,0% gg Vj 
 
-US 
  14:30 Arbeitskostenindex 2Q 
     PROGNOSE: +0,8% gg Vq 
     zuvor:  +0,9% gg Vq 
 
  15:45 Index Einkaufsmanager Chicago Juli 
     PROGNOSE: 55,7 
     zuvor:  56,7 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) Juli 
     PROGNOSE:  54,0 
     1. Umfrage: 54,4 
     zuvor:   49,5 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.815,00  +0,6 
E-Mini-Future S&P-500   7.508,50  +0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100 28.565,75  +1,2 
Topix (Tokio)       4.016,87  +1,6 
Hang-Seng (Hongk.)    25.800,52  -0,2 
Shanghai-Comp.       3.832,84  +0,7 
 
Donnerstag: 
INDEX        zuletzt +/- % 
DAX        25.612,03  +0,6 
DAX-Future    25.727,00  +0,8 
MDAX       32.216,66  -0,1 
TecDAX       3.829,25  -0,4 
SDAX       18.462,31  -0,6 
Euro-Stoxx-50   6.344,40  +1,5 
Stoxx-50      5.459,40  +0,9 
XDAX       25.715,94  +0,4 
Dow-Jones     52.208,06  +1,2 
S&P-500      7.437,63  +1,7 
Nasdaq Composite 25.122,18  +2,8 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Die europäischen Aktien-Futures notierten im Gleichschritt mit breiten Gewinnen an den asiatischen Aktienmärkten höher. So wird der DAX am Morgen bei 25.730 Punkten gesehen nach einem Vortagesschluss bei 25.612. Damit ist er auf dem direkten Weg in Richtung Rekordhoch bei 25.900. Anleihen tendieren am Morgen etwas fester. Auch nachgebende Ölpreise dürften den Aktienmarkt stützen. Starke Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne haben die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Rentabilität massiver Investitionen in Rechenzentren zunächst gemildert. "Stärkere Ergebnisse von Amazon nach US-Börsenschluss bestärken die Ansicht, dass KI-bezogene Investitionen weiterhin für eine robuste Nachfrage und attraktive Renditen sorgen", schrieben die Analysten von Commerzbank Research.

Rückblick: Fester - Im späten Verlauf stützte die positive Entwicklung an der Wall Street etwas, wo sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor kräftig erholten. In Europa gehörte der Sektor mit einem Plus von 1,6 Prozent zu den Gewinnern. ASM International (+9,5%) sowie Infineon (+9,2%) legten deutlich zu. Die Bank of England hatte die Zinsen, wie allgemein erwartet, unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Auch die US-Notenbank hatte am Vorabend ihren Leitzins bestätigt. Bei Einzelaktien gab die Bilanzsaison die Richtung vor. Um 20,6 Prozent abwärts ging es mit den Aktien des britischen Schädlingsbekämpfers Rentokil. Die Analysten von RBC sprachen von "durchwachsenen" Zahlen mit einem höheren EBITA und bereinigtem Vorsteuergewinn, aber einer Schwäche in Nordamerika. DSM-Firmenich stiegen um 11,7 Prozent. Grund war ein beschleunigtes flächenbereinigtes Umsatzwachstum im zweiten Quartal, das die Erwartungen der Analysten übertraf. In der Schweiz schossen die Aktien von Clariant um 16,1 Prozent nach oben. Anleger feierten hier den Sieg vor einem niederländischen Gericht über Shell. Der britische Konzern hatte Clariant und drei andere Unternehmen wegen Verletzungen des Wettbewerbsrechts verklagt.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Fester - Der DAX liegt nur noch kanpp 300 Punkte unter seinem Allzeithoch. Nach einem Vortagesschluss von 182,25 und einem Tief von 147,05 schloss die Adidas-Aktie 11,5 Prozent tiefer bei 161,25 Euro. Der Sportartikel-Hersteller hatte für das zweite Quartal unter den Erwartungen liegende Zahlen vorgelegt. Die Enttäuschung sei anscheinend auf höhere Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft zurückzuführen, so RBC Capital Markets. Die bestätigten längerfristigen Ziele wurden im Verlauf für Käufe genutzt. Als stark wurde bei MTU (+0,5%) der Cashflow eingestuft. Der freie Cashflow (FCF) habe die Konsensschätzung im Quartal um 31 Prozent übertroffen. Symrise (+3,1%) hat im zweiten Quartal ein solides organisches Wachstum von 4,5 Prozent verzeichnet und die Konsensschätzung von 3 Prozent übertroffen, kommentiert Metzler. Aber auch der Ausblick wurde positiv gewertet. Im Autosektor schlossen BMW nach Zahlenvorlage 0,2 Prozent tiefer. Aumovio haussierten um 10,7 Prozent. Während das Unternehmen den Ausblick senkte, wurde mit BMW ein Vergleich erzielt.

