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MÄRKTE EUROPA/DAX schnuppert Höhenluft - Rekordhoch in Reichweite

DJ MÄRKTE EUROPA/DAX schnuppert Höhenluft - Rekordhoch in Reichweite

DOW JONES--Zum Wochenschluss geht es an den europäischen Aktienmärkten deutlich nach oben. Der DAX legt um 1 Prozent auf 25.871 Punkte zu, damit ist das Rekordhoch bei 25.900 in Reichweite. Der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1,1 Prozent auf 6.417 und der europaweite Stoxx 600 erreichte im frühen Handel bereits ein neues Rekordhoch.

Die bisher überzeugend verlaufende Berichtssaison legt nach einer arbeitsreichen Woche am Freitag eine kleine Pause ein. Anleihen tendieren am Morgen etwas fester, während der Euro bei 1,15 Dollar handelt. Die Öl-Futures notierten am frühen Freitag leichter bei etwa 88 Dollar je Barrel, was die Risikostimmung für Aktien unterstützen sollte.

Über Nacht gab es Zahlen von Amazon, Apple und Sony. Starke Quartalszahlen großer US-Tech-Konzerne haben die Sorgen der Anleger hinsichtlich der Rentabilität massiver Investitionen in Rechenzentren zunächst gemildert. "Stärkere Ergebnisse von Amazon nach US-Börsenschluss bestärken die Ansicht, dass KI-bezogene Investitionen weiterhin für eine robuste Nachfrage und attraktive Renditen sorgen", schrieben die Analysten von Commerzbank Research.

Doch es gibt auch mahnende Stimmen, so von Trust Wealth. "Der Bullenmarkt ist weiterhin intakt, aber der von uns erwartete holprigere Verlauf in der zweiten Jahreshälfte zeichnet sich nun ab, da KI-/Tech-Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und höhere Zinsen aufeinandertreffen." Dagegen lag die Umsatzprognose von Apple für das September-Quartal unter den Erwartungen der Wall Street, was starke iPhone- und Mac-Verkäufe im abgelaufenen Quartal überschattete. Die Aktie gab nachbörslich um 6 Prozent nach.

Technologiewerte mit KI-Bezug und Chipwerte legen europaweit zu, im DAX steigen Infineon um 6,5 und Siemens Energy um 4 Prozent, gefolgt von Hochtief stellen sie die Gewinner im Index.

Siemens Healthineers (+0,3%) kappte nach einem deutlichen Umsatzrückgang in der Labordiagnostik im dritten Quartal die Wachstumsprognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erneut. Erwartet wird nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 3,5 und 4,0 Prozent zum Vorjahr statt wie bisher 4,5 bis 5,0 Prozent, wie der Medizintechnikkonzern mitteilte.

Die Geschäftsentwicklung von Hensoldt (-2,5%) im zweiten Quartal stufen die Jefferies-Analysten als "solide" ein. Die Analysten der DZ Bank weisen auf einen freien Cashflow (FCF) unterhalb des Konsens hin.

Nach dem Kursabsturz von Adidas am Vortag geht es nach Zahlenvorlage für Puma um 6 Prozent nach unten. Pumas Umsatzrückgang - der alle Produktsparten und bis auf Asien/Pazifik und Großchina alle Regionen betraf - hängt laut Mitteilung zum einen mit den "Reset-Maßnahmen" zusammen, mit denen das Unternehmen neu positioniert wieder auf den profitablen Wachstumspfad zurückfinden soll.

Auf den ersten Blick sind die vorläufigen Zahlen von Thyssenkrupp Nucera -0,2%) zum dritten Quartal besser als befürchtet ausgefallen. Der Umsatz brach nicht so deutlich ein, während das EBIT mit minus 2 Millionen Euro ebenfalls leicht positiv überraschte.

Ein enttäuschendes Abo-Wachstum von Universal Music (-20%) sorgt für Missklang an der Börse. Die Ergebnisse der Universal Music Group für das zweite Quartal hätten nach der Schwäche im ersten Quartal nicht die von vielen erhoffte Aufholjagd gebracht und sähen auf allen Ebenen enttäuschend aus, schreiben die Analysten von Bernstein.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.416,56  +1,1   72,16    6.344,40    10,8 
Stoxx-50        5.517,94  +1,1   58,54    5.459,40    12,2 
DAX          25.871,02  +1,0   258,99    25.612,03    5,7 
MDAX          32.502,32  +0,9   285,66    27.039,42    6,2 
TecDAX         3.874,34  +1,2   45,09    3.091,28    7,0 
SDAX          18.596,88  +0,7   134,57    13.062,07    8,3 
FTSE          10.982,71  +0,8   85,44    10.897,27    10,6 
CAC           8.567,78  +1,0   82,14    8.485,64    5,1 
SMI          14.534,05  +1,0   141,56    14.392,49    9,5 
ATX           6.556,92  +1,6   102,13    6.454,79    23,1 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:05 
EUR/USD          1,1514  -0,1  -0,0013     1,1527   1,1500 
EUR/JPY          184,53  +0,4   0,6700     183,86  183,4200 
EUR/CHF          0,9292  +0,1   0,0013     0,9279   0,9287 
EUR/GBP          0,8558  -0,0  -0,0001     0,8559   0,8565 
USD/JPY          160,25  +0,5   0,7400     159,51  159,5000 
GBP/USD          1,3449  -0,1  -0,0015     1,3464   1,3422 
USD/CNY          6,7465  -0,1  -0,0085     6,7550   6,7550 
USD/CNH          6,7441  -0,1  -0,0034     6,7475   6,7492 
AUS/USD          0,703  +0,1   0,0005     0,7025   0,7005 
Bitcoin/USD      63.847,63  -1,4  -881,02    64.728,65 64.676,76 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         82,25  -1,6   -1,34      83,59 
Brent/ICE         88,19  -0,9   -0,84      89,03 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.067,58  -0,8   -34,82    4.102,40 
Silber           58,19  -1,3   -0,79      58,99 
Platin         1.639,52  -1,2   -20,66    1.660,18 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

DJG/DJN/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 31, 2026 04:02 ET (08:02 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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