DJ Heidelberg-Materials-CEO: KI treibt Baumaterialien-Nachfrage bis nach 2030
Von Nina Kienle
DOW JONES--Bauliche Investitionen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI) sind ein wesentlicher Wachstumstreiber für Baustofflieferanten und werden laut dem Vorstandschef von Heidelberg Materials auch im nächsten Jahrzehnt eine wichtige Quelle der Nachfrage sein. Lange habe sich die Branche mit ihrem Absatz auf ein relativ ausgewogenes Verhältnis von Wohnungsbau, gewerblichem Bau und Infrastrukturnachfrage gestützt, sagte Dominik von Achten, der CEO des DAX-Konzerns, in einem Interview. Inzwischen seien Bauten mit KI-Hintergrund und staatlich geförderte Infrastrukturausgaben die wichtigsten Wachstumstreiber für den Baustoffkonzern.
"Das hat sich in den letzten Jahren eindeutig verschoben", sagte von Achten.
Bereits jetzt schlägt sich dies im Geschäft von Heidelberg Materials nieder. Von Achten sagte, das Unternehmen liefere Baumaterialien für große Halbleiter- und Rechenzentrumsprojekte in den USA.
Unterdessen wird sich die Nachfrage nach Wohnraum nach seiner Einschätzung wieder erholen, sobald sich die Zinssätze stabilisierten. Der Zeitpunkt, wann dies geschehe, bleibe angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen aber ungewiss, fügte er hinzu.
Da KI die Baustoff-Nachfrage ankurbelt, sieht von Achten Europas Herausforderung darin sicherzustellen, dass seine industrielle Basis wettbewerbsfähig genug ist, um davon zu profitieren.
Europa sollte China nicht nur als Konkurrenten, sondern auch als Quelle für Fertigungs-Know-how betrachten, sagte er. So hätten chinesische Werke bereits ein Effizienzniveau erreicht, das in vielen westlichen Anlagen noch nicht erreicht sei.
"Es gab Jahrzehnte, in denen die Chinesen vom Westen gelernt haben", sagte von Achten. "Es werden wohl ein paar Jahrzehnte kommen, in denen wir von den Chinesen lernen."
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July 31, 2026 09:21 ET (13:21 GMT)
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