XETRA-NACHBÖRSE

Thyssenkrupp Nucera zeigten sich unbeeindruckt von den vorläufigen Zahlen des Anbieters von Elektrolyse-Technologien. Die Aktie bewegte sich im nachbörslichen Handel kaum. Auch die Hella-Aktie reagierte kaum auf die vorläufigen Zahlen und den bestätigten Ausblick des Autozulieferers. Aumovio legten um 1,6 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose gesenkt, aber einen Vergleich mit BMW im Rechtsstreit um Bremssysteme gemeldet hatte.

USA - AKTIEN

Sehr fest - Angeführt von den Technologiewerten kam es an der Wall Street am Donnerstag zu einer kräftigen Erholung. Vor allem der Technologie-Sektor hatte zuletzt mit den immer weiter steigenden Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) unter Druck gestanden. Kein klares Bild lieferten die Zahlen von Microsoft und Meta Platforms. So ging es für die Meta-Aktie um 8 Prozent nach unten. Das Technologie-Unternehmen rechnet in diesem Jahr mit Investitionen im Mittel von rund 137,5 Milliarden US-Dollar - eine Summe, die den Konzern laut Analysten in der zweiten Jahreshälfte zum ersten Mal seit seinem Börsengang im Jahr 2012 in den Bereich eines negativen freien Cashflows bringen dürfte. Zudem enttäuschte die Umsatzprognose für das laufende Quartal. Microsoft (+15,5%) hat für das vierte Geschäftsquartal ein robustes Cloud-Wachstum und einen Anstieg der zahlenden KI-Abonnenten gemeldet. Der Konzern senkte seine Investitionsprognose für das Kalenderjahr 2026 von rund 190 Milliarden Dollar auf etwa 175 Milliarden Dollar, nachdem die geschätzte Nutzungsdauer der Rechenzentren und Bürogebäude von 15 auf 25 Jahre verlängert wurde. Bei den Chip-Werten kam es zu einer kräftigen Erholung von den jüngsten Abgaben. So ging es für die Nvidia-Aktie um 2,7 Prozent nach oben und die Titel von Intel gewannen 11,3 Prozent. Marvell Technology stiegen um 12,2 Prozent. Vor der Veröffentlichung von Zahlen nach der Schlussglocke verloren Apple 1,4 Prozent, während Amazon um 3,9 Prozent stiegen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,23 -0,01    4,30    4,21 
10 Jahre     4,66 +0,04    4,71    4,65 
 

Die Renditen am US-Anleihemarkt stiegen nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank und den begleitenden Aussagen - im Zehnjahresbereich um 4 Basispunkte auf 4,66 Prozent. Für die Rendite 30-jähriger Papiere ging es zwischenzeitlich mit 5,243 Prozent sogar auf den höchsten Stand seit 19 Jahren.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 
EUR/USD     1,1505  -0,2  -0,0022     1,1527   1,1500 
EUR/JPY     184,88  +0,6  1,0200    183,8600  183,4200 
EUR/CHF     0,9288  +0,1  0,0009     0,9279   0,9287 
EUR/GBP     0,8556  -0,0  -0,0003     0,8559   0,8565 
USD/JPY     160,68  +0,7  1,1700    159,5100  159,5000 
GBP/USD     1,344  -0,2  -0,0024     1,3464   1,3422 
USD/CNY     6,7472  -0,1  -0,0078     6,7550   6,7550 
USD/CNH     6,7442  -0,1  -0,0033     6,7475   6,7492 
AUS/USD     0,7028  +0,0  0,0003     0,7025   0,7005 
Bitcoin/USD 64.293,26  -0,7  -435,39    64.728,65 64.676,76 
 

Der Dollar stand unter Druck. Der Dollar-Index fiel um 0,9 Prozent. Im Gegenzug sprang der Euro wieder über 1,15 Dollar. Die Unsicherheit über die Reaktionsfähigkeit der Fed auf Inflationsrisiken mache den Dollar anfällig, so Derek Halpenny von der MUFG Bank. US-Notenbankchef Warsh habe kaum eine Erklärung für die Entscheidung der Zentralbank vom Mittwoch geliefert, die Zinsen unverändert zu lassen. "Die Glaubwürdigkeit der Fed wird in Frage gestellt, und nach einem starken Anstieg der Inflationserwartungen haben sich die Aussichten für den Dollar eindeutig verschlechtert", ergänzte er.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.080,82  -0,5  -21,58    4.102,40 
Silber      58,60  -0,6   -0,38      58,99 
Platin    1.637,13  -1,4  -23,05    1.660,18 
 

Für den Goldpreis ging es mit dem schwachen Dollar nach oben. Die Feinunze stieg um 1,2 Prozent auf 4.115 Dollar. Die Entscheidung der US-Notenbank, die Zinsen unverändert zu lassen, gibt den Anlegern die Zuversicht, wieder auf Gold zu setzen, meinte Rick Kanda von dGold Bullion. Kanda warnte jedoch, dass trotz der im Vergleich zu den letztjährigen Allzeithochs relativ günstigen aktuellen Goldpreise weiterhin Risiken bestünden. "Ehrlich gesagt kann sich das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld dramatisch ändern, was Raum für Unsicherheit und Volatilität lässt", ergänzte er.

ÖL

ROHOEL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    81,62  -2,4   -1,97      83,59 
Brent/ICE    87,43  -1,8   -1,60      89,03 
 

Die Kämpfe im Iran-Krieg gingen derweil weiter, was die Hoffnungen auf eine friedliche Lösung weiter schwinden ließ. Die Ölpreise pendelten nach den jüngsten kräftigen Gewinnen zwischen leichten Gewinnen und Verlusten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 1,9 Prozent auf 89,03 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

INDUSTRIEAKTIVITÄT CHINA

Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im Juli auf 49,2 von 50,3 im Juni, wie aus den am Freitag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Juli-Wert verfehlte die in einer Umfrage des Wall Street Journal unter Ökonomen ermittelte Prognose von 50,1. Extreme Wetterbedingungen beeinträchtigten die Fabrikaktivitäten und erhöhen den Druck auf Peking, zusätzliche politische Unterstützung zur Förderung des Wachstums auf den Weg zu bringen.

BANK OF JAPAN

Wie allgemein erwartet, bestätigte die Zentralbank ihren Leitzins bei 1,00 Prozent. Im Juni hatte sie den Leitzins auf den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten angehoben und dabei die Möglichkeit angeführt, dass die Kerninflation ihr Ziel von 2 Prozent überschreiten könnte. Das Abstimmungsergebnis lautete 8 zu 1, wobei das hawkische Vorstandsmitglied Hajime Takata eine Anhebung auf 1,25 Prozent vorgeschlagen hatte.

SIEMENS HEALTHINEERS

kappt nach einem deutlichen Umsatzrückgang in der Labordiagnostik im dritten Quartal die Wachstumsprognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erneut. Erwartet wird nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 3,5 und 4,0 Prozent zum Vorjahr statt wie bisher 4,5 bis 5,0 Prozent. Wegen der Rückerstattung gezahlter US-Handelszölle hob Healthineers zugleich die Ergebnisprognose an. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nun zwischen 2,35 und 2,45 Euro statt wie bisher zwischen 2,20 und 2,30 Euro erwartet.

Die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal im Detail (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Wachstum und Marge in Prozent):

.                  BERICHTET   PROG PROG 
3. QUARTAL           3Q25/26 ggVj 3Q25/26 ggVj 3Q24/25 
Umsatz              5.764  +2%  5.820  +3%  5.662 
Vergleichbares Umsatzwachstum    2,8  --   4,5  --   7,6 
EBIT bereinigt          1.101 +16%   888  -7%   953 
EBIT-Marge bereinigt        19,1  --   15,3  --   16,8 
Ergebnis nach Steuern/Dritten    669 +21%   494 -11%   552 
Ergebnis je Aktie         0,60 +22%   0,44 -10%   0,49 
Ergebnis je Aktie bereinigt    0,70  +9%   0,53 -17%   0,64 

AUMOVIO / BMW

haben eine juristische Auseinandersetzung über einen zurückliegenden Gewährleistungsfall im Zusammenhang mit einem integrierten Bremssystem durch einen Vergleich beigelegt und sich zugleich auf eine Stärkung ihrer Geschäftsbeziehungen verständigt. Dies umfasse auch die Erteilung neuer Aufträge durch BMW in einem Volumen von über 1 Milliarde Euro. Wie Aumovio mitteilte, belasten die bilanziellen Auswirkungen des Vergleichs jedoch das Ergebnis des zweiten Quartals 2026 und machen eine entsprechende Anpassung der Jahresprognose notwendig.

HELLA

Belastet von niedrigerem Geschäftsvolumina im Lichtbereich hat Hella im ersten Halbjahr bei nahezu stabilen Umsätzen weniger verdient. Die operative Marge sank auf 5,4 von 6,0 Prozent im Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte der Autozulieferer seinen Ausblick vom März.

THYSSENKRUPP NUCERA

hat im dritten Quartal 2025/26 von Vorzieheffekten profitiert. Wie der Anbieter von Elektrolyse-Technologien für grünen Wasserstoff mitteilte, lag der Konzernumsatz auf Basis vorläufiger Berechnungen mit 145 (Vorjahr 184) Millionen Euro über den bisherigen Erwartungen. Auf das Segment Chlor-Alkali entfielen dabei Erlöse von 109 (81) Millionen Euro, und auf das Segment Grüner Wasserstoff 36 (103) Millionen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich im Quartal voraussichtlich auf minus 2 Millionen Euro, nachdem es vor einem Jahr noch ausgeglichen war. Der Auftragseingang stieg auf 81 (63) Millionen Euro, wobei 3 (13) Millionen auf das Segment Grüner Wasserstoff entfielen, und 78 (50) Millionen auf das Segment Chlor-Alkali.

AMS-OSRAM

bindet seinen Konzernchef Aldo Kamper länger an sich. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde mit Kamper ein neuer, ab dem 1. Oktober 2026 gültiger und bis zum 30. September 2031 laufender Vertrag vereinbart. Die bisherige Bestellung Kampers wäre zum 31. März 2027 ausgelaufen.

BANCO SANTANDER

will ein Übernahmeangebot für den Kauf der restlichen ausstehenden Aktien ihrer Tochter Santander Brasil starten. Die Tenderangebote in den USA und Brasilien gelten für etwa 10 Prozent des Aktienkapitals von Santander Brasil, teilte Banco Santander mit. Das maximale Gesamtvolumen beider Angebote beträgt rund 1,91 Milliarden Euro.

HSBC

verkauft ihr australisches Portfolio für Privat- und Immobilienkredite im Wert von 25 Milliarden US-Dollar an das Private-Equity-Unternehmen Blackstone. Die britische Bank setzt damit die Umstrukturierung ihres Geschäfts fort und konzentriert sich auf ihre Kernmärkte.

AMAZON

steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit AWS erhöhte sich um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis betrug 62,6 Milliarden Dollar. Alle drei Kennziffern übertrafen die Erwartungen von Analysten. Amazon erhöhte zudem die für dieses Jahr geplanten Investitionen um 200 Milliarden auf 220 Milliarden Dollar. Die Aktie sprang nachbörslich um 10,3 Prozent nach oben.

APPLE

hat im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von 109,4 Milliarden Dollar (+15% zum Vorjahr) verzeichnet. Analysten hatten im Schnitt mit 108 Milliarden Dollar gerechnet. Der iPhone-Umsatz wuchs um 21 Prozent und lag damit über den Erwartungen der Wall Street von etwa 19 Prozent, womit sich die Erfolgsserie des iPhone 17 fortsetzte. Das Nettoergebnis betrug 29,79 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg um 29 Prozent auf 2,02 Dollar, wobei er von Zollerstattungen profitierte. Für das vierte Geschäftsquartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent; Analysten hatten bislang 12 Prozent erwartet. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um 6 Prozent.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/cln

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July 31, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